Rabenstein zwischen Moor, Wald und Glasgeschichte
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Foto: Rosa-Maria Rinkl via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Naturwege und Glasgeschichte in Rabenstein
Rabenstein verbindet Naturwege, Hochmoor und Glasgeschichte mit kleinen sakralen Orten. Zwischen Rabenstein und Bodenmais liegt die hochgelegene Kiesau, ein Übergangsmoor mit Moorrandwäldern sowie einem historischen Quarzbruch mit Stollen. Das Gebiet wurde 1993 auf einer Fläche von 10 Hektar unter Naturschutz gestellt. Der Parkplatz Kaisersteig-Loipe in Rabenstein ist der Ausgangspunkt für den Quarzbruch am Hennenkobel und das Hochmoor Kiesau.
Wenn Sie Rabenstein zu Fuß erkunden möchten, beginnt der Rabensteig am Parkplatz Kaisersteig. Am Weg gehören der Mühlbach und die Ökoteiche zum Element Wasser. Eine weitere besondere Verbindung von Landschaft und Kultur bietet der Gläserne Kreuzweg: Er führt vom Parkplatz Kaisersteig durch den stillen Bergwald zum 950 Meter hohen Hennenkobel. An 14 Stationen zeigt der Gläserne Kreuzweg die Leidensgeschichte Jesu in kunstvoller Sandstrahlgravur auf Spezialglas. Dabei verbindet der Weg den stillen Bergwald, den Hennenkobel und die Darstellungen der Leidensgeschichte Jesu an den 14 Stationen.
Auch der Gläserne Steig erschließt die Umgebung auf eigene Weise. Vom alten Quarzsteinbruch bei der Kiesau gelangt man auf einer bequemen Forststraße hinunter nach Rabenstein. Der Glashüttensteig führt über fünf historische Glashüttenstandorte; anschaulich gestaltete Tafeln vermitteln dabei die örtliche Glasgeschichte. Vom Schloss Rabenstein führt dieser Steig zu mehreren ehemaligen Glashüttenstandorten. Zum winterlichen Angebot in Rabenstein gehört außerdem ein gespurtes Loipennetz, darunter die Kaisersteigloipe.
Kapellen und historische Orte
Zur kulturellen Seite Rabensteins gehört die Kirche St. Johann Nepomuk mit ihren bunten Glasfenstern von Bernhard Schagemann. Die Schlosskapelle St. Georg wurde 1816 von Kajetan Wolfgang von Kiesling erbaut, dem damaligen Besitzer der Glashütte Rabenstein. Sie gilt als älteste Dorfkapelle im Gemarkungsbereich Zwiesel. Oberhalb der Schlosskapelle lädt ein Informationsgarten mit dem Stormberger-Brunnen zum Rasten ein.
Am Ochsenbergweg in Rabenstein wurde die erste Waldkapelle 1933 vom Rabensteiner Holzhauer Wolfgang Frisch erbaut. Der Platz der Waldkapelle liegt idyllisch am Waldrand direkt am Verbindungsweg nach Innenried und zog von Anfang an viele Gäste an. In der Waldkapelle hängt eine Glocke aus dem ehemaligen Glashüttentürmchen der Glashütte Theresienthal.
Stormberger-Museum und Glashüttentradition
Nahe Rabenstein wurde 1421 die erste Glashütte urkundlich erwähnt. Diese lange zurückreichende Verbindung zur Glasherstellung lässt sich beim Glashüttensteig ebenso aufnehmen wie im Stormberger-Museum. Das Museum zeigt Originaldokumente, historische Handschriften und eindrucksvolle Grafiken zu Stormbergers überlieferten Prophezeiungen und befindet sich im Dorfgemeinschaftshaus von Rabenstein.
Führungen durch das Stormberger-Museum können über das Waldmuseum Zwiesel montags bis freitags ausschließlich telefonisch und mindestens drei Tage im Voraus gebucht werden. Für die Anreise sind Klautzenbach und Rabenstein mit der Linie Rabenstein erreichbar; an Werktagen verkehrt sie in den Hauptgeschäftszeiten nahezu im Zweistundentakt. So lassen sich Naturerlebnisse, Glasgeschichte, Kapellen und winterliche Wege bei der Planung Ihres Aufenthalts in Rabenstein gezielt miteinander verbinden.
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