Pfaffenhofen: Fossiliengeschichte und Baukultur
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Pfaffenhofen verbindet Bauwerke mit einer bemerkenswerten Fossiliengeschichte in der Umgebung. Am Weißen Steinbruch führen illustrierte Informationstafeln in die Keuper-Zeit und zu urzeitlichen Lebewesen. Im Ort setzen Kirchen und ein Beginn der Europäischen Kulturstraße Heinrich Schickhardt eigene Akzente. Dazu kommt ein Rundweg oberhalb von Pfaffenhofen, der sieben Brunnen miteinander verbindet.
Fossilien und Keuper-Zeit am Weißen Steinbruch
Im näheren Umfeld von Pfaffenhofen vermittelt ein Lehrpfad am Weißen Steinbruch Wissen über die Keuper-Zeit vor mehr als 200 Millionen Jahren. Illustrierte Tafeln stellen urzeitliche Lebewesen vor, darunter Dachschädlerlurche, Krokodilsaurier, gürteltierähnliche Panzerechsen und Dinosaurier. So lässt sich der Besuch mit einer konkreten Vorstellung davon verbinden, welche Lebensformen in dieser Erdzeit vorkamen.
Auch die Fundgeschichte gehört zum Thema: Der erste Pfaffenhofener Fossilienfund aus dem Weißen Steinbruch war 1906 ein Rumpfstück eines Aetosauriers. Albert Burrer (1866–1939), der Pächter des Steinbruchs, übergab es Prof. Eberhard Fraas vom Königlichen Stuttgarter Naturalienkabinett. Zu den spektakulärsten Fossilien des Steinbruchs zählen außerdem Skelettreste des Sellosaurus, der als ältester europäischer Dinosaurier bezeichnet wird.
Zu Fuß zum Steinbruch und zur Aussichtsplattform
Der Weiße Steinbruch ist nur zu Fuß erreichbar. Vom Wanderparkplatz Weißer Steinbruch führt der Rennweg etwa 300 Meter nach Westen zu einem schmalen, beschilderten Fußweg, der zum Steinbruch und zur Aussichtsplattform führt. Berücksichtigen Sie den Fußweg bei Ihrer Tagesplanung und prüfen Sie die örtlichen Wegbedingungen vor dem Besuch.
Damit ist der Steinbruch ein Ausflugsziel, für das der letzte Abschnitt ausdrücklich zu Fuß zurückgelegt wird. Lehrpfad, Fossilien und Aussichtsplattform setzen unterschiedliche Schwerpunkte am selben Ort: Sie können sich mit der Erdgeschichte beschäftigen und den Besuch zugleich um den Aussichtspunkt ergänzen.
Kirchen, Baukunst und ein Rundweg
In Pfaffenhofen sind die evangelische Kirche und das danebenliegende Pfarrhaus Bauwerke des Architekten Heinrich Schickhardt. An der Lambertuskirche zählen der gotische Chor und die ebenfalls gotische Sakristei zu den ältesten Teilen. Die Europäische Kulturstraße Heinrich Schickhardt beginnt in Pfaffenhofen. Zusammen geben diese Bauwerke und der Routenbeginn dem Ort einen eigenen Bezug zu Architektur und Kulturgeschichte.
Oberhalb von Pfaffenhofen verläuft im Bereich des Strombergs ein 9 km langer Rundweg, der sieben Brunnen verbindet. Er bietet eine andere Art, die Umgebung zu erkunden als der Besuch am Weißen Steinbruch: Hier steht die Brunnenrunde im Mittelpunkt, dort die Fossiliengeschichte und der Fußweg zur Aussichtsplattform.
Weitere Reiseideen im Landkreis Heilbronn
Auch der Landkreis Heilbronn bietet eigenständige Möglichkeiten für die Reiseplanung. Dort gibt es rund 1.000 km beschilderte Tagesrundtouren im Kraichgau, Zabergäu, Weinsberger Tal und Schozach-Bottwartal. Zu den im Landkreis hervorgehobenen Radwegen gehört der Neckartal-Radweg. Für Ihre Auswahl stehen damit unterschiedliche Routenarten zur Orientierung: Tagesrundtouren in mehreren Landschaftsräumen und ein eigens hervorgehobener Radweg.
Am Breitenauer See zeigt sich eine weitere Facette des Landkreises: Er ist der größte von sieben dort genannten Badeseen und wird als größter Badesee in Nordwürttemberg bezeichnet. Die Burgruine Weibertreu wiederum ist ein Aussichtspunkt und ein kleines Open-Air-Museum am Eingang zum Weinsberger Tal. Der Wein- und Rosenrundweg ermöglicht einen besonders reizvollen Aufstieg zur Ruine. Diese Ziele setzen unterschiedliche Akzente zwischen Wasser, Aussicht und Kulturgeschichte.
Wer sich für einen Museumsbesuch interessiert, findet im Römermuseum Güglingen 2026 jeden dritten Sonntag im Monat um 15 Uhr eine Familienführung durch die Dauerausstellung. Prüfen Sie vor der Reise das passende Datum. Eine andere historische Perspektive bietet das Besuchersalzbergwerk Bad Friedrichshall: In ehemaligen Abbaustätten erleben Gäste die Geschichte und wechselnde Abbautechniken. Der interaktive Besucherrundgang liegt 180 Meter tief und umfasst Lichtinszenierungen und Lasershows.
Weitere Reiseziele entdecken: Kirchardt, Ittlingen, Weinsberg, Talheim, Bad Wimpfen, Leingarten, Neuenstadt am Kocher, Roigheim.
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