Nassenfels: Römergeschichte und Wandern
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Nassenfels verbindet römische Geschichte mit Wanderwegen und einer Burg, die den Ortsrand prägt. Die verschiedenen Möglichkeiten setzen eigene Akzente: Eine Route verläuft zwischen Nassenfels und Möckenlohe, ein weiterer Weg bindet Nassenfels und Egweil an den Urdonautalsteig an. Auch die Gleßbrunnen im näheren Umfeld bieten eine eigene Naturerfahrung.
Wanderwege mit unterschiedlichen Verbindungen
Die Magistrale Route 3 des Naturparks Altmühltal verläuft zwischen Nassenfels und Möckenlohe und lädt zum Wandern ein. Beim Urdonautalsteig ist die Verbindung anders: Ein Stichweg bindet Nassenfels und Egweil an die Route an. Wenn Sie Ihre Reise vor allem nach Wandermöglichkeiten ausrichten, sind diese beiden Beziehungen eine hilfreiche Orientierung. Prüfen Sie vor dem Aufbruch aktuelle Routenhinweise, damit Ihre Planung zu den Bedingungen vor Ort passt.
Die Gleßbrunnen liegen zwischen Nassenfels und Wolkertshofen, nicht im Ort selbst. Dort bilden fünf miteinander verbundene Quelltöpfe ein besonderes Naturmotiv; sie sind fünf bis neun Meter tief. Zu den Quellen führt ein Feldweg. Ein Besuch lässt sich mit der acht Kilometer langen Wanderroute „Mühlenrunde im Schuttertal“ verbinden. Beachten Sie dabei die Naturschutzhinweise vor Ort. So können Sie für die Planung unterscheiden, ob Sie eine Wanderung entlang der genannten Routenbezüge oder einen Besuch der Quellen mit einer konkreten Rundroute verbinden möchten.
Römische Spuren und Burg Nassenfels
Rechts vor dem Portal der Pfarrkirche St. Nikolaus sind zwei römische Inschriftsteine eingemauert. Sie verweisen auf Nassenfels als bedeutendste römische Zivilsiedlung nördlich der Donau. Einer der Steine nennt den römischen Ortsnamen „vicus Scuttarensium“. Die Inschriften machen Geschichte an einem konkreten Ort sichtbar: Wer sich für die römische Vergangenheit interessiert, findet hier sowohl einen historischen Bezug als auch einen überlieferten Namen.
Ein weiteres historisches Kapitel ist mit der Wasserburg Nassenfels verbunden. Ein Ministerialengeschlecht der Eichstätter Bischöfe auf der Wasserburg ist seit 1189 urkundlich belegt. Die Burg befindet sich in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden. Auf Burg Nassenfels finden jährlich Kulturtage statt.
Naturerlebnis im Umfeld
Die Gleßbrunnen ergänzen die Wanderoptionen um ein Naturziel zwischen zwei Orten. Die fünf Quelltöpfe sind miteinander verbunden und erreichen eine Tiefe von fünf bis neun Metern. Der Zugang über einen Feldweg und die Möglichkeit, den Besuch mit der Mühlenrunde zu verbinden, geben Ihrer Planung einen konkreten Rahmen. Zugleich bleibt die Naturschutzorientierung wichtig: Richten Sie sich nach den Hinweisen vor Ort.
Kultur in Eichstätt
Auch Eichstätt selbst bietet einen eigenständigen Kulturakzent. Im Jura-Museum Eichstätt liegt der Ausstellungsschwerpunkt auf Fossilien der Solnhofener Plattenkalke; außerdem zeigt das Museum das Original des Eichstätter Exemplars von Archaeopteryx. Die Willibaldsburg wurde 1355 von Bischof Berthold Burggraf von Zollern errichtet und diente bis 1725 als Bischofssitz. Von der 420 Meter langen Burg sind unter anderem Mauern und Bastionen, das Zeughaus, die 63 Meter lange Torhalle und der Gemmingenbau mit seinen beiden Türmen erhalten.
Auf der Willibaldsburg liegt auch der 1.500 Quadratmeter große Bastionsgarten. Dort wurde der im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Hortus Eystettensis nach 400 Jahren zu neuem Leben erweckt; Besucher können viele der ursprünglichen Pflanzenarten kennenlernen. Damit stehen für Ihre Reiseentscheidung unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: die römischen Inschriften und Wanderbezüge in Nassenfels sowie Museum, Burganlage und Garten in Eichstätt.
Weitere Reiseziele entdecken: Kipfenberg, Gaimersheim, Oberdolling, Eichstätt, Walting, Dollnstein, Denkendorf, Schernfeld.
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