Kandern: Kunst, Wege und Töpfertradition
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Kandern bietet verschiedene Zugänge zu Kunst, Naturwissenschaft, Erdgeschichte und regionalem Handwerk. Der August-Macke-Rundweg greift biografische und künstlerische Bezüge auf; Planetenweg und Zeitweg machen andere Themen zum Gegenstand des Gehens. Dazu kommen die Geschichte der Töpferei und die Kandertalbahn. Für Ihre Reiseplanung können diese unterschiedlichen Schwerpunkte Orientierung geben – je nachdem, ob Sie sich eher für Kunst, thematische Wege, Radfahren oder Eisenbahngeschichte interessieren.
Wege mit Kunst, Kosmos und Erdgeschichte
Der August-Macke-Rundweg führt zu Orten und Motiven, die für Leben und Werk August Mackes wichtig waren. Sein Ausgangspunkt liegt in Kandern. Zehn Tafeln verbinden Bildreproduktionen mit Textinformationen und verweisen auf biografische wie künstlerische Bezüge. So begleitet ein konkreter Künstlerbezug den Weg, statt dass allein die Landschaft im Mittelpunkt steht.
Auch die beiden Wege mit natur- und erdgeschichtlichen Themen lassen sich anhand ihrer Länge unterscheiden. Der 6 km lange Planetenweg Egerten-Kandern führt durch ein maßstabsgetreues Modell des Sonnensystems im Maßstab 1:1 Milliarde. Die Strecke endet in Kandern und kann auch von Kandern aus gegangen werden. Der 5 km lange Zeitweg führt von Kandern nach Egerten und bildet die fünf Milliarden Jahre der Evolutionsgeschichte der Erde ab. Er beginnt am Rathaus und führt unter anderem an der August Macke Schule vorbei. Die Angaben zu Länge und Thema helfen dabei, die beiden Routen bei der Planung auseinanderzuhalten.
Eine andere Fortbewegungsart bietet der Kanderner Gemarkungsmarathon: Die 48 km lange Mountainbike-Rundtour verläuft auf Waldwegen und kleinen Straßen rund um Kandern, nahe der Gemarkungsgrenze. Damit steht eine längere Radrunde neben den kürzeren Themenwegen – mit einem anderen Streckenformat und ausdrücklich fürs Mountainbike beschriebenen Wegen und Straßen.
Keramik, Stadtkirche und Eisenbahngeschichte
Ton prägte Kandern über Jahrhunderte als Töpferstadt am Fuße des Südschwarzwalds; bedeutende Kunstkeramiker betrieben hier ihre Werkstätten. Die Sammlung Max Laeuger gibt Einblick in seine künstlerische Entwicklung und zeigt seinen bedeutenden Einfluss als Wegbereiter der modernen Keramik. Zusammen erzählen die Tradition und die Sammlung von unterschiedlichen Seiten der örtlichen Keramikgeschichte.
Ein weiteres historisches Bauwerk ist die evangelische Stadtkirche, Kanderns Stadtkirche. Nach mehrfachen Umbauten und Erweiterungen wurde sie von 1825 bis 1827 von J. J. Christoph Arnold erbaut, einem Schüler Weinbrenners. Die Bauzeit und die vorausgegangenen Veränderungen gehören gemeinsam zu ihrer Geschichte.
Die historische Dampfeisenbahn Kandertalbahn verläuft zwischen Haltingen und Kandern. Auf dem Bahnhofsgelände in Kandern gibt es außerdem für große und kleine Eisenbahnfans eine Tour mit dem Bahnagenten Michel. Dabei geht es um Eisenbahngeschichte und Fahrzeuge. Wenn Sie sich auch für einen Stadtrundgang interessieren, erhalten Sie eine ausführliche Beschreibung bei der Tourist-Information.
Im näheren Umfeld: die Ruine Sausenburg
Östlich des Kanderner Ortsteils Sitzenkirch liegt die Ruine Sausenburg. Ihr Burgturm ist begehbar und bietet bei klarem Wetter Aussicht ins Dreiländereck. Da sich Zugangsbedingungen ändern können, prüfen Sie den Zugang am besten vor Ihrem Besuch; die Aussicht ist ausdrücklich an klares Wetter gebunden.
Im übergeordneten Reiseziel Lörrach
Als eigener regionaler Kontext bietet Lörrach weitere Kultur- und Landschaftsthemen. Lörrach liegt im Südwesten Baden-Württembergs, im Markgräflerland, direkt an der Schweizer Grenze und in unmittelbarer Nähe der Nachbarstadt Basel. Das Dreiländermuseum Lörrach verfügt über eine Dauerausstellung auf rund 1.000 Quadratmetern. Der Lörracher Skulpturenweg führt durch die Stadt und zeigt 23 Skulpturen, Brunnen und Denkmäler von namhaften Bildhauern.
Zum Kulturprogramm des Burghofs Lörrach gehören Gesang und Musik, Tanz, Kabarett, Literatur und Kindertheater. Die Burghof Lörrach GmbH veranstaltet außerdem jährlich das internationale STIMMEN-Festival. Eine andere historische Kontinuität zeigt der Lörracher Wochenmarkt, den es seit 1403 gibt.
Auch Weinbau und Wege verbinden mehrere Themen im übergeordneten Reiseziel Lörrach. Von Lörrach-Tüllingen aus verbindet der Tüllinger Weinweg den Riehener Weinweg mit dem Weiler Weinweg. Die miteinander verbundenen Weinwege am Tüllinger Berg führen durch rund 90 Hektar Rebflächen mit den Lagen „Riehener Schlipfer“, „Tüllinger Sonnenbrunnen“, „Weiler Schlipf“, „Haltinger Stiege“ und „Ötlinger Sonnhole“. Am Tüllinger Weinweg bieten sich Ausblicke ins Wiesental und ins Rheintal; zugleich vermittelt er Einblicke in die Arbeit der Winzer im Jahresverlauf.
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Weitere Reiseziele entdecken: Grenzach-Wyhlen, Schönenberg, Wieden, Todtnau, Steinen, Schallbach, Böllen, Zell im Wiesental.
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