Lautenbach: Lautenfelsen, Dorfgeschichte und Freibad
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Foto: Gerd Eichmann via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Felsenblicke und Dorfgeschichte
Lautenbach zeigt sich mit markanten Granitbuckeln, einem weiten Blick über das untere Murgtal und einer besonderen religiösen Tradition.
Wandern zu den Lautenfelsen
Der Aufstieg zu den Lautenfelsen bietet einen freien Blick über Lautenbach und das untere Murgtal. Ein rund 3,2 km langer Rundweg führt zu den Felsen, überwindet etwa 200 Höhenmeter und erreicht dort 610 m ü. NN. Von diesem Punkt reicht der Blick weit in die Umgebung. Wer eine längere Wanderung einplanen möchte, findet mit der Etappe Gernsbach–Lautenbach eine Strecke von etwa 6,7 km. Die beiden Streckenangaben eröffnen damit unterschiedliche Planungsrahmen für eine Wanderung im Gelände: Der Rundweg bleibt eine eigene Runde, während die Etappe eine längere Verbindung beschreibt. Beim Rundweg lassen sich Weglänge und Höhenunterschied gemeinsam berücksichtigen; der weite Blick liegt am Ziel der Route. Die Angabe der Höhenmeter bezieht sich dabei auf den Rundweg.
Auch der geologische Charakter gehört zum Bild der Lautenfelsen. Die sogenannten „wollsackverwitterten“ Granitbuckel sind rund 300 Millionen Jahre alt. Wer sich für Geologie interessiert, kann die Granitbuckel als konkreten Schwerpunkt der Wanderung ansehen. Das Gebiet um den Lautenfelsen ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. So treffen bei einer Wanderung konkrete Landschaftsblicke auf eine besondere geologische Geschichte, ohne dass die Felsen nur als Aussichtspunkt betrachtet werden müssen.
Feiertag und Prozession
Am 2. Juli begeht Lautenbach jährlich einen eigenen Feiertag zu Mariä Heimsuchung. Dieser Feiertag geht auf ein Gelübde zurück. Im Zusammenhang mit Mariä Heimsuchung führt eine Prozession von der Kirche durch das gesamte Dorf bis hinauf zur Illertkapelle.
Die Geschichte der Kirche reicht ebenfalls in das 19. Jahrhundert zurück. Die heutige alte Kirche im Oberdorf wurde am 14. April 1818 eingeweiht. Zuvor war ihre Vorgängerkapelle 1815 bei einem verheerenden Brand zerstört worden. Der Brand legte den größten Teil des Dorfes in Schutt und Asche. Wer sich für Ortsgeschichte interessiert, begegnet in Lautenbach somit einem konkreten Bauwerk und einer einschneidenden historischen Zäsur.
Freibad mit Blick auf den Lautenfelsen
Das kleine Freibad von Lautenbach liegt mit Blick auf den Lautenfelsen. Zur Ausstattung gehören Liegewiesen und Sitzgelegenheiten, ein schattiger Sandkasten, Spielgeräte, eine Tischtennisplatte, Tischfußball und ein Bolzplatz. Angeschlossen ist außerdem ein Kiosk. Damit finden Sie im Ort neben den Wegen zu den Felsen auch einen Platz, an dem Bewegung, Spiel und Erholung im Freien unterschiedliche Interessen zusammenbringen.
Bei der Wahl eines Hotels oder einer anderen Unterkunft in Lautenbach können Sie diese Schwerpunkte für Ihre eigene Planung gewichten: den rund 3,2 km langen Rundweg, die Etappe Gernsbach–Lautenbach, die Granitbuckel im Naturschutzgebiet, den Feiertag mit Prozession, die alte Kirche im Oberdorf oder das Freibad. So lässt sich Ihr Aufenthalt an den konkreten Themen ausrichten, die Lautenbach auszeichnen.
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