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Heising entdecken: Wanderwege, Käsekultur und Geschichte

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Heising verbindet abwechslungsreiche Wanderwege mit einer ungewöhnlich dichten Ortsgeschichte. Der Laubener Geschichtswanderweg führt über 39 Stationen unter anderem zum Alten Bahnhof Heising, zur Käsküche Heising, zur Wendelin-Kapelle, zur Käserei Champignon und zum ehemaligen Neuen Bahnhof Heising. So liegen Naturerlebnis, regionale Käsekultur und historische Gebäude in einem gemeinsamen Erzählbogen.

File:Lauben Heising - panoramio.jpg File:Lauben Heising - panoramio.jpg Foto: Richard Mayer via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Wandern zwischen Waldwegen und Ortsgeschichte

Wer Heising zu Fuß erkunden möchte, findet mit dem Laubener Geschichtswanderweg einen Weg, der historische Stationen miteinander verbindet. Eine weitere Möglichkeit bietet der Wanderweg L2: Er führt über schattige Waldwege in den Ortsteil Heising und verlässt Heising über Finken in östlicher Richtung weiter nach Haldenwang. Beide Wege setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Während der Geschichtswanderweg den Blick auf Gebäude und frühere Nutzungen lenkt, steht beim L2 die Verbindung von Waldwegen, Ortsteilen und der weiteren Landschaft im Vordergrund.

Käse als prägendes Thema

Die Käserei Champignon wurde 1908 in Heising von Julius Hirschle und Leopold Immler gegründet. Zu ihrer Geschichte gehört ein Camembert, der aus täglich 500 Litern Milch entstand und besonderen Geschmack hatte. Wegen seines ausgeprägten Dufts nach frischen Pilzen trug er den Namen „Champignon Camembert“. Auch der Neue Bahnhof Heising war eng mit dem Käsetransport verbunden: Dort wurden täglich bis zu eineinhalb Tonnen Käse als Eilgut verladen und in Kühlwagen weitertransportiert.

Ein weiterer Bezug zur Käsegeschichte ist das Gebäude in der Dorfstraße 14. Es war von 1906 bis 1926 die Käsküche der Genossenschaftskäserei Heising. Am Standort Lauben von Champignon-Hofmeister gibt es außerdem einen Käseladen als Werksverkauf. Er ist montags bis freitags von 7:30 bis 15:00 Uhr geöffnet.

Kapelle, Bahnhöfe und besondere Gebäude

Die Kapelle St. Wendelin wurde von der bäuerlichen Bevölkerung in Eigenleistung eines Kirchenbauvereins errichtet und dem heiligen Wendelin, dem Schutzpatron der Bauern, geweiht. Sie gilt als das einzige Gotteshaus im süddeutschen Raum, das sich im Privatbesitz eines Vereins befindet. In der Kapelle finden regelmäßig katholische und evangelische Gottesdienste statt.

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Der Alte Bahnhof Heising wurde 1862/63 zusammen mit der Bahnlinie Memmingen–Kempten erbaut und 40 Jahre lang als Bahnhaltepunkt mit Personenbeförderung genutzt. Der Neue Bahnhof Heising wurde 1902 eingeweiht, war bis 1979 in Betrieb und erhielt wegen seiner Nachbarschaft zur Käserei Champignon bald den Beinamen „Käsebahnhof“. Unmittelbar nach dem Bau des neuen Bahnhofs entstand 1902 das Gasthaus „Zu den sieben Schwaben“.

Auch die Villa Hirschle / Immler erzählt von der wechselvollen Vergangenheit des Ortes. Sie wurde erstmals 1712 erwähnt, brannte 1904 ab und wurde anschließend wieder aufgebaut. 1958 eröffnete der Eigentümer Mathis im Allgäu den ersten Lebensmittel-SB-Laden.

Heising für Ihre Reiseplanung

Ein Hotel in Heising bietet Ihnen die Möglichkeit, die Themen des Ortes gezielt in Ihre Reiseplanung einzubeziehen: Sie können Wanderwege mit historischen Stationen verbinden, sich mit der Käsekultur beschäftigen und die Kapelle St. Wendelin sowie die früheren Bahnhöfe näher betrachten. Die Vielfalt der Stationen macht Heising besonders interessant für Reisende, die Bewegung im Freien mit regionaler Geschichte und kulinarischen Traditionen verbinden möchten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lauben.

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