Rastatt erleben
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Rastatt verbindet barocke Stadtgeschichte mit Museen und Wegen durch unterschiedliche Landschaften. Bei einem Aufenthalt können Sie historische Orte in der Innenstadt entdecken, den Park von Schloss Favorite erleben oder sich für eine Spazier- oder Radtour entscheiden.
Barocke Bauwerke und Geschichte der Stadt
Schloss Rastatt, das Schloss des „Türkenlouis“, ist die früheste Barockresidenz am Oberrhein. Auch die Rastatter Schlosskirche erzählt von der Zeit der Markgräfin Sibylla Augusta: Zusammen mit Schloss Favorite gilt sie als deren bedeutendstes bauliches Zeugnis. Die katholische Stadtkirche St. Alexander setzt einen weiteren Akzent. Die stadtbildprägende Barockkirche wurde 1764 eingeweiht.
Für einen Rundgang durch die Innenstadt bietet die Historische Route Orientierung: Entlang der Route lassen sich sechs der acht Museen und 23 der schönsten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten in wenigen Minuten barrierefrei zu Fuß erreichen. Auf der Historischen Route können Sie in etwa eineinhalb Stunden 24 historische Orte erleben. Das macht die Route zu einer konkreten Möglichkeit, Stadtgeschichte in Ihren Aufenthalt einzubeziehen.
Museumsbesuch mit besonderen Einblicken
Das Stadtmuseum befindet sich im sogenannten Vogelsche Haus. Das Gebäude wurde um 1705 nach Plänen von Domenico Egidio Rossi als Kavaliershaus erbaut. Heute dokumentiert das Museum die barocke Stadtgründung vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Eine Dauerausstellung widmet sich der 300-jährigen Geschichte Rastatts; jährlich wechselnde Sonderausstellungen greifen stadt- und kulturgeschichtliche Themen auf.
Ein Detail, das sich von den Stadtgeschichten abhebt, ist ein Mammutstoßzahn im Museum: Er wurde in einem Baggersee gefunden. Im Schloss Favorite wiederum zeigt eine Führung durch Schloss und Parkanlage unter anderem prachtvolle Prunkräume, das älteste deutsche Spiegelkabinett und die weltweit größte Sammlung Meißener Porzellans aus der Frühzeit der Porzellanherstellung. Für Ihre Planung können diese unterschiedlichen Schwerpunkte die Entscheidung erleichtern, ob Sie mehr Zeit für Stadtgeschichte oder für eine Schlossführung vorsehen möchten.
Wege zwischen Innenstadt und Natur
Wer die Innenstadt zu Fuß erkunden möchte, findet neben der Historischen Route den Revolutionspfad. Die etwa zwei Kilometer lange Rundtour führt durch Rastatts Innenstadt zu markanten Bauwerken und Schauplätzen der Badischen Revolution. Bodenpfeile in badischen Farben und Informationstafeln kennzeichnen den Weg. Die Spazierroute „Murgrunde“ beginnt in der Stadtmitte; über mehrere Brücken lässt sich ihre Länge individuell bestimmen.
Auch die Naturerlebnisse setzen unterschiedliche Akzente. Der zwölf Hektar große Park von Schloss Favorite im Rastatter Ortsteil Niederbühl-Förch ist ein mit exotischen Pflanzen gestalteter Landschaftsgarten. Dort bieten sich Spazieren, Joggen, Picknicken, Entspannen und Fotografieren an. In den unter Naturschutz stehenden Rastatter Rheinauen sind ebenfalls Wanderungen möglich. Der Lachserlebnispfad vermittelt die Vielfalt des Lebens über und unter Wasser und thematisiert die Rückkehr der Lachse seit 2011.
Radtouren als weiterer Schwerpunkt
Für einen Aufenthalt mit dem Fahrrad stehen verschiedene Themenrouten im Raum. Die 67 Kilometer lange Erlebnisradtour „Tour de Murg“ führt von Freudenstadt nach Rastatt. Auf der großen Auen-Radtour durchqueren die Teilnehmenden die Rastatter Auen und wechseln mit der Fähre Saletio ins Elsass. Wenn Sie diese Route einplanen, prüfen Sie vorab den Fahrplan der Fähre. Die Touren setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Die eine führt über eine längere Strecke nach Rastatt, die andere verbindet die Auenlandschaft mit einer Fährüberfahrt.
Die Routen und Sehenswürdigkeiten bieten dafür konkrete Anhaltspunkte, ohne dass alle Erlebnisse denselben Charakter haben müssen.
Weitere Reiseziele entdecken: Iffezheim, Weisenbach, Steinmauern, Gernsbach, Sinzheim, Gaggenau, Lichtenau, Durmersheim.
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