Elbenschwand: Wald, Höfe und der Mahnmal Rundweg

File:Elbenschwand Zwangsarbeiter Mahnmal.jpg File:Elbenschwand Zwangsarbeiter Mahnmal.jpg Foto: Zieglhar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Waldlandschaft mit wechselnden Formen

Das Landschaftsbild Elbenschwands wird von Tieflagen-Buchenwald auf Braunerden beziehungsweise skelettreichen, flachgründigen Rohböden, von artenarmem Tannenmischwald ab etwa 800 m sowie von Weiden und Wiesen an flachen Hängen, auf Verebnungen und in Mulden geprägt. Der Wechsel von tieferen Buchenwäldern zu höher gelegenem Tannenmischwald wird durch offene Weiden und Wiesen an unterschiedlichen Geländeformen ergänzt. Die verschiedenen Waldtypen und offenen Flächen ergeben dabei mehrere Landschaftsbilder innerhalb des Ortsraums. Naturinteressierte sehen in Elbenschwand deshalb nicht nur Wald, sondern auch Wiesen und Weiden an flachen Hängen, auf Verebnungen und in Mulden.

Siedlungsbild und räumliche Einordnung

Das Siedlungsbild Elbenschwands wird von Weilern, Hofgruppen und Einzelhöfen in Tallage und auf Hangverflachungen hoch über dem Kleinen Wiesental am Nordwesthang des Zeller Blauen geprägt. Die Siedlungselemente liegen dadurch sowohl im Talraum als auch auf höher gelegenen Hangverflachungen am Nordwesthang des Zeller Blauen. Die verstreute Siedlungsform reicht dabei vom Talraum bis zu den Hangverflachungen hoch über dem Kleinen Wiesental.

Der Ortsteil Elbenschwand setzt sich aus den Gewannen Elbenschwand, Holl und Langensee zusammen. Sein Haupt-Dorfteil erstreckt sich hoch über der Kleinen Wiese und entlang des Baches zwischen Bürchau und Tegernau. Wer den Ort räumlich einordnen möchte, erhält damit konkrete Bezugspunkte innerhalb der Siedlungsstruktur.

Zwischen Langensee und Bürchau zweigt die Straße nach Elbenschwand etwa 1 km von der L 139 entfernt nach rechts ab. Die Abzweigung bietet einen klaren Bezugspunkt für die örtliche Straßenorientierung.

Erinnerungsort und Geschichte

Im Elbenschwander Wald befindet sich ein Mahnmal für die Werwolfmorde von 1945. Der Wald ist dabei zugleich Standort des Mahnmals und Teil der Landschaft Elbenschwands. Wer neben Natur auch regionale Erinnerung erkunden möchte, findet hier einen konkreten Bezug zu den Ereignissen dieses Jahres.

Die Initiative KUK errichtete das Mahnmal im Elbenschwander Wald am 22. November 2015 ehrenamtlich und auf eigene Kosten. Neben dem Erinnerungsinhalt gehört damit auch das freiwillige Engagement zur Geschichte dieses konkreten Ortes.

Das Kloster St. Blasien erhielt in Elbenschwand durch die Herren von Rotenberg Besitz.

Eine konkrete Wanderidee

Der Mahnmal Rundweg Elbenschwand ist ein mittelschwerer Wanderweg als Rundtour. Die Rundform gibt der Wanderung eine geschlossene Streckenidee und lässt sie als eigenständigen Abschnitt eines aktiven Tages planen. Die Einstufung als mittelschwer benennt den Anspruch des Weges. Für Wandernde lässt sich die Rundtour als eigener Programmpunkt neben Landschaft und Erinnerung einplanen. Für einen aktiven Aufenthalt in Elbenschwand erhält die Wanderung dadurch einen klaren Platz neben den historischen und landschaftlichen Themen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kleines Wiesental.

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