Aying: Brauereikultur und Via Julia
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Aying lässt sich aus mehreren Interessenwinkeln betrachten: barocke Baukunst, Brauereikultur, eine römische Militärstraße zum Radeln und Naturgeschichte im Gemeindegebiet. Für die Wahl eines Aufenthaltsorts können Sie überlegen, welcher dieser Schwerpunkte für Ihre Reise zählt. Die S-Bahn-Verbindung bietet zusätzlich einen konkreten Anhaltspunkt für die Ortsplanung. Für die Tagesplanung lassen sich zwei Formate unterscheiden: eine buchbare öffentliche Brauereiführung und eine Radtour auf der Via Julia.
Kirche und Ortsgeschichte
Die Pfarrkirche St. Andreas in Aying ist eine barocke Kirche aus dem Jahr 1655 mit einer Renaissancekanzel. Mit der Kanzel kommt zur barocken Kirche ein Renaissanceelement hinzu; Bauwerk und Ausstattung geben damit zwei unterschiedliche kunstgeschichtliche Bezugspunkte. Im Heimathaus Sixthof befindet sich das Ayinger Heimatmuseum. Seine Sammlung umfasst Möbel, Küchengeräte, Gewänder, Aussteuer und Wandschmuck sowie Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände für Stall- und Feldarbeit. Sie reicht damit vom häuslichen Alltag bis zu Arbeiten in der Landwirtschaft und ergänzt den architektonischen Blick um eine alltagsgeschichtliche Perspektive. Besichtigungen sind derzeit aus Brandschutzgründen nicht möglich. Berücksichtigen Sie diese Einschränkung, wenn Sie Kulturangebote für Ihren Aufenthalt auswählen.
Brauereikultur in Aying
In Aying wird seit 140 Jahren Bier gebraut; Ayinger Bier zählt heute zu den meistprämierten Bieren Europas. Die Ayinger Privatbrauerei bietet buchbare öffentliche Brauereiführungen an. Bei einer Führung wird die Bierherstellung vom Rohstoff bis zum Endprodukt erklärt. Bierspezialitäten werden frisch vom Lagertank gezapft verkostet; anschließend findet der Aufenthalt im Schalander statt. Für Reisende, die neben der Verkostung auch den Herstellungsweg kennenlernen möchten, verbindet die Führung beide Interessen. Tourdetails können variieren; stimmen Sie den gewünschten Termin vorab mit der Brauerei ab.
Radroute und Natur
Von Aying aus lässt sich auf der Via Julia radeln, einer römischen Militärstraße. Ihre römische Einordnung gibt der Radtour einen historischen Bezug. Ein Teil des Kupferbachtals liegt im Gemeindegebiet von Aying. Das dortige Moor entstand am Ende der letzten Eiszeit und bietet seltenen und gefährdeten Pflanzen und Tieren Lebensraum. Radroute und Moor setzen unterschiedliche Akzente: Hier steht Bewegung auf einer römischen Militärstraße im Mittelpunkt, dort die Entstehung eines Moorlebensraums und seine Bedeutung für seltene und gefährdete Arten.
Anreise und Wahl des Aufenthaltsorts
Die S-Bahn-Linie S5 verbindet Dürrnhaar, Aying, Peiß und Großhelfendorf mit der Großstadt. Wenn Sie die Bahnanbindung bei der Wahl Ihres Aufenthaltsorts berücksichtigen, beziehen Sie diese Orte in Ihre Überlegungen ein. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. So können Sie die Verbindung neben den Erlebnissen, die Sie in Aying interessieren, als praktisches Kriterium für Ihre Reiseplanung heranziehen.
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