Hettigenbeuern zwischen Grenzwegen und Dorfgeschichte

File:Place name sign Hettigenbeuern.jpg File:Place name sign Hettigenbeuern.jpg Foto: Granpar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Götzenturm und mittelalterliche Baugeschichte

Der Götzenturm in Hettigenbeuern ist ein erhaltener mittelalterlicher Wohn- und Wehrzollturm. Um 1347 wurde er als Teil einer befestigten Anlage zur Verteidigung des Morretals errichtet. In den Jahren 1979/80 wurde der Turm vollständig saniert. Für kulturgeschichtlich interessierte Besucher steht damit ein konkretes Bauwerk im Mittelpunkt, an dem sich mittelalterliche Entstehung und spätere Erhaltung nachvollziehen lassen.

Tabakscheunen im Dorfbild

Traditionelle Tabakscheunen prägen das Dorfbild von Hettigenbeuern. Wegen des milden Klimas war der Ort lange Zeit die einzige Tabakanbaugemeinde im Odenwald. Die Scheunen geben dem Ort eine eigene ländliche Note, während die Geschichte des Tabakanbaus einen regionalen Bezug schafft. Der Blick auf die Scheunen richtet sich daher auf den Ort als Ganzes und nicht nur auf ein einzelnes historisches Bauwerk. Wer sich für Alltagsgeschichte und gewachsene Ortsbilder interessiert, findet hier einen zweiten Zugang zur Vergangenheit neben dem Götzenturm.

Burgbuckel und frühe Befestigung

Keramik-, Ziegel- und Eisenfunde auf dem Burgbuckel in Hettigenbeuern lassen auf eine mittelalterliche Befestigungsanlage schließen.

Grenzsteine und historische Spuren an Route 3

Auf der Route 3 bei Hettigenbeuern führt der Weg über die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern. Grenzsteine mit dem Wappen des Großherzogtums Baden und dem bayerischen Wappen aus den Jahren 1838/39 markieren dort noch heute den Grenzverlauf. Die Route führt außerdem an einem historischen Saupferch aus Lesesteinen vorbei. Er diente zum Schutz und zur Kontrolle von Schweineherden. Dieser Abschnitt verbindet Bewegung mit sichtbaren Spuren früherer Ordnung und Landwirtschaft. Die Wappen geben dem Grenzverlauf eine konkrete historische Markierung.

Das Morretal als Natur- und Kulturthema

Eine breitere Perspektive auf das Morretal eröffnet der Morretal-Pfad Buchen-Hettigenbeuern. Er informiert über die Natur-, Kultur- und Landschaftsgeschichte des Morretals. Auf dem Morretal-Pfad Buchen-Hettigenbeuern wird außerdem die Maria-Hilf-Kapelle unter historischen Gesichtspunkten behandelt. Landschaftsgeschichte und ein konkretes sakrales Bauwerk stehen dadurch in einem gemeinsamen thematischen Rahmen.

Hettigenbeuern auf der Radrundtour

Auch auf zwei Rädern lässt sich Hettigenbeuern in eine größere Runde einbeziehen. Die Radrundtour 5 von Buchen über Hollerbach, Mudau und Hettigenbeuern führt zurück in die Buchener Innenstadt. Hettigenbeuern ist dabei Teil eines Rundverlaufs, der mehrere Orte miteinander verbindet und eine andere Annäherung an die Umgebung eröffnet als die kulturhistorischen Stationen. Die Rückkehr nach Buchen unterscheidet die Tour von einer einfachen Hinfahrt und macht Hettigenbeuern zu einem Abschnitt innerhalb der Runde.

Kurpark und Götzenturmfest

Im Kurpark verfügt die Minigolfanlage Hettigenbeuern über 12 Bahnen und setzt einen spielerischen Akzent. Das „Götzenturmfest“ des Musikvereins Hettigenbeuern ist ein jährlich stattfindendes Fest. Der Bezug zum Musikverein ergänzt die historischen Themen um ein Element des örtlichen Vereinslebens. Damit finden sich neben Bauwerken, Wegen und Landschaftsthemen auch eine konkrete Aktivität und ein Bezug zur örtlichen Vereinskultur.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Buchen (Odenwald).

Unterkünfte in Hettigenbeuern vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com