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Forchheim: Kaiserpfalz, Wiesent und Kellerwald

Unterkünfte in Unterkünfte in Forchheim

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Forchheim verbindet in der Altstadt spätgotische Wandmalereien, Fachwerk und den Blick zur Wiesent mit der Bierkellertradition des Kellerwalds. Markante Bauwerke prägen das Stadtbild; zugleich reicht der regionale Bezug bis zur Fränkischen Schweiz. Für Ihre Reiseplanung können Sie Kulturgeschichte, Flusslandschaft, Natur und Veranstaltungen unterschiedlich gewichten.

Forchheim Luftbild-20230410-RM-155855.jpg Forchheim Luftbild-20230410-RM-155855.jpg Foto: Reinhold Möller via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kaiserpfalz und Altstadtgeschichten

Die Kaiserpfalz in der Forchheimer Altstadt ist ein fürstbischöfliches Schloss aus dem späten 14. Jahrhundert und ein Denkmal von nationaler Bedeutung. Besonders bekannt ist sie für ihre spätgotischen Wandmalereien. Im Kaiserpfalz-Komplex erzählt das Stadtmuseum Forchheims Geschichte in neun audiovisuellen Stadtbildern, die einen Zeitraum von 1.200 Jahren umfassen. Das Pfalzmuseum Forchheim besteht aus drei Spezialmuseen: dem Archäologiemuseum Oberfranken, dem Stadtmuseum und dem Trachtenmuseum in der Kapellenstraße 16.

Ein anderer Blick auf die Forchheimer Festung führt zum Erlebnismuseum Rote Mauer. Es befindet sich in einer im Originalzustand erhaltenen Kasematte aus dem 16. Jahrhundert und vermittelt die Geschichte der Festung; der Eingang liegt in der Wallstraße 19. So begegnen Ihnen in Forchheim verschiedene Zugänge zur Stadtgeschichte: vom Schloss und seiner Kunst bis zur historischen Festungsanlage.

Auch die Häuser der Altstadt erzählen von unterschiedlichen Bauzeiten. Das Frechshaus grenzt westlich an das Rathaus. Seine ältesten Bauteile stammen aus dem frühen 15. Jahrhundert; das alte Fachwerk mit Geschossauskragungen prägt zusammen mit dem Rathaus die Häuserfront am Rathausplatz. Der 57 Meter hohe Turm der St. Martinskirche ist aus allen Himmelsrichtungen sichtbar und ein optischer Fixpunkt in der Altstadt.

Wiesent, „Klein Venedig“ und Ausblicke

Forchheims „Klein Venedig“ bezeichnet den Abschnitt zwischen der Brücke in der Vogelstraße und der Spitalkirche. Am Ufer der Wiesent sind dort die Forchheimer Fischkästen zu sehen. In diesem Bereich steht auch die 1698 erbaute Kammerers Mühle in der Wiesentstraße. Wegen ihrer einseitigen Absenkung zur Wiesent wird sie „Schiefes Haus“ genannt. Der Name und die Lage geben diesem Teil der Altstadt ein eigenes architektonisches und landschaftliches Motiv.

Wer den Blick über die Stadt richten möchte, findet auf der St. Veits-Bastion eine Aussicht auf die darunterliegenden Stadtparkanlagen und weite Teile Forchheims. Die Bastion ist über eine Treppe zugänglich. Einen anderen Naturbezug bietet das Freizeitgelände Schleuseninsel im Norden Forchheims: Es ist vom Regnitzarm und vom Rhein-Main-Donau-Kanal umgeben und bietet Möglichkeiten für einen Aufenthalt in der freien Natur.

Bierkellertradition und Annafest

Der Forchheimer Kellerwald verbindet fränkische Bierkultur mit einem weitläufigen Gelände: Auf rund 20.000 Quadratmetern gibt es 23 bewirtschaftete Bierkeller. Damit zählt er zu den größten Biergärten der Welt. Das traditionelle Annafest findet dort jedes Jahr von Ende Juli bis in den August hinein statt. Wenn Sie Ihre Reise auf das Fest ausrichten möchten, prüfen Sie vorab die konkreten Veranstaltungstage.

Beim Annafest laden 23 Bierkeller und 14 fränkische Brauereien auf rund 10.000 Quadratmetern unter dem Blätterdach zum Verweilen ein.

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Veranstaltungen und regionale Perspektiven

Eine weitere Veranstaltungsform bringt das Straßentheater-Festival ZirkArt nach Forchheim. Es findet seit 2012 alle zwei Jahre statt und richtet sich mit Neuem Zirkus an Theaterliebhaber, Familien und Eventfans. Da sich einzelne Ausgaben unterscheiden können, lohnt es sich, die Termine der jeweiligen Edition vor der Reise zu prüfen.

Forchheim gilt als Eingangstor zur Fränkischen Schweiz. In der Region führen gut ausgeschilderte Wanderwege zu imposanten Felsformationen; vom Walberla bieten sich Ausblicke auf Forchheim und die Umgebung. Das ist ein anderer Schwerpunkt als die Altstadt und der Kellerwald: Für Ihre Planung können Sie abwägen, ob Sie den Aufenthalt vor allem mit Forchheimer Kultur und Stadtbildern verbinden oder auch die Landschaft des weiteren regionalen Umfelds einbeziehen möchten.

Anreise und Wahl des Reiseschwerpunkts

Der Main-Donau-Radweg ermöglicht die Anreise mit dem Fahrrad nach Forchheim aus Richtung Norden und Süden. Für die Bahn bestehen über den Bahnhof Forchheim sowie die S-Bahn-Haltepunkte Kersbach und Forchheim Nord Verbindungen mit EuroCity, Intercity, Interregio, Regional-Express und S-Bahn; ICE-Verbindungen gibt es ab Bamberg.

Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie den gewünschten Schwerpunkt der Reise voranstellen: Altstadt und Museen, die Wiesent, der Kellerwald oder ein Veranstaltungsbesuch bieten jeweils andere Anknüpfungspunkte für Ihre Planung. Die beschriebenen Themen helfen dabei, die eigenen Interessen für einen Aufenthalt in Forchheim zu ordnen, ohne Kultur, Natur und Biertradition auf dasselbe Reiseprogramm zu reduzieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Effeltrich, Langensendelbach, Ebermannstadt, Kirchehrenbach, Hiltpoltstein, Gößweinstein, Neunkirchen a.Brand, Hallerndorf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Forchheim.

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