Lichtenfels: Altstadt und Flechtkultur
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Flechtkunst prägt Lichtenfels gleich auf mehreren Ebenen: Sie begegnet Ihnen in der Altstadt, auf einem Themenweg durch die Mainauen und beim jährlichen Korbmarkt. Dazu kommen historische Stadttore, Sammlungen zur Stadtgeschichte und Landschaften mit ganz eigenem Charakter.
Altstadt, Korbmarkt und Kultur
Die Altstadt von Lichtenfels hat ihren typisch fränkischen Charakter bewahrt. Das Bamberger Tor und das Kronacher Tor sind erhalten, Teile der alten Stadtmauer noch sichtbar. Wer durch die Altstadt geht, begegnet so greifbaren Spuren ihrer früheren Befestigung. Auch der Korbhandel gehört zum Stadtbild: Der Lichtenfelser Korbmarkt findet jedes Jahr am dritten Wochenende im September statt. Wenn dieses Fest den Anlass Ihrer Reise bildet, können Sie Ihre Planung an diesem wiederkehrenden Termin ausrichten.
Im Stadtschloss Lichtenfels sind städtische Sammlungen zur Bier- und Brauereigeschichte, zur Eisenbahn und zum Korbhandel zu sehen. Damit ergänzen die Ausstellungen den Blick auf die Flechttradition um weitere Aspekte der Stadtgeschichte. Da sich Ausstellungsinhalte ändern können, ist es sinnvoll, vor einem Besuch die aktuellen Angaben zu prüfen. Für Kulturinteressierte ergibt sich so eine Verbindung aus sichtbarem historischem Stadtbild und Themen, die im Stadtschloss aufgegriffen werden.
Flechtkultur auf dem Weg erleben
Der 14 Kilometer lange Erlebnisrundweg Pfad der Flechtkultur verbindet Lichtenfels und Michelau auf naturnahen Wegen durch die Mainauen. Seine 23 Informationstafeln widmen sich der Geschichte und Tradition des Korbmacherhandwerks, der Korbindustrie und des Korbhandels am Obermain. Der Weg verbindet damit Naturraum und Handwerksgeschichte, ohne dass eines der beiden Themen für sich allein stehen muss. Auch für eine Reise, bei der Radfahren oder regionale Kultur im Mittelpunkt stehen, liefert die Flechttradition einen konkreten roten Faden.
Zum Pfad gehören verschiedene Flechtkunstgebilde: nahe Oberwallenstadt ein Weidenlabyrinth für Kinder, eine Weidenmuschel im Flussbad und ein geflochtenes Tipi am Ortswiesensee Oberwallenstadt. Hinzu kommen weitere Flechtkunstwerke. Der MainRadweg führt mitten durch die Lichtenfelser Altstadt und bietet einen eigenen Anknüpfungspunkt für eine Reise mit dem Fahrrad.
Landschaft und Ausflüge
Auch die Landschaft bietet unterschiedliche Eindrücke. Der Staffelberg erhebt sich bei Bad Staffelstein mit 539 Metern um 290 Höhenmeter über das Maintal. Sein Gipfel liegt in einem Naturschutzgebiet und darf weder mit dem Auto noch mit dem Fahrrad befahren werden. Das ist eine wichtige Einschränkung für die Planung: Wer den Berg in den Aufenthalt einbezieht, sollte die geltenden Vorgaben für den Gipfel beachten.
Das Kleinziegenfelder Tal ist etwa zwölf Kilometer lang und steht überwiegend unter Naturschutz. Markante Felsformationen, klare Bäche, Mühlen und Fachwerkdörfer prägen das Tal ebenso wie Wacholderheiden mit Trocken- und Halbtrockenrasenhängen. Damit steht ein vielfältiges Landschaftsbild neben den Stadterlebnissen und der Flechtkultur. In Bad Staffelstein bietet die Obermain Therme Bayerns wärmste und stärkste Thermalsole. Im Kloster Banz finden mehrmals pro Woche öffentliche Führungen statt; prüfen Sie die Termine vor Ihrer Reise.
An der kleinen Schürfstelle am Wanderparkplatz „Waldfrieden“ können Sie Fossilien suchen und freiklopfen. Hammer und Schutzbrille können an der Umweltstation Weismain ausgeliehen werden; prüfen Sie vorab, ob die Ausrüstung verfügbar ist. So lässt sich die Auswahl des Suchorts an den Erlebnissen ausrichten, die für Ihre Reise zählen.
Weitere Reiseziele entdecken: Bad Staffelstein, Hochstadt a.Main, Ebensfeld, Burgkunstadt, Marktgraitz, Altenkunstadt, Marktzeuln, Weismain, Redwitz a.d.Rodach, Lichtenfels, Michelau i.OFr..
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