Schura entdecken: Landschaft, Geschichte und Radweg

File:Schura-6547.jpg File:Schura-6547.jpg Foto: DKrieger via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Schura liegt im oberen Schönbach-Tal, dessen Gelände von flachen Hängen geprägt ist. Durch die Gemarkung Schura fließt der Schönbach, den die Einheimischen auch Elta nennen. Die flachen Hänge und der Wasserlauf bestimmen den landschaftlichen Rahmen des Ortes.

Schönbach-Tal und römische Wege

Eine römische Straße führte von Trossingen als „grüner Weg“ und „Kirchenweg“ durch den östlichen Teil von Schura. Ihr Verlauf ging über den Römlinsbühl in Richtung Lupfen. Beide Bezeichnungen gehören zu derselben römischen Straße. Der historische Verlauf verbindet Schura damit mit Trossingen, dem Römlinsbühl und Lupfen. Die Ortsgeschichte erhält dadurch neben der Tal- und Landschaftslage einen klaren Bezug zu einem historischen Weg.

Radweg zwischen Donau und Neckar

Der Donau-Neckar-Radweg ist eine Verbindungsstrecke zwischen zwei Radfernwegen von der Donau zum Neckar und weist nur kleinere Anstiege auf. Bei der Planung einer Radtour können Radreisende die gewünschte Tagesetappe mit den kleineren Anstiegen und den vorgesehenen Pausen abstimmen. Die Verbindung von Donau und Neckar gibt der Strecke einen festen geografischen Rahmen, an dem sich die Einteilung einzelner Abschnitte orientieren kann. Wer eine Etappe festlegt, kann dabei die eigene Fahrstrecke, den Pausenrhythmus und das Anstiegsprofil gemeinsam berücksichtigen. Die Strecke lässt sich somit sowohl über ihre beiden Flussziele als auch über die kleineren Anstiege in die Tagesplanung einbeziehen. Die Wahl von Tagesstrecke und Pausen kann so an den konkreten Angaben zu Donau, Neckar und den kleineren Anstiegen ausgerichtet werden.

Kirche und frühe Ortsgeschichte

Die Schuraer Kirche wurde 1737 in gut einem halben Jahr erbaut. Bereits 1570 bestand in Schura eine dem heiligen Andreas geweihte Kapelle. Die Evangelische Kirchengemeinde Trossingen lädt zu Gottesdiensten in der Kirche Schura ein.

Harmonikamuseum in Trossingen

Im Deutschen Harmonikamuseum in Trossingen werden über 25.000 Harmonika-Instrumente auf mehr als 800 Quadratmetern barrierefrei präsentiert. Neben den Instrumenten gehören Werbekataloge und weitere Dokumente zur Präsentation. Zu den Exponaten zählen zahlreiche Mundharmonika-Raritäten sowie das größte spielbare Knopfakkordeon der Welt. Ein weiteres Exponat ist der Musikautomat „Hohner Magic – Organa“ mit Akkordeon und Schlagzeug aus dem Jahr 1931. Für Kulturinteressierte lassen sich dort mehrere konkrete Schwerpunkte setzen: die große Instrumentenzahl, die Mundharmonika-Raritäten, das spielbare Knopfakkordeon und der historische Musikautomat. Die barrierefreie Präsentation bringt damit die große Sammlung, Kataloge und Dokumente mit markanten Einzelstücken zusammen. Das spielbare Knopfakkordeon und der Musikautomat mit Akkordeon und Schlagzeug setzen jeweils einen eigenen Schwerpunkt innerhalb der Präsentation.

Gemeinschaft und Dorffest

In Schura findet alle zwei Jahre das Dorffest statt. Die Ortschaft wurde 1971 in die Stadt Trossingen eingemeindet und hat ihre Identität bewahrt. An dieser örtlichen Entwicklung wirken die bürgerliche Gemeinde, die Kirchengemeinde und die Vereine aktiv und harmonisch mit. Der zweijährige Turnus des Dorffests bildet dabei einen festen zeitlichen Rahmen innerhalb des Schuraer Gemeinschaftslebens. Die Beteiligung von Gemeinde, Kirchengemeinde und Vereinen gibt dem Fest einen klaren örtlichen Rahmen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trossingen.

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