Öschingen: Holzschnittkunst, Ortsgeschichte und ein Weg durch die Landschaft
Öschingen verbindet Kunst, Ortsgeschichte und Landschaft in konkreten Stationen. Holzschnittkunst im alten Öschinger Rathaus, Spuren von Burg und Mühle, Kleindenkmale und ein Weg durch Wald und Bachlandschaft geben dem Ort unterschiedliche Themen. Die Verbindung reicht vom historischen Gebäude bis zum Weg am Öschenbach.
Holzschnittkunst im alten Rathaus
Im alten Öschinger Rathaus von 1700 ist das Holzschnitt-Museum Klaus Herzer eingerichtet. Es umfasst rund 1.800 Blätter im Holz- und Metalldruckverfahren. Dazu kommen Druckstöcke, Holzplastiken und Monotypien sowie die große Grieshaber-Druckpresse und eine weitere Andruckpresse. Der historische Rathausbau bildet den Rahmen für diesen Museumsbestand; die Drucktechnik bleibt dabei nicht auf fertige Blätter beschränkt. Für Kulturinteressierte umfasst der Schwerpunkt daher die gedruckten Blätter ebenso wie Geräte und weitere Objekte der Drucktechnik. Die Sammlung lässt sich deshalb unter den Gesichtspunkten von Materialien und technischer Ausstattung betrachten. Der Museumsbestand umfasst Blätter, plastische Objekte und große Druckpressen.
Ortsgeschichte zwischen Burgstelle und Mahlmühle
Historische Spuren zeigen sich in Öschingen auf unterschiedliche Weise. Die abgegangene Burgstelle im Schenkenbaumgarten ist durch einen Burghügel sowie Wälle und Gräben gekennzeichnet. Bei der früheren Öschinger Mahlmühle am Öschenbach markiert das Frühjahr 1764 einen konkreten Moment. Ihr Bau wurde durch einen Vergleich zwischen der Gemeinde Öschingen und den Gönninger Müllern ermöglicht. Ein Flurname aus dem Jahr 1522 lässt darauf schließen, dass in Halden an den Südhängen des Firstbergs Weinbau betrieben wurde. Der vermutete Weinbau ist dabei auf Halden an den Südhängen des Firstbergs begrenzt. Am Öschenbach lässt sich der Mühlenstandort zugleich mit dem Verlauf des Weges verbinden.
Kleindenkmale und die Burg First
Zu den Kleindenkmalen von Öschingen zählen das Hauhäusle und das Unternhardthäusle. Die Burg First auf dem Firstberg steht im Zusammenhang mit den niederadeligen Herren von First. In Urkunden erscheinen 1288 Kraft von Firste und 1300 Marquart von Firste erstmals. Der Firstberg ist dabei sowohl mit der Burg First als auch mit den Halden an seinen Südhängen verbunden.
Ein Weg durch Wald und Bachlandschaft
Auch die Landschaft erhält durch einen klaren Wegverlauf ein eigenes Profil. Vom Wanderheim Roßberghaus führt ein Weg durch eine Waldschlucht westlich des Langenbergs hinab zum Sträßchen am Öschenbach. Anschließend geht es über eine wenig befahrene Fahrstraße hinauf zum Filsenberg. Für die Orientierung liegt der Öschenbach zwischen dem Abstieg durch die Waldschlucht und dem Anstieg über die Fahrstraße. Der Filsenberg bildet den Zielpunkt des Wegverlaufs. Wer den Verlauf in dieser Richtung plant, beginnt mit dem Hinabgehen durch die Waldschlucht, erreicht den Öschenbach und setzt den Weg anschließend bergauf über die Fahrstraße fort.
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