Iptingen zwischen Heckengäu, Wanderwegen und Ortsgeschichte

File:Iptingen-Ansicht von Nordosten mit Kirche über Kirchhofmauer (Futtermauer) in erhöhter Lage am Ortsrand-19052013.JPG File:Iptingen-Ansicht von Nordosten mit Kirche über Kirchhofmauer (Futtermauer) in erhöhter Lage am Ortsrand-19052013.JPG Foto: Robert Pietschmann via Source, CC BY-SA 4.0

Landschaft und aktive Tage

Iptingen gehört als Teilort von Wiernsheim zum landschaftlich reizvollen Heckengäu und liegt auf der sogenannten „Platte“, dem Steilabfall zum Enztal. Diese Einordnung macht die Landschaft zu einem wichtigen Teil des Ortes: Naturerlebnisse, Bewegung und regionale Geschichte liegen hier in unterschiedlichen Formen nebeneinander.

Für eine Radtour bietet sich die Strecke „Tour um alle Ortsteile“ an. Sie führt durch Iptingen und die drei Ortsteile von Wiernsheim, ist etwa 19 Kilometer lang, dauert ungefähr zwei bis drei Stunden und verläuft überwiegend auf asphaltierten Wegen. Die Kombination aus überschaubarer Dauer und klarer Streckenlänge erleichtert Ihnen die zeitliche Planung eines aktiven Tages.

Auch die Laufstrecke „Iptinger Halbmarathon“ beginnt in Iptingen. Sie führt am Kreuzbach entlang nach Großglattbach und ist auch für Walker geeignet. Ergänzend umfasst der Gemeindewald von Wiernsheim Waldflächen auf der Gemarkung des Teilorts Iptingen. Dort dienen die Flächen unter anderem dem Fahrradfahren, Wandern, Joggen, Walken, Reiten und Erholen.

Wanderwege mit verschiedenen Zeitrahmen

Für Wanderer aus Iptingen stehen der drei Kilometer lange Saupfützenweg und der vier Kilometer lange Heutalweg als weitere Routen zur Verfügung. Mit Iptingen verbundene Wanderwege sind außerdem der etwa eine Stunde und 15 Minuten lange Heutalweg, der etwa eineinhalb bis zwei Stunden dauernde Grenzsteinweg und die etwa fünf Stunden dauernde Route Iptingen–Enzweihingen–Iptingen. Die unterschiedlichen Längen und Zeitangaben geben Ihnen eine gute Orientierung, wenn Sie zwischen einer kurzen Runde und einer längeren Wanderung wählen möchten.

Kirche, Kelter und örtliche Überlieferungen

Der Turm der St. Margaretenkirche in Iptingen umfasst noch den alten Burgturm sowie einen später aufgesetzten Fachwerkteil mit Uhr und Glocken. An der Stelle einer um 1100 in der Stauferzeit entstandenen Fluchtburg mit mächtiger Wehrmauer wurde an den Burgturm eine spätromanische „Stephanuskirche“ angebaut; die Anlage ist mit der St. Margaretenkirche in Iptingen verbunden.

Die Iptinger Kelter wurde erstmals im Jahr 1705 erwähnt und gehörte zu dieser Zeit dem Kloster Maulbronn. In der Kreuzbachhalle in Iptingen befinden sich der „Mondrahäglerbrunnen“ und Gemälde. Die Iptinger tragen den Spitznamen „Mondrahägler“, der mit einer örtlichen Legende über Dorfbewohner verbunden ist, die den Mond einfangen wollten.

Auch die Landschaft um Iptingen hat historische Bezüge. Aus der Zeit um 1700 sind die Weinberge Kappelhälden, Hohenberg, Hägelin, Wildberg und Schössen überliefert. Ab etwa 1785 bildete sich in Iptingen eine zunehmend größere Separatistengruppe um den Leinenweber Johann Georg Rapp. Rapp wurde im Jahr 1757 geboren, wanderte 1803/1804 als Separatist aus dem heutigen Ortsteil Iptingen nach Nordamerika aus und gründete dort die „Harmonistensekte“.

Das „Hubersche Grabmal“ wurde im Jahr 1830 im klassizistischen Stil auf dem Friedhof von Iptingen für seinen Auftraggeber errichtet. Damit begegnen Ihnen im Ort verschiedene Spuren, die von mittelalterlicher Befestigung über kirchliche Baugeschichte bis zu regionalen Persönlichkeiten und örtlichen Erzählungen reichen.

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