Frankenried zwischen Eiszeitlandschaft und Dorfgeschichte

File:Mauerstetten - Frankenried - Kirche v S 191013.jpg File:Mauerstetten - Frankenried - Kirche v S 191013.jpg Foto: Flodur63 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Frankenried verbindet einen eiszeitlichen Höhenrücken mit konkreten Zeugnissen dörflicher Bau- und Sakralkultur. Zur Ortsansicht gehören die Form des Haufendorfs, die Pfarrkirche St. Andreas und ein ehemaliges Bauernhaus in der Reutwaldstraße.

Frühe Geschichte und Dorfgestalt

Die Geschichte Frankenrieds reicht weit ins 9. Jahrhundert zurück. Als langgestrecktes Haufendorf wurde Frankenried ursprünglich als lockere Gruppensiedlung angelegt. Zwei Hauptstraßen bilden die Form eines liegenden Andreaskreuzes. Die besondere Straßenfigur gibt dem Dorf neben den einzelnen Gebäuden eine eigene räumliche Ordnung. Für einen Rundgang durch Frankenried lohnt deshalb der Blick auf den Verlauf der beiden Hauptstraßen und auf die langgestreckte Anlage des Haufendorfs. Die Kreuzform kann dabei als Leitlinie für die Orientierung im Dorf dienen.

Für Frankenried steht der lokale Führer „Ein Rundgang durch unser Dorf“ zum Herunterladen bereit. Wer den Ort vor einem Rundgang zunächst in Ruhe erfassen möchte, kann den Führer zur Vorbereitung nutzen. Die Dorfstraßen und ihre Kreuzform bieten dafür einen konkreten Ausgangspunkt, bevor einzelne Gebäude in den Blick kommen.

Eiszeitlicher Höhenrücken zwischen Wertach und Gennach

Frankenried liegt auf einem von Norden nach Süden verlaufenden eiszeitlichen Höhenrücken zwischen Wertach und Gennach. Nahe „Rohrers Stadel“ liegen zwei Toteislöcher links neben dem Weg in Richtung Holdersberg. Naturkundlich Interessierte können an diesem Landschaftspunkt die langgestreckte Geländeform und die einzelnen eiszeitlichen Vertiefungen betrachten.

Barocke Pfarrkirche St. Andreas

Die denkmalgeschützte katholische Pfarrkirche St. Andreas in Frankenried ist ein barocker Neubau von Joseph Müller aus dem Jahr 1709.

St. Andreas ist ein Saalbau mit Satteldach, Pilastergliederung und einem Nordturm mit Zwiebelhaube. Beim Saalbau bezeichnet die Form einen längsgerichteten Kirchenraum; die Pilaster gliedern die Wände, während die Zwiebelhaube den Nordturm abschließt.

In einer Nische der Friedhofsmauer befindet sich der Kerkerchristus. Er stammt aus der Zeit um 1779 und wurde von Johann Leithner geschaffen.

Kulturinteressierte können in Frankenried den barocken Kirchenbau, den Kerkerchristus und das ehemalige Bauernhaus in der Reutwaldstraße 2 als unterschiedliche historische Motive betrachten.

Historisches Bauernhaus in der Reutwaldstraße

Das ehemalige Bauernhaus in der Reutwaldstraße 2 besitzt einen zweigeschossigen Wohnteil mit Flachsatteldach. Zum Haus gehören außerdem ein Bundwerkkniestock und ein Giebelfresko mit der Jahreszahl 1851. Der Bundwerkkniestock liegt im Übergang zwischen Wohnteil und Dach und ergänzt damit die erhaltenen Baumerkmale des Gebäudes.

Gottesdienst und Landgasthof

In der Pfarrkirche St. Andreas findet donnerstags um 19.15 Uhr ein Gottesdienst statt. Die Zeiten des Sonntagsgottesdienstes sind dem Kirchenanzeiger zu entnehmen. Für einen kirchlich geprägten Aufenthalt ist der Donnerstagstermin als konkrete Zeitangabe unmittelbar einplanbar; sonntags bleibt der Kirchenanzeiger entscheidend.

In Frankenried gibt es den Landgasthof Zum Goldenen Schwanen mit Hotel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mauerstetten.

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