Lembach: Geschichte, Rohrbachtal und Wutachschlucht
Lembach ist ein Ort, an dem archäologische Zeugnisse, Sakralgeschichte, ein geologisch geprägtes Tal und eine Wanderung durch die Wutachschlucht zu unterschiedlichen Reiseideen zusammenfinden. Im Ort befindet sich ein Gräberfeld aus der Hallstattzeit, das auf die Zeit von 700 bis 400 v. Chr. datiert wird. Wer sich für frühe Siedlungsspuren interessiert, findet hier ein konkretes Zeugnis aus einer weit zurückreichenden Ortsgeschichte. Die Datierung von 700 bis 400 v. verankert das Gräberfeld in einer vorchristlichen Epoche und setzt einen Bezugspunkt für Lembachs Ortsgeschichte.
Geschichte in mehreren Zeitschichten
Auch die Pfarrkirche St. Peter und Paul gehört zu den markanten historischen Themen in Lembach. Sie wurde 1830 erbaut und 1898 erweitert. Für die Jahre 1360/70 ist außerdem eine Kirche in Lembach bezeugt. Merowingerzeitliche Gräber weisen Lembach der ältesten Besiedlungsschicht zu. Mit Lembach ist zudem ein prähistorischer Ringwall verbunden. Die Kirche von 1830 und der Beleg aus 1360/70 markieren zwei historische Phasen in Lembach.
Rohrbachtal und Kalktuff
Die Landschaft um Lembach lässt sich besonders am schmalen Rohrbachtal betrachten. Auf dem Gemeindegebiet von Wutach, Ortsteil Lembach, liegen dort zwei kleine Kalktuffsteinbrüche. Im Steinbruch Wutach-Lembach (RG 8216-1) wird nach dem Stand von 2021 ein Kalktuffvorkommen mit einer Mächtigkeit bis zu 10 m genutzt. Das macht den Talraum auch für Reisende interessant, die geologische Besonderheiten nicht nur als Hintergrund, sondern als eigenen Teil ihrer Ausflugsplanung wahrnehmen.
Zum geologischen Zusammenhang im Gebiet Wutach–Lembach gehört das Rohrbachtal ebenfalls. Während des Holozäns bildete Karstwasser dort Sinterterrassen.
Wanderung und Weitblick
Eine Tour durch die Wutachschlucht umfasst eine Busfahrt bis zur Schattenmühle und anschließend einen Fußweg durch die Schlucht zurück. Die Anfahrt bis zur Schattenmühle und der Rückweg zu Fuß verbinden dabei zwei unterschiedliche Fortbewegungsarten. Die Wanderung ist etwa 12 km lang und dauert ungefähr 5 Stunden. Bei der Haltestelle Lothenbach kann sie um eine 1,2 km lange Wanderung durch die Lothenbachklamm verlängert werden. Die Hauptstrecke bleibt dabei räumlich mit 12 km klar von der Verlängerung der Lothenbachklamm getrennt.
In der Umgebung von Lembach liegt außerdem das Bildhaus auf der Anhöhe zwischen Lembach und Ewattingen. Das Gebäude an einem alten Pilgerweg war einst ein Schutz- oder Betraum und dient heute als beliebter Aussichtspunkt. Von dort reicht der Rundumblick bis zu den Schweizer Alpen und weit in die Baar.
Wer ein Hotel in Lembach in Betracht zieht, kann die eigene Reiseidee an diesen unterschiedlichen Schwerpunkten ausrichten: an den frühen Siedlungsspuren und der Kirche, an den geologischen Formen des Rohrbachtals, an der Wanderung durch die Wutachschlucht oder am Weitblick vom Bildhaus.
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