Chammünster: Lamberg, Wallfahrt und Kirchenensemble

File:Cham, CHA - Chammünster - Pfarrer-Biendl-Str Nr 1 v S.jpg File:Cham, CHA - Chammünster - Pfarrer-Biendl-Str Nr 1 v S.jpg Foto: Flodur63 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Chammünster verbindet den Lamberg mit Wallfahrtsgeschichte und einem Kirchenensemble, in dem Bauwerke und sakrale Kunst aus verschiedenen Zeiten zusammenstehen. Am Berg führen der Ch03 (Lambergweg) und der Friedrich-Nietzsche-Weg zu Landschaftsblicken und historischen Themen; im Ort konzentrieren sich Pfarrkirche, Kapelle und Karner. Wer Lamberg und Kirchenensemble gemeinsam betrachtet, wechselt zwischen Wegstationen am Berg und sakralen Bauwerken in Chammünster.

Lambergweg: Naturdenkmal, Aussicht und Wallanlagen

Der Ch03 (Lambergweg) führt am Naturdenkmal „Kapellenlinde“ vorbei und bietet einen Ausblick über Chammünster und das Regental. Die Strecke führt bis zum Berggipfel mit der Wallfahrtskirche Hl. Walburga. Außerdem liegen an ihr frühgeschichtliche Wallanlagen, die Zeugnisse ehemaliger Besiedelung darstellen. Die Wallanlagen liegen auf derselben Wegführung wie die Kapellenlinde und die Gipfelkirche. Für Kulturinteressierte treffen hier Naturdenkmal, Landschaftsblick und historische Spuren auf die Wallfahrt. Am Lamberg treffen dabei Landschaftsblick und Wallfahrtsgeschichte unmittelbar zusammen.

Friedrich-Nietzsche-Weg als Rundwanderung

Der Friedrich-Nietzsche-Weg ist eine Rundwanderung über Lamberg und Chammünster. An allen markanten Punkten gibt es Erläuterungen zu geschichtlichen Hintergründen, Sagen, Mythen und dem Reisebericht Rohdes. Zusätzlich bietet der Weg einen Ausblick über den gesamten Bayerischen Wald. Seine Rundform verbindet den Berg und den Ort, während die Erläuterungen den Weg mit historischen und erzählerischen Themen begleiten. Der Blick über den gesamten Bayerischen Wald setzt dabei einen weiteren räumlichen Maßstab als der Ausblick über Chammünster und das Regental. Damit steht der lokale Blick des Ch03 neben dem Panorama des Friedrich-Nietzsche-Wegs.

Das Kirchenensemble in Chammünster

Das Kirchenensemble in Chammünster umfasst die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die St.-Anna-Kapelle vom Ende des 14. Jahrhunderts, das Beinhaus (Karner) sowie weitere sakrale Zeugnisse. Die St.-Anna-Kapelle wird als Museum für sakrale Kunst genutzt. Zum Ensemble gehören zwei romanische Taufsteine aus den Jahren 1200 und 1300, ein Fresko mit der Legende von den drei Lebenden und den drei Toten sowie zahlreiche Grabsteine und schmiedeeiserne Grabkreuze. Der Karner auf dem Friedhof der Kirche Mariä Himmelfahrt stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die sakrale Kunst bleibt dabei mit konkreten Bau- und Ausstattungsstücken verbunden.

Historische Spuren und Wallfahrt

Die Geschichte des Ortes reicht bis zu einer urkundlichen Erwähnung im Jahr 819 zurück. Die „ad Chambe erbaute cella“ befand sich nicht im heutigen Cham, sondern im heutigen Chammünster. Die St.-Anna-Kapelle in Chammünster soll vor 1393 von den Rittern von Chamerau gestiftet worden sein. An Christi Himmelfahrt führt traditionell eine Männerwallfahrt von Chammünster zur Wallfahrtskirche der Hl. Die heutige Kirche der heiligen Walburga auf dem Lamberg wurde 1832 erbaut. Die Wallfahrt verbindet Chammünster mit dem Kirchenbau am Lamberg, der auf dem Berggipfel steht.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cham.

Unterkünfte in Chammünster vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com