Wehringen: Flusslandschaft und Dorfgeschichte
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Wehringen verbindet die Lage an der Singold mit historischen Kirchen, grünen Treffpunkten und Spuren früherer Nutzung der Landschaft. Der Ort liegt nahe der Wertach am Rand des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder. Wenn Sie für Ihre Reise Flusslandschaft und Ortsgeschichte gleichermaßen interessant finden, gibt es hier unterschiedliche Themen zu entdecken.
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Foto: Flodur63 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Flusslandschaft und Wege
Zwei abgeflachte Uferbereiche an der Wertach laden zum Verweilen ein und bilden zugleich ökologisch wertvolle Flachwasserbereiche. An der Singold führt ein Spazierweg durch Felder und Wiesen; dort ermöglicht die „Bildungsbrücke“ ein Naturerlebnis am Bach. Beide Beschreibungen geben unterschiedliche Einblicke in Wehringens Flusslandschaft.
Im Westen Wehringens, am Rand der westlichen Wälder, befinden sich die Wassertretanlage und direkt daneben der Barfußpfad. Der Zugang zum Areal an der Herbrecht führt über einen geteerten Feldweg und ist nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad möglich. Prüfen Sie diese Zugangsregelung vor Ihrem Besuch.
Grüner Treffpunkt im Ortszentrum
Der Generationenpark Pfarrgarten ist eine knapp 3.000 Quadratmeter große Grünfläche im Ortszentrum, direkt an der Singold. Sitzgelegenheiten und Outdoor-Fitnessgeräte ergänzen die Möglichkeiten für Boule, Schach und Tischtennis. Im Kräutergarten dürfen Sie sich bedienen. So bietet der Park mehrere konkrete Anlässe für eine Pause oder eine Aktivität im Ort, ohne dass dafür ein bestimmtes Programm nötig ist.
Kirchen und Spuren der Ortsgeschichte
Zur Pfarrkirche St. Georg gehört die Mauer des ehemaligen befestigten Friedhofs. Sie weist Schießscharten, Strebepfeiler und zwei Tore auf; die Figurennische stammt aus dem 16. Jahrhundert. Auch die Kirche selbst vereint verschiedene Bau- und Gestaltungszeiten: Der Chorraum entstand in gotischer Zeit im 14. oder 15. Jahrhundert. Zwischen 1741 und 1747 wurde der Innenraum mit Deckenfresken, Stuck und einem Hochaltar neu gestaltet.
Zwei weitere Kapellen setzen eigene architektonische Akzente. Die katholische Heilig-Kreuz-Kapelle ist ein Rechteckbau mit dreiseitigem Schluss und Dachreiter mit Zwiebelhaube. Sie entstand um 1700 und wurde 1751 vergrößert. Die katholische Gruftkapelle St. Antonius ist dagegen ein Rundbau mit Kuppeldach im Nach-Jugendstil; Heinrich Düll und Georg Petzold schufen sie 1918/20.
Am Wehringer Hochwald befinden sich etwa 85 Pingen eines früh- bis hochmittelalterlichen Erzabbaugebiets. Die Pingen verweisen auf die lange Nutzungsgeschichte des Ortsumfelds und bilden einen anderen Zugang zur Vergangenheit als die Kirchenbauten.
Auch eine frühere Badegeschichte gehört zu Wehringens historischen Themen: Das Leitenbad bestand etwa von 1490 bis ins 17. Jahrhundert und galt in der Bäderliteratur des 16. und 17. Jahrhunderts als bedeutendes Heilbad. Sein Niedergang wird im 17. Jahrhundert angenommen. Es handelt sich dabei um eine historische Station, nicht um ein heutiges Badeangebot.
Tradition und wiederkehrendes Dorffest
Die Wehringer Wallfahrt zum Heiligen Berg nach Andechs geht auf ein Pestgelübde von 1717 zurück. Das Historische Wehringer Dorffest wurde anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Gemeinde 1990 erstmals veranstaltet und findet alle fünf Jahre statt. Zum Fest gehören handwerklich-künstlerische Darbietungen und zahlreiche Stände mit kulinarischen Angeboten. Die einzelnen Termine und Programmpunkte können variieren; prüfen Sie daher vor Ihrer Reise, wann das Fest stattfindet und was vorgesehen ist.
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