Osterferien beginnen mit Ärgernis
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Ärgerlich für viele Familien ist besonders die Erhöhung der Benzinpreise zu Beginn der Osterferien. Wie immer zur Reisesaison steigen die Zahlen auf den Tankstellentafeln in die Höhe. Doch werden die Erhöhungen immer drastischer und führen nicht selten dazu, dass man den geplanten Urlaub verschiebt oder mit einem alternativen Reisemittel begeht. Immer öfter kommt dabei die Bahn zum Einsatz, die aber aufgrund von zahlreichen Verspätungen am Wochenende und einigen Streiks nicht immer mit Pünktlichkeit glänzen konnte. Autofahrer konnten da aber auch nicht ohne Hindernisse Reisen. Trotz rückläufiger Zahlen musste man am Wochenende allerorts in Deutschland mit vielen Staus rechnen.
Der Urlaub ist geplant, das Hotel ist gebucht, die Ferien sind seit Wochen anvisiert. Einzig die Tankstellen machen dieser Tage so manchem Ferienfreund die Vorfreude gründlich kaputt. Eine rekordverdächtige Erhöhung der Spritpreise zum Anfang der Osterferien riss so manches Loch in die Familienurlaubskasse. Wohl dem, der lange vor der Reise auf Vorrat getankt hat. Ein besonderer Aufreger, der nun auch härter in der Politik diskutiert werden soll. Schließlich könne es nicht sein, so die Meinung vieler Bürger, dass nur wenige Unternehmen die Preise für Kraftstoffe festlegen und so auch leichter in die Höhe treiben und kontrollieren können. Besonders Wirtschaftsminister Brüderle steht in der Kritik. Der FDP Mann hätte über das Wettbewerbsrecht durchaus Möglichkeiten einzugreifen. Der Verdacht der Preisabsprache liegt nicht nur so manchem Urlauber nahe. Immerhin ändern sich mehrfach am Tag die Preisschilder vor den Zapfsäulen, dieser Tage dabei meist zu Ungunsten der Reisenden. In anderen Ländern hingegen ist oft nur eine einmalige Preisänderung pro Tag gestattet. Wer es dann am Freitag, oder am Samstag geschafft hat, zeitig auf die Autobahn zu kommen, musste mit so manchem Stau rechnen. Bis Mitte der kommenden Woche soll sich die Verkehrslage allerdings wieder normalisieren. Glück hatten jene Autofahrer, die erst heute in die Ferien aufgebrochen sind. Die Staulage am Sonntag war längst nicht mehr so dramatisch wie in den ersten Tagen der Ferien.
Wer nicht zu Hause geblieben ist und auf Staus verzichten wollte, wählte die Bahn als Reisemittel für den Urlaub. Aber auch hier blieben Enttäuschungen nicht aus. Zahlreiche Baustellen führten zu Verspätungen oder Änderungen im Reiseweg. Dennoch erhalten Reisende bei längeren Verspätungen zumindest einen Teil des Fahrpreises zurück.
Andreas Janßen
Foto: Erich Westendarp / pixelio.de
Datum: 17.04.2011
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