Hettingen zwischen Laucherttal und Schlossgeschichte
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Hettingen verbindet die Lage im Laucherttal mit einer Geschichte, die sich an Kirche und Schloss ablesen lässt. Mit dem Fasnachtsmuseum Narrenburg kommt ein eigener kultureller Schwerpunkt hinzu. So können Sie den Ort unter drei unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten: als Landschaftsraum, als Zeugnis mittelalterlicher und späterer Baugeschichte sowie als Ort, an dem Fastnachtsbräuche aus verschiedenen Perspektiven vermittelt werden.
File:Hettingen, Luftbild - LABW - Staatsarchiv Sigmaringen N 1-96 T 2 Nr. 5.jpg
Foto: Merkler, Erich, Grosselfingen via Source, Public domain
Lage im Laucherttal
Der Stadtteil Hettingen liegt im Laucherttal, dem „Blauen Band der Schwäbischen Alb“, unmittelbar an der Hohenzollernstraße und am Donau-Zollernalb-Weg. Damit treffen in der Ortsbeschreibung Talraum, Straße und Weg als konkrete geografische Bezugspunkte zusammen. Die Lage gibt Hettingen einen klaren Landschaftsrahmen; Kirche, Schloss und Museum setzen dazu unterschiedliche kulturelle Akzente.
Kirche und Schloss: Baugeschichte in mehreren Etappen
Die Pfarrkirche Hettingen ist ein spätgotischer Bau. Sie wurde 1401 dem heiligen St. Martin geweiht und 1503 durch eine Stiftung Hans Kaspar von Bubenhofens zur Kollegiatkirche erhoben. Die beiden Daten stehen für unterschiedliche Stationen ihrer Geschichte: auf die Weihe folgte die Erhebung zur Kollegiatkirche.
Am Schloss Hettingen ist von der mittelalterlichen Burganlage der Grafen von Gammertingen-Hettingen im Norden die hohe Schildmauer erhalten. Das Wohngebäude wurde um 1720 von Franz-Anton von Speth neu errichtet. In den Neubau bezog man einen mittelalterlichen Bergfried und ein romanisches Burgtor ein. So stehen an der Anlage erhaltene Elemente der Burgzeit neben dem späteren Wohngebäude.
Auch die Details des Schlosses zeigen verschiedene gestalterische Ebenen. Eine dreiläufige Holztreppe aus der Erbauungszeit erschließt die oberen Stockwerke; an den Pfosten befinden sich Heroldsfiguren. Stuckdecken zeigen Landschaften und allegorische Szenen in reicher ornamentaler Rahmung. Einige Decken weisen zudem Stuckarbeiten aus der Rokokozeit um 1770 auf. In der Baugeschichte begegnen damit mittelalterliche Befestigungselemente, ein Wohngebäude aus der Zeit um 1720 und spätere Rokokoarbeiten.
Fastnachtskultur in der Narrenburg
Das Fasnachtsmuseum Narrenburg setzt einen anderen kulturellen Schwerpunkt. Auf etwa 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche vermittelt es vielfältige Facetten von Fastnacht, Fasching und Karneval sowie deren Hintergründe und kulturelle Zusammenhänge. Die Präsentation erstreckt sich über zwei Etagen und nutzt moderne Präsentationsmittel. Gezeigt werden vielfältige närrische Erscheinungs- und Darstellungsformen aus europäischer Perspektive ebenso wie die regionale Fastnacht des Alb-Lauchert-Ringes. So reicht der Blick von regionalen Bräuchen bis zu einer europäischen Einordnung; im Unterschied zur Baugeschichte von Kirche und Schloss steht hier das Festphänomen im Mittelpunkt.
Ein weiterer Blick auf Sigmaringen
Im übergeordneten Reiseziel Sigmaringen entwickelte sich Schloss Sigmaringen von einer mittelalterlichen Burg zu einem fürstlichen Residenzschloss und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Eine weitere Perspektive bieten die fünf Sigmaringer Premiumwanderwege DonauFelsenLäufe. Sie führen durch das Donautal, das Schmeiental und das Tal der Lauchert.
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