Altenburg: Keltische Geschichte, Wege und Brücken

Altenburg zwischen keltischer Geschichte und Wegen am Rhein

Altenburg macht mehrere historische Ebenen sichtbar: keltische Siedlungsgeschichte, Wege und markante Bauwerke. Am südöstlichen Dorfrand liegt die Schanz, ein etwa 800 m langer Schutzwall. Als Hauptwall grenzt sie das spätkeltische Oppidum Altenburg-Rheinau auf der 233 Hektar großen, vom Rhein umflossenen Halbinsel Schwaben gegen das Hinterland ab. Das Oppidum gehörte im 1. Jahrhundert v. Chr. zu den bedeutendsten spätkeltischen Großsiedlungen nördlich der Alpen. Archäologische Funde weisen in der Siedlung auf Handel, Metallverarbeitung und Münzprägung hin. Für Kulturinteressierte liegt hier ein einzelner Ort vor, an dem sich Wall, Siedlungsfläche und archäologische Hinweise gemeinsam betrachten lassen. Die Funde gehören zur Siedlungsgeschichte des Oppidums Altenburg-Rheinau.

Kulturweg durch Altenburg

Der Altenburger Kulturweg führt durch wichtige Gebäude und Plätze in Altenburg. Als Wanderweg verbindet er Stationen im Ortsgebiet mit historischen Bauwerken und Plätzen, ohne sich auf eine einzelne Epoche zu beschränken. Er umfasst 18 aufgeführte Stationen, darunter die Schanz, St. Jakobus, die Rheinauer Brücke und die Römerbrücke. Die Stationen eröffnen damit mehrere konkrete Anlaufpunkte für einen historischen Rundgang durch Altenburg.

Römerbrücke und Fußweg

Die als Römerbrücke bekannte Volkenbachbrücke wurde 1696 errichtet. 1770 wurde ihre Nutzung verboten, nachdem sich ihre Fundamente als schadhaft erwiesen hatten. Die Ruine wurde durch Erhaltungsreparaturen in den Jahren 1892, 1937/38 und 1966 stark verändert. Wer Baugeschichte anhand konkreter Veränderungen nachvollziehen möchte, findet an der Ruine eine zeitliche Folge von Errichtung, Nutzungsverbot und späteren Reparaturen.

Der Wanderweg bei der Römerbrücke ist nach wie vor eine wichtige Fußwanderverbindung. Wer Altenburg zu Fuß erkunden möchte, kann die Römerbrücke über diesen Wanderweg als historischen Bezugspunkt in seine Route einbeziehen. Die Römerbrücke ist dadurch als Ruine und zugleich als Teil einer weiterhin wichtigen Fußwanderverbindung in Altenburg eingebunden.

Keltenrundweg über die Grenze

Der Keltenrundweg ist 8,8 km lang und in etwa zweieinhalb Stunden zu Fuß zu bewältigen. Er beginnt am Dorfplatz in Altenburg, überquert am Stauwehr des Kraftwerks Rheinau die Staatsgrenze und führt über die Rheinauer Zollbrücke nach Altenburg zurück. Die Länge und die ungefähre Gehzeit geben Ihnen eine konkrete Größenordnung für die Tagesplanung; zugleich verbindet der Rundweg Start, Grenzübertritt und Rückkehr in einer festgelegten Abfolge.

Rheinauer Brücke

Die Rheinauer Brücke ist eine gedeckte Holzbrücke zwischen Altenburg und Rheinau. Nach mehrmonatigen Renovierungsarbeiten wurde sie 1988 feierlich wiedereröffnet. Die gedeckte Holzbauweise ist ein eigenständiges bauliches Merkmal dieses Übergangs.

St. Jakobus

Auch St. Jakobus trägt zur historischen Prägung Altenburgs bei. Den Grundstein zur heutigen Kirche legte 1711 Abt Gerold II. von Zurlauben. 1961 wurde St. Jakobus erneut renoviert und erhielt dabei ihre heutige Gestalt. Für Kulturinteressierte ergänzt St. Jakobus die archäologischen und brückenbezogenen Themen um einen kirchlichen Bau.

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