Dunningen entdecken: Kapelle und Ortsgeschichte
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In Dunningen treffen zwei unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte aufeinander: Die St. Christophorus-Kapelle ist als puristischer Ort der Besinnung gestaltet; das Museum im Rathaus macht Geschichte anhand von Personen, Themen und Exponaten greifbar. So können Sie Ihren Besuch auf Architektur und Kirchenfolge ausrichten oder verschiedene Facetten der Orts- und Wirtschaftsgeschichte erkunden.
St. Christophorus-Kapelle und Dunningens Kirchenfolge
Die St. Christophorus-Kapelle steht auf einem Höhenzug oberhalb von Dunningen. Der Rottweiler Künstler Tobias Kammerer entwarf sie nach minimalistischer Architektur. Als lichtdurchfluteter, puristischer Ort ist sie zum Verweilen und Besinnen gedacht. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier einen klaren Gegenpol zu den vielen Einzelstücken und historischen Themen im Museum.
Für die Sommerzeit werden tägliche Öffnungszeiten von 8 Uhr bis etwa 20 Uhr angegeben. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch, ob diese Zeiten aktuell gelten. Die Kirchenfolge in Dunningen reicht von einer ersten Holzkirche um 630/40 bis zur Einweihung des heutigen Gotteshauses am 7. Juli 1968. Diese Eckdaten geben der Kapelle einen historischen Rahmen, der über ihre heutige Gestaltung hinausreicht.
Zu Fuß zur Kapelle und durch die Eschach-Region
Die Kapelle ist Ziel des Hauptwegs der zweiten Etappe des Eschachwegs. Dieser führt von Dunningen über die Staudenstraße hinauf nach St. Christophorus. Wenn Sie sich für die Kapelle interessieren, bietet die beschriebene Etappe damit einen konkreten Wanderbezug zum Ort. Für die Planung ist außerdem hilfreich, die saisonalen Öffnungszeiten der Kapelle vorab zu prüfen.
Eine längere Streckenperspektive bietet der Eschach-Wanderweg: Er ist 49,9 Kilometer lang, beginnt in Aichhalden und führt über Heiligenbronn, Seedorf, Dunningen, Lackendorf, Flözlingen, Horgen und Eckhof nach Bühlingen zur Mündung. Dunningen ist dabei einer der genannten Orte entlang des Weges. Die Etappe zur Kapelle und der Verlauf des längeren Wanderwegs beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Im einen Fall steht ein benanntes Ziel im Mittelpunkt, im anderen die Streckenführung durch mehrere Orte.
Das Museum im Rathaus: Geschichte in vielen Facetten
Das Museum im Rathaus behandelt die Frühgeschichte, Dunningens Zeit unter Rottweiler Herrschaft und die neuere Wirtschaftsgeschichte. Seine Dokumentationen erinnern an Leben und Werk des Künstlers Landolin Ohnmacht (1760–1834), des Industriellen Jacob Mayer (1813–1875) und des Politikers Emil Maier (1876–1932). Die unterschiedlichen Lebensdaten und Tätigkeitsfelder eröffnen mehrere Zugänge zur Geschichte des Ortes, statt sie auf ein einziges Thema zu beschränken.
Zu den Exponaten gehören Duplikate von Grabungsfunden aus einem alamannischen Adelsfriedhof in Dunningen. Die Kennzeichnung als Duplikate ist dabei wichtig: Gezeigt werden Nachbildungen der Funde. Daneben sind Geräte zur Strohverarbeitung zu sehen. Narrenkleider und Trachten aus Dunningen, Lackendorf und Seedorf bringen weitere lokale Bezüge in die Sammlung, während frühe Holzreliefs und die Marmorbüste einer griechischen Göttin andere künstlerische Akzente setzen.
Ein einzelnes Ausstellungsstück verbindet die Technikgeschichte mit einer konkreten Jahreszahl: Eine Stahlgussglocke aus dem Jahr 1854 veranschaulicht Jacob Mayers Stahlformguss-Technik. Zusammen mit den Strohverarbeitungsgeräten macht sie den wirtschaftsgeschichtlichen Schwerpunkt anschaulich; die Holzreliefs, Büste und Kleidung erweitern den Blick um Kunst und überlieferte lokale Traditionen.
Weitere kulturelle Schwerpunkte in Rottweil
Rottweil setzt als übergeordnetes Reiseziel eigene kulturelle Akzente. Das Salinenmuseum Unteres Bohrhaus zeigt die Siedesalzgewinnung in Originalgebäuden, mit originalen Geräten, einem Wasserrad und zwei Solepumpen. Es erläutert außerdem die Geschichte und Bedeutung der ehemaligen Königlichen Saline Wilhelmshall, die als ältester Industriebetrieb Rottweils bezeichnet wird. Damit steht dort ein eigener Schwerpunkt der Industriegeschichte im Blick.
Im Dominikanermuseum führt die Abteilung „Römisches Rottweil – Arae Flaviae“ durch einen Tag im römischen Rottweil: Am 4. August 186 n. Chr. reicht der dargestellte Tagesablauf vom Forum am Morgen über öffentliche und private Termine bis zum Festmahl am Abend. Rekonstruktionen und interaktive Bereiche ergänzen die Ausstellung. Große und kleine Besucher können dort außerdem eine römische Wolltunika, ein Kettenhemd, Helm oder Schild eines römischen Soldaten sowie den Sattel eines römischen Reiters ausprobieren. Da die Verfügbarkeit dieses Mitmachangebots variieren kann, prüfen Sie es vor Ihrem Besuch.
Weitere Reiseziele entdecken: Fluorn-Winzeln, Hardt, Villingendorf, Oberndorf am Neckar, Dietingen, Schiltach, Vöhringen, Rottweil.
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