Tuttlingen entdecken: Kunst, Architektur und Donauversickerung
Unterkünfte in Unterkünfte in Tuttlingen
Tuttlingen lässt sich über mehrere konkrete Themen entdecken: zeitgenössische Kunst, ein markantes Detail der Evangelischen Stadtkirche, das TuWass und Führungen zur Donauversickerung im Stadtteil Möhringen. Wer die Stadt in den Mittelpunkt stellt, findet damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Kultur und Erlebnisse. Im Landkreis Tuttlingen kommen eigene Landschafts- und Kulturthemen hinzu.
Foto: Dagobert Wiedamann
Kunst und Architektur in Tuttlingen
Die Galerie der Stadt Tuttlingen versteht sich als Ort für Künstler aus der Region und zugleich als Schaufenster für allgemeine Strömungen der zeitgenössischen Kunst. Diese doppelte Ausrichtung verbindet einen regionalen Blick mit einer breiteren Perspektive auf Gegenwartskunst. Wenn Sie sich für beides interessieren, bietet die Galerie einen klaren kulturellen Schwerpunkt: Kunst aus der Region steht neben dem Anspruch, zeitgenössische Strömungen sichtbar zu machen.
Ein konkretes architektonisches Detail prägt die Evangelische Stadtkirche Tuttlingen: Sie hat zwölf Türen, deren Gestaltung vom Tempel in Jerusalem inspiriert ist. Die Zahl und der Bezug geben der Kirche ein genau benennbares Motiv. Für einen Stadtrundgang mit Interesse an Architektur ist das ein anderer Zugang als der Blick auf wechselnde Kunstströmungen – hier lenkt ein einzelnes Gestaltungselement die Aufmerksamkeit.
Wassererlebnis und saisonale Führungen
Im Aktionsbereich des TuWass befindet sich die 86 Meter lange Röhrenrutsche „Black Hole“ mit audiovisuellen Effekten. Länge, Röhrenform und Effekte beschreiben das Erlebnis sehr konkret. Wer nach einem wasserbezogenen Programmpunkt in Tuttlingen sucht, kann diesen Hinweis als eigenen Schwerpunkt neben den kulturellen Themen einordnen.
Für die Donauversickerung im Tuttlinger Stadtteil Möhringen werden von Mai bis Oktober Führungen angeboten. Damit ist der Zeitraum für die Planung relevant; prüfen Sie vor der Reise das aktuelle Führungsangebot. Die saisonalen Besuche ergänzen die in der Stadt gelegenen Kultur- und Wasserangebote um ein Naturthema in einem benannten Stadtteil.
Der Landkreis Tuttlingen: Landschaft und Kultur
Wer über die Stadt hinausblickt, findet im Landkreis Tuttlingen eine eigene geografische Ebene. Der Landkreis umfasst 734,4 Quadratkilometer und reicht über die südwestlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb, Teile der Baar und das Tal der Jungen Donau. Im nördlichen Teil liegen Wacholderheiden und die Region der „10-Tausender“: Sie umfasst zehn Berge mit mehr als 1.000 Metern Höhe. Diese Landschaftsangaben beschreiben den Landkreis, nicht einzelne Orte in Tuttlingen.
Zu den landschaftlichen Höhepunkten des Landkreises zählen das Donaudurchbruchstal und der Vulkankrater Höwenegg. Im Donautal ragen außerdem weiße Kalkfelsen empor. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich damit unterschiedliche Naturthemen: markante Felslandschaften, ein Durchbruchstal und ein vulkanischer Krater. Sie lassen sich als regionale Interessen einordnen, ohne sie mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt gleichzusetzen.
Auch Kulturgeschichte ist im Landkreis vertreten. Das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck zeigt 25 historische Gebäude. Sie wurden an ihren ursprünglichen Standorten abgebaut, an den Museumsort versetzt und in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Im Museum Oberes Donautal im Ifflinger Schloss stehen wechselnde Sonderausstellungen neben Dauerausstellungen zur Stadt- und Herrschaftsgeschichte, Archäologie, Fasnacht und jüngeren Geschichte. Die beiden Angebote setzen unterschiedliche Akzente: hier historische Gebäude an einem neuen Ort, dort mehrere Themenfelder in wechselnden und dauerhaften Ausstellungen.
Wege und Aktivitäten mit unterschiedlichen Bedingungen
Für Wandernde verläuft der Premiumwanderweg „Donauversinkung“ zwischen Tuttlingen-Möhringen und Immendingen. Der letzte Abschnitt des Albsteigs führt über den Rußberg, den Bettelmannskeller und die Nonnehöhle bei Wurmlingen direkt nach Tuttlingen. Die Beschreibungen unterscheiden sich vor allem durch ihre genannten Streckenbezüge und Ziele; prüfen Sie die aktuellen Wegbedingungen vor der Tour.
In Tuttlingen-Nendingen liegt die zwei Kilometer lange „Rock- & Roll-Tour“, eine Spazier- und Wanderstrecke, die als weitgehend barrierefrei und vollständig rollstuhltauglich beschrieben wird. Am Rabenfels im Bäratal sind die Kletterbereiche zwischen den Routen „Mister Wendl“ und „Gebrüderweg“ vom 1. August bis zum 31. Dezember freigegeben. Prüfen Sie vor dem Klettern die aktuellen Regelungen. Die unterschiedlichen Angaben – Weglänge und Zugänglichkeit auf der einen, ein ausgewiesener Freigabezeitraum auf der anderen Seite – helfen, Aktivitäten nach dem eigenen Interesse und dem passenden Zeitraum zu ordnen.
Für die Hotelsuche in Tuttlingen ist zunächst die Unterscheidung zwischen den Angeboten in der Stadt und den Landschafts- und Kulturthemen im Landkreis hilfreich. So können Sie Ihren Schwerpunkt festlegen, bevor Sie die Unterkunftssuche weiter eingrenzen. Weitere Ortsseiten: Möhringen, Nendingen.
Weitere Reiseziele entdecken: Reichenbach am Heuberg, Bärenthal, Bubsheim, Kolbingen, Spaichingen, Fridingen an der Donau.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tuttlingen.