Wartenfels entdecken: Wanderwege, Burg und Kirchengeschichte
Wartenfels verbindet Wanderthemen mit einer vielschichtigen Ortsgeschichte. Wenn Sie Natur und Kultur in Ihrer Reiseplanung zusammen denken möchten, stehen in Wartenfels fünf verschiedene Wanderwege mit insgesamt 62 Kilometern neben einer Burg- und Kirchengeschichte sowie Bau- und Bodendenkmälern vom Mittelalter bis in die Neuzeit.
Wanderwege und FrankenwaldSteigla
Die Ortsgruppe Wartenfels des Frankenwaldvereins betreut 62 Kilometer auf fünf verschiedenen Wanderwegen. Die Markierung erfolgt nach den strengen Richtlinien des Deutschen Wanderverbandes. Seit 2015 ist die Ortsgruppe Wartenfels mit der Betreuung des Qualitätswanderwegs FrankenwaldSteigla „Rund um die Gaaßleitn“ verbunden. Der Weg steht im Rahmen des Projekts „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland: Der Frankenwald“. Damit bietet Wartenfels für Ihre Reiseplanung einen klaren Schwerpunkt auf Wandern, ohne dass sich die örtliche Wegelandschaft auf einen einzigen Verlauf beschränkt. Für die Planung eines Wandertags ist die Verteilung auf fünf Wege ebenso relevant wie die Gesamtlänge von 62 Kilometern. Sie können den Qualitätswanderweg als eigenen Schwerpunkt wählen oder das gesamte von der Ortsgruppe betreute Wegenetz als größeren Rahmen für Ihre Wanderplanung einbeziehen. Bei einem einzelnen Wandertag müssen Sie die gesamte Länge nicht als eine einzige Strecke einplanen.
Die Geschichte der Burg Wartenfels
Die Burg Wartenfels wurde 1327 von Ritter Reiwin von Waldenfels und seinen Söhnen Heinrich und Friedrich errichtet. Im Februar 1444 nahmen Nürnberger Truppen die unzureichend gesicherte Burg Wartenfels ein, schleiften sie und plünderten sie. Für kulturinteressierte Reisende spannt sich damit ein konkreter historischer Bogen von der Errichtung der Burg bis zu ihrer Einnahme, Schleifung und Plünderung.
Bau- und Bodendenkmäler in Wartenfels
Zu den Bau- und Bodendenkmälern in Wartenfels gehören eine katholische Friedhofskapelle aus der Mitte des 18. Jahrhunderts mit verputztem Bau, verschiefertem Satteldach und Dachreiter. Ebenfalls dazu zählt ein neugotischer Putzbau mit Sandsteingliederung aus den Jahren 1859 bis 1864 am Anwesen Wartenfels 7, das sogenannte Schlossbauerhaus. Es handelt sich um einen zweigeschossigen Halbwalmdachbau mit Sandsteingliederungen und der Jahreszahl 1850. Hinzu kommen der mittelalterliche Burgstall Wartenfels, Fundamente mittelalterlicher Vorgängerbauten der Pfarrkirche St. Bartholomäus sowie Körpergräber des Mittelalters und der Neuzeit. Für Sie eröffnet diese Vielfalt mehrere kulturhistorische Blickwinkel: sakrale Gebäude, Wohnarchitektur, mittelalterliche Anlagen und archäologische Spuren stehen in Wartenfels nebeneinander.
St. Bartholomäus am Marktplatz
Die katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus liegt zentral am Marktplatz von Wartenfels. Sie wurde größtenteils aus Sandsteinen der abgetragenen Schlossruine Wartenfels wiederaufgebaut und 1867 geweiht. So verbindet die Kirche ihren zentralen Standort mit einem direkten baulichen Bezug zur Geschichte der Burg.
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