Aigen am Inn: Wallfahrt, Ortsgeschichte und Inn-Erlebnisse
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Aigen am Inn verbindet sakrale Tradition, historische Ortsbilder und vielfältige Aktivitäten am Inn. Im Mittelpunkt stehen die Wallfahrtskirche St. Leonhard, die Leonhardi-Wallfahrt mit ihrem großen Umzug und die historische Ortsmitte an der Herrenstraße. Dazu kommen Radfahren, weitere Urlaubsaktivitäten und bayerische Kulinarik. So lässt sich ein Aufenthalt zwischen Kultur, Brauchtum, Bewegung und Verweilen am Inn planen.
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Foto: Georg Karl Ell via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Leonhardi-Wallfahrt und Museum
Die Wallfahrtskirche St. Leonhard ist eine zweischiffige Hallenkirche mit Mittelpfeilern. Der große Leonhardiumzug findet jedes Jahr an einem der ersten Sonntage im November statt. Zu ihm gehören mehr als 100 Pferde, Pferdegespanne und historische Kostüme. Damit setzt der Umzug einen markanten Akzent im Jahreslauf von Aigen am Inn.
Das Leonhardimuseum in Aigen am Inn ist der Leonhardiwallfahrt gewidmet. Der Leonhardistadel beherbergt das Leonhardimuseum. Dort werden mehr als 200 Votiv- und Opfergaben aus Eisen, Wachs, Silber und Holz ausgestellt. Im Rahmen der Leonhardi-Wallfahrt brachten Wallfahrer vor allem kleine eiserne Opfertiere dar. Wallfahrt, Museum und die erhaltenen Gaben ergeben dadurch einen eng verbundenen kulturellen Schwerpunkt.
Das Leonhardi-Museum ist vom 7. April bis zum 29. Oktober 2026 geöffnet.
Historische Spuren in der Ortsmitte
Die Pfarrkirche St. Stephan wurde von 1470 bis 1518 neu erbaut. Eine besondere historische Spur sind außerdem die sogenannten Würdinger: große Eisenfiguren, an denen man seine Kraft messen konnte.
Der ehemalige Fürstbischöfliche Zehentkasten in der Herrenstraße 5 ist ein mächtiger Tuffquaderbau mit zwei Speichergeschossen, einer Pflegamtswohnung bis 1704 und einer Tafernwirtschaft. Er stammt aus dem dritten Viertel des 15. Jahrhunderts.
Das Ensemble Ortskern Aigen a.Inn umfasst mit dem Nordostteil der Herrenstraße die historische Ortsmitte des großen alten, am linken Innufer gelegenen Fischer- und Bauerndorfes sowie früheren Pflegamtsortes. Im Jahr 1704 ließ sich Kardinal Fürstbischof Johann Philipp Graf von Lamberg in Aigen am Inn ein fürstbischöfliches Jagdschloss bauen.
Radfahren, Inn und bayerische Einkehr
Zu den in Aigen am Inn angebotenen Urlaubsaktivitäten zählen Radfahren, Golf, Reiten und Eisstockschießen. Ebenso gehören das Sitzen am Inn und das Beobachten von Anglern dazu. Für Radfahrer führt der Bad Füssinger Kirchenradweg durch eine passende Themenwelt: Die 30 Kilometer lange Radroute führt an der Wallfahrtskirche St. Leonhard in Aigen vorbei.
In Aigen am Inn gibt es drei bewirtete Gasthäuser. Die Hofmark lädt auch Radfahrer aus dem nahe gelegenen Bad Füssing zum Verweilen bei bayerischer Kulinarik ein. Für die Wahl eines Hotels in Aigen am Inn stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: Wallfahrt und Museum, historische Ortsmitte, Radroute, Aktivitäten am Inn oder regionale Einkehr. So können Sie die inhaltliche Ausrichtung Ihres Aufenthalts nach Kultur, Bewegung, Wasser und Kulinarik gewichten.
Weitere Orte für Ihre Planung
Wenn Sie neben Aigen am Inn auch einen weiteren Ort für Ihre Reiseplanung prüfen möchten, finden Sie hier Egglfing am Inn.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bad Füssing.