Rückblick: Wirtschaftswachstum 2011: Deutschland in EU führend

Wirtschaftswachstum 2011: Deutschland in EU führend
Wirtschaftswachstum 2011: Deutschland in EU führend

Historischer Rückblick: Dieser Beitrag dokumentiert den Stand zum ursprünglichen Veröffentlichungszeitpunkt. Termine, Zahlen, Personen, medizinische, rechtliche, politische und wirtschaftliche Aussagen sind nicht als aktuelle Hinweise zu verstehen.

Die soeben veröffentlichen Statistiken der EU-Kommission lassen in Deutschland eine optimistische Einschätzung aufkommen: Nach Meinung der Experten der Europäischen Kommission wird Deutschland auch im Jahr 2011 die am stärksten wachsende Volkswirtschaft in der Europäischen Union sein.

Die Konjunkturexperten der EU-Kommission erwarten in der am heutigen Dienstag, den 01. März 2011 präsentierten Prognose einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland um bemerkenswerte 2,4 Prozent. Damit wurden die vorherigen Prognosen der Wachstumserwartung in Deutschland um 0,2 Prozentpunkte nach oben korrigiert. Die letzte Prognose der Bundesregierung bei Berücksichtigung des Jahreswirtschaftsberichts kam mit einem Zuwachs von 2,3 Prozent auf ein ähnliches Ergebnis wie die Prognose der Experten der EU-Kommission.

Nicht nur für Deutschland, auch für die Europäische Union an sich werden sich die Wachstumswerte gemäß der Prognose der Experten im Schnitt leicht erhöhen. Zugleich warnten die Fachleute der EU aber vor Risiken für die Wirtschaftsentwicklung. Laut der Prognose wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts innerhalb der Eurozone für das Jahr 2011 auf 1,6 Prozent erwartet. Mi dieser Prognose korrigierten die Experten ihre im November des vergangenen Jahres abgegebene Einschätzung um 0,1 Prozentpunkte nach oben. Insgesamt kann man pauschal sagen, dass sich die Wirtschaftskraft in diesem Jahr gemäß der Prognose der EU von Staat zu Staat sehr unterschiedlich entwickeln wird. In der Eurozone wird damit gerechnet, dass sich Frankreich mit 1,7 Prozent hinter dem „Tabellenführer“ Deutschland mit der insgesamt zweithöchsten Rate platzieren wird- Der Aufschwung in anderen Ländern wie zum Beispiel im wirtschaftlich angeschlagenen Spanien (plus 0,8 Prozentpunkte, im Vorjahr plus 0,7 Prozentpunkte) wird der Einschätzung der Experten der Europäischen Union nach eher verhalten ausfallen.

Für die 27 Mitgliedsländer der Europäischen Union zusammen steigt die gemeinsame BIP-Prognose für diese Jahr ebenfalls leicht: Von plus 1,7 Prozentpunkten aus der Prognose im vergangenen Herbst korrigierten sich die Experten nun in ihrer aktuellen Prognose auf plus 1,8 Prozentpunkte. Als Gründe für den Anstieg nennen die Spezialisten der EU in erster Linie die die verbesserten Aussichten für die globale Wirtschaft und das positiv ausfallende Wirtschaftsklima innerhalb der Europäischen Union.
 

Christian Bathen

Foto: Christian Matuschek

Datum: 01.03.2011