Griesstätt: Kunst, Geschichte und Wege
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Griesstätt lässt sich über konkrete Kunstwerke und gewachsene Ortsgeschichte entdecken. In der Dorfmitte steht vor der Pfarrkirche der Marienbrunnen, das wohl bemerkenswerteste Werk des Künstlers in Griesstätt. Vor der Grundschule setzt die Bronzeskulptur „Johannes der Täufer“ einen anderen Akzent: Hans Huschka zeigt darin das Alte und das Neue Testament sowie Johannes den Täufer als Mittler dazwischen. Auch die Eingangstafel am Rathaus gehört zu Huschkas Werken. Brunnen, Bronzeplastik und Tafel führen zu unterschiedlichen Stationen im Ort und geben Anlass, die Kunstwerke jeweils in ihrem eigenen Zusammenhang wahrzunehmen.
Ortsgeschichte und Kunst im Ort
Für die Geschichte Griesstätts bieten zwei Daten klare zeitliche Anker. Der Name wird erstmals 924 in einer Urkunde Herzog Arnulfs von Bayern erwähnt, der sogenannten „Rihni-Urkunde“. 1205 schenkte Erzbischof Eberhard II. von Salzburg die Kirche zu Griesstätt dem benachbarten Kloster Attel. Die beiden Ereignisse stehen für unterschiedliche Kapitel der überlieferten Ortsgeschichte: die frühe Nennung des Namens und eine spätere Schenkung mit Bezug zur Kirche.
Auch die Geschichte des Dominikanerinnenklosters Altenhohenau reicht weit zurück: Graf Konrad von Wasserburg stiftete es 1235. Bereits bei der Gründung erhielt das Kloster Güter, die heute im Gemeindegebiet von Griesstätt liegen. Altenhohenau ist zugleich der Standort der Klosterkirche St. Peter und Paul, die mit Werken von hoher künstlerischer Bedeutung von Matthäus und Ignaz Günther verbunden ist. Das Bauwerk ist ein barocker Neubau von etwa 1670/75, in den ältere Teile aus der Zeit seit 1235 einbezogen wurden.
Kirchen in Altenhohenau und Holzhausen
Die Klosterkirche St. Peter und Paul in Altenhohenau verbindet also eine spätere barocke Bauphase mit älteren Bauteilen und einer langen Klostergeschichte. Eine andere architektonische Beschreibung bietet die Filialkirche Maria Schnee in Holzhausen: Sie ist ein kleiner barocker Saalbau aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, mit westlichem Dachreiter und Ausstattung. Beide Kirchen liegen in Orten innerhalb der Gemeinde; Altenhohenau und Holzhausen sind dabei eigene Ortsbezüge und nicht mit der Dorfmitte Griesstätt gleichzusetzen. Wer sich für Baugeschichte interessiert, findet so neben den Kunstwerken im Ort auch zwei weitere, jeweils unterschiedlich beschriebene Kirchen.
Wanderungen und Radwege im Gemeindegebiet
Für Wanderungen sind zwei Streckenverläufe im Gemeindegebiet beschrieben. Im Norden führt eine Wanderung über Altenhohenau, Kerschdorf, Streifl, Moosham und Kettenham nach Griesstätt. Im Süden verläuft eine weitere über Kettenham, Bergham, Holzhausen, Untermühle und Edenberg nach Griesstätt. Kettenham kommt in beiden Ortsfolgen vor; die übrigen genannten Orte unterscheiden die nördliche von der südlichen Route. Die Routenbeschreibungen geben damit eine geografische Orientierung für die jeweilige Wanderung, ohne dass beide Strecken denselben Verlauf haben.
Auch der Innradweg und der Mozartradweg verlaufen durch das Gemeindegebiet. Eine genauer beschriebene Möglichkeit ist die Ostvariante des Innradwegs: Sie führt über Vogtareuth und Griesstätt bis zur Altstadt von Wasserburg am Inn. Diese ist zu sieben Achteln vom Inn umflossen. Die Etappe ist mit 65 Kilometern angegeben und setzt damit einen anderen Rahmen als die beschriebenen Wanderungen. In der Gemeindeverwaltung Griesstätt liegen außerdem zahlreiche Wander- und Radkarten aus, die bei der Orientierung zu den genannten Wegen helfen können.
Wenn Sie ein Hotel für Ihre Reiseplanung suchen, können Sie zunächst überlegen, welche Themen Sie in den Mittelpunkt stellen möchten: die Kunstwerke und Ortsgeschichte in Griesstätt, die Kirchen in Altenhohenau und Holzhausen oder Wander- und Radwege im Gemeindegebiet. Die Ortsangaben helfen dabei, diese unterschiedlichen Interessen geografisch auseinanderzuhalten. So lässt sich die Wahl Ihres Reiseziels an dem ausrichten, was Sie vor Ort näher erkunden möchten, ohne die verschiedenen Stationen zu einem einzigen Rundgang zusammenzufassen.
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