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Memmingen entdecken: Altstadt, Museen und Wege

Unterkünfte in Unterkünfte in Memmingen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Memmingen verbindet eine geschichtsträchtige Altstadt mit Museen und Wegen für eigene Entdeckungen. Farbige Fassaden, prachtvolle Gebäude, ehemalige Handwerkerquartiere und erhaltene oder restaurierte Tore, Türme und Mauern prägen das Stadtbild. Für die Wahl Ihrer Unterkunft bietet die Stadtmitte eine klare Orientierung: Der Bahnhof liegt zentral und ist vom Marktplatz aus in zehn Gehminuten erreichbar.

Central bus station at Memmingen railway station Central bus station at Memmingen railway station Foto: Renardo la vulpo via Wikimedia Commons, CC0

Altstadtgeschichte zwischen Mauer und Fachwerk

Die kilometerlange, gut erhaltene Stadtmauer umgibt die Memminger Altstadt. Zu ihrer früheren Gestalt gehörten sieben Tore und 26 Türme; heute gilt sie als größtes Denkmal der Stadt. Entlang des Grünen Wegs erleben Sie die Mauer aus einer anderen Perspektive: Der Weg führt an ihr entlang durch verschiedene Parks und Grünanlagen. Er ist gut ausgeschildert und vermittelt Informationen zu den erhaltenen Toren und Türmen. Abseits der Fußgängerzone eignet er sich auch für Familien mit Kindern und Bollerwagen.

Ein besonderes Stück Baugeschichte ist das Siebendächerhaus. Es war ursprünglich ein zweckdienlicher Bau der Gerber, die Leder und Felle auf dem Dachboden trockneten. Das Fachwerk stammt von 1601. Im Jahr 1945 wurde das Gebäude schwer beschädigt und anschließend wiederaufgebaut; heute gilt es als eines der Wahrzeichen der Stadt. Auch das Rathaus erzählt von unterschiedlichen Bauzeiten: Der spätmittelalterliche Bau stammt von 1488, seine Südfassade wurde 1765 im Rokokostil gestaltet.

Die Kramerzunft ist seit 1478 ein Zunfthaus der Kramer. Eine besondere historische Bedeutung erhielt es 1525: Dort versammelten sich oberschwäbische Bauern, und die Zwölf Artikel wurden niedergeschrieben. Solche Orte machen Memmingens Geschichte nicht nur über einzelne Gebäude, sondern auch über die Ereignisse greifbar, die mit ihnen verbunden sind.

Museen und Kunst im Stadtraum

Die Memminger Museen liegen zentral in der Altstadt; ihre Gebäude und Sammlungen passen auf sinnfällige Weise zusammen. Im Schaubereich „Leben in der Reichsstadt Memmingen“ im Stadtmuseum begegnen Sie der Stadtgeschichte auf erlebnishafte Weise. Das Museum ist im Hermansbau untergebracht, einem 1766 von Freiherr Benedikt von Herman als Stadtpalais erbauten Gebäude. Dort befindet sich auch das Heimatmuseum Freudenthal/Altvater; der Eintritt ist frei.

Das Antonierhaus liegt in der ehemaligen Spitalanlage des Antoniterordens aus dem 15. Jahrhundert und beherbergt die Stadtbibliothek sowie zwei Museen. Einen anderen Schwerpunkt setzt die MEWO Kunsthalle: Seit 2005 bietet sie ein Programm zur zeitgenössischen Kunst mit bis zu zehn Ausstellungen pro Jahr. Da sich Ausstellungsprogramme ändern können, lohnt sich vor dem Besuch ein Blick auf die aktuelle Auswahl.

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Zu Fuß unterwegs oder mit dem Rad

Für einen Rundgang durch die Altstadt können Sie den Roten Weg mit der kostenlosen Lauschtour-App als persönlichen Audioguide erkunden. Die App führt entlang des Weges zu bedeutenden Sehenswürdigkeiten und enthält Informationen und Anekdoten der Stadtführerinnen. Prüfen Sie vor Ihrer Reise, ob die App verfügbar ist. Thematische Stadtführungen setzen unterschiedliche Akzente: Es gibt gruselige, kulinarische, historische und kinderbezogene Formate, teils auch von der Stadtmauer aus; die Termine einzelner Führungen variieren.

Bei den Turmführungen von St. Martin empfängt ein Turmführer die Gäste am Turmaufgang in der Zangmeisterstraße und vermittelt beim Aufstieg Wissenswertes zur Geschichte des Turms. Bei schönem Wetter reicht der Ausblick bis zu den Alpen. Für den Zeitraum von Mai bis Ende Oktober sind täglich um 15 Uhr Führungen vorgesehen. Bestätigen Sie den Termin vor Ihrem Besuch, da es sich um eine saisonale Angabe handelt.

Auch mit dem Fahrrad gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Tour „Landkultur und Flussgenuss“ startet und endet am Marktplatz, ist 31,7 Kilometer lang und dauert etwa zwei Stunden. Sie verläuft überwiegend auf gut befestigten Forst- und Wirtschaftswegen, eignet sich für Tourenrad, Trekkingrad und E-Bike und ist als leicht eingestuft. Darüber hinaus stellt das Tourismusportal fünf individuelle Radtouren mit unterschiedlichen Längen, Tourencharakteren und Schwierigkeitsstufen vor. So können Sie die Tourenwahl an der gewünschten Dauer und dem passenden Anspruch ausrichten.

Weitere Reiseziele entdecken: Bad Grönenbach, Winterrieden, Boos, Ottobeuren, Westerheim, Woringen, Ettringen, Stetten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Unterallgäu.

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