Oberwarngau entdecken: Wallfahrt, Kirchenkunst und Ausflüge

File:Gmde Wall - TK25 Nr. 786 Oberwarngau - 1931.jpg File:Gmde Wall - TK25 Nr. 786 Oberwarngau - 1931.jpg Foto: Bayerisches Topographisches Bureau via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Wallfahrt und Kirchenkunst

Oberwarngau verbindet eindrucksvolle Kirchen, historische Spuren und abwechslungsreiche Unternehmungen in der Gemeinde Warngau. Besonders prägend ist die Wallfahrtskirche Allerheiligen: Die Warngauer Leonhardiwallfahrt findet alljährlich am vierten Sonntag im Oktober statt. Zu ihr gehören ein Gottesdienst sowie die Segnung der Gespanne und Reiter. Wenn Sie eine Unterkunft in Oberwarngau auswählen, können Sie Ihren Aufenthalt dadurch gezielt auf Wallfahrt, Kultur, Natur oder aktive Ausflüge ausrichten.

Die Wallfahrtskirche Allerheiligen steht an der alten Landstraße, die Oberwarngau früher mit dem Kloster Tegernsee verband. Ihre Funktion als Wallfahrtskirche ist seit dem Ende des 17. Jahrhunderts belegt. Zwischen 1739 und 1754 erhielt das Gotteshaus seine endgültige barocke Gestalt. So treffen an diesem Ort die ältere Verbindung zum Kloster Tegernsee und die später geprägte barocke Form unmittelbar aufeinander.

Auf dem Kirchbichl in Oberwarngau steht die Kirche St. Johann Baptist. In ihrer heutigen Form wurde sie um 1500 als spätgotischer Tuffsteinquaderbau errichtet. Aus dieser Zeit stammen das Portal und das Sternengewölbe im Inneren; außerdem sind drei Hochaltarfiguren aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erhalten. Damit bietet Oberwarngau neben der Wallfahrtsgeschichte auch einen konkreten Einblick in spätgotische Bau- und Bildkunst.

In St. Johann Baptist wird das große Fastentuch für seinen ursprünglichen liturgischen Zweck verwendet. Es misst 435 × 280 cm. In Oberwarngau ist außerdem ein besonderes Fastentuch aus dem ausgehenden 17. Jahrhundert mit einer großformatigen Kreuzigungsszene erhalten. Die sakralen Kunstwerke ergänzen die Kirchen und ihre Baugeschichte um ein weiteres sichtbares Kapitel.

Historische Orte und Wege

Auch außerhalb der Kirchen reicht die Geschichte weit zurück. Ausgrabungen auf dem sogenannten Kaiserbichl in Oberwarngau zeigen, dass die Wurzeln Warngaus mindestens bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. zurückreichen. Im Wald liegt die Wallfahrtskapelle Nüchternbrunn, die um 1710 aus einer hölzernen Klause entstand. Ihr Ursprung verbindet die Landschaft mit einer weiteren religiösen Station der Gemeinde.

Für Bewegung in der Umgebung bietet sich der Taubenberg an. Die Bergwanderung auf den Taubenberg beginnt im Ortszentrum von Oberwarngau. Der Schlüssel für den historischen Aussichtsturm am Taubenberg liegt beim nahe gelegenen Berggasthof Taubenberg und wird gegen Kaution ausgegeben. Eine etwa halbstündige Radtour in der Gemeinde Warngau beginnt an der Wallfahrtskirche Allerheiligen und führt über den Taubenberg und Hinterberg am Bauernhof „Ludwiger“ vorbei. Unterwegs bieten sich Ausblicke auf Wiesen und Hügel.

Weitere Ausflüge und Anreise

Am Rand von Osterwarngau liegt der gemeindliche Badeweiher. Auf dem Sportflugplatz in Oberwarngau werden Rundflüge mit erfahrenen Piloten angeboten. In der Gemeinde Warngau gibt es außerdem eine 7,5 km lange Langlaufloipe in Wall mit Start an der Sportanlage sowie eine 5 km lange Langlaufloipe in Warngau mit Einstieg am Sportplatz oder am Brandweg. Für die Anreise bestehen eine eigene BRB-Bahnstation an der Strecke München–Tegernsee–Lenggries und Busverbindungen nach Miesbach, Wall, Holzkirchen, Bad Tölz und Tegernsee.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Warngau.

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