Dietramszell entdecken
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Dietramszell erschließt sich besonders über seine Kirchen und die Kunstwerke, die mit ihnen verbunden sind. In den Ortsgeschichten treten verschiedene Epochen und Künstler hervor; im näheren Umfeld kommen weitere architektonische Details hinzu. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich, diese Orte nicht nur nach Namen, sondern auch nach ihren unterschiedlichen Geschichten zu betrachten.
Kirchenkunst in Dietramszell
In der Wallfahrtskirche St. Leonhard stammt das Kuppelfresko von Christian Wink. Auch die Altäre und die Kanzel gehen auf einen Künstler zurück: Philipp Rämpl schuf sie. Nach der überlieferten Charakterisierung war es sein größtes und schönstes Werk. Fresko, Altäre und Kanzel geben so verschiedene Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich mit der künstlerischen Ausstattung der Kirche befassen.
Die frühere Klosterkirche und heutige Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Dietramszell verbindet die Arbeit dreier weiterer Künstler. An ihrer Innenausstattung wirkten Johann Baptist Zimmermann, Franz Xaver Schmädl und Philipp Jakob Rämpl mit. Zusammen mit St. Leonhard zeigt Maria Himmelfahrt, wie sich die Beschäftigung mit Kirchenkunst auf unterschiedliche Namen und Werke richten kann.
Maria Elend und Kreuzbichl: Details mit eigener Geschichte
Rund einen Kilometer südlich von Dietramszell liegt im näheren Umfeld die Wallfahrtskirche Maria Elend, an einem Feldweg im Wald. In ihrem Osten befindet sich eine barocke hölzerne Empore; unter ihr sind heute fast alle erhaltenen Votivbilder vereint. Im Westen erhebt sich über dem Altar ein Rokokoretabel. Die Lage und die Ausrichtung dieser Elemente helfen dabei, die Ausstattung der Kirche gedanklich zu ordnen. Der Name „Elend“ wird mundartlich „illat“ ausgesprochen und leitet sich von „alilanti“ über „elilanti“ ab. Als Bedeutungen werden etwa „anderes Land“, „fremdes Land“, „Grenzland“ oder Land außerhalb der Gemarkung angegeben.
Auch die Friedhofskirche Kreuzbichl hat mehrere historische Bezüge. Probst Georg Wagner ließ 1641 an ihrer Westseite eine Kapelle mit Turm zu Ehren der Mutter Gottes von Einsiedel in der Schweiz anbauen. Eine weitere, 1666 an der Südseite errichtete Kapelle ist die Totenkerker-Kapelle: Sie wurde 1826 an die Familie von Schilcher verkauft und dient als Familiengruft. Die frühere Pfarrkirche und heutige Klosterkirche St. Martin wurde 1717 erbaut. Diese unterschiedlichen Daten und Funktionen bieten einen Zugang zur Ortsgeschichte, der über die Betrachtung einzelner Kunstwerke hinausgeht.
Wege durch die zugehörige Gemeinde
Ein Rundweg führt vom Kloster Dietramszell über die Wallfahrtskirche Maria Elend und den Zeller Wald bis zur Grünen Marter. Anschließend geht es über einen Waldweg an einer großen Kiesgrube vorbei zur Pelletsmühler Schotterstraße; von dort verläuft der Rückweg bergab in Richtung Kloster. Die Route verbindet mehrere der genannten Orte und Waldabschnitte in einer Wegbeschreibung. Da die Bedingungen variieren können, prüfen Sie die aktuelle Situation vor dem Aufbruch.
Ein weiterer von der Gemeinde beschriebener Rundweg führt von St. Leonhard über Großegelsee, Humbach und Steinsberg über die Peretshofener Höhe nach Peretshofen. Von der Höhe bietet sich ein weiter Blick auf Gebirge und Alpenvorland. Für Ihre Auswahl lassen sich die beiden Wegbeschreibungen nach ihren genannten Stationen unterscheiden: Der Weg ab Kloster führt unter anderem durch den Zeller Wald, während der Abschnitt über die Peretshofener Höhe mehrere Orte und einen Aussichtspunkt verbindet.
Weitere Kultur im übergeordneten Reiseziel
Auch das übergeordnete Reiseziel Bad Tölz-Wolfratshausen bietet eigenständige kulturelle Themen. Das Tölzer Land repräsentiert als Tourismusmarke alle 21 Städte und Gemeinden des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen. In Bad Tölz gilt die Leonhardifahrt als größte Leonhardifahrt Oberbayerns und als eine der schönsten Pferdewallfahrten Deutschlands; alljährlich zieht sie Zehntausende Zuschauer an. Ihre Termine sollten Sie für die Reiseplanung gesondert prüfen.
In Wolfratshausen richtet ein Stadtrundgang den Blick auf die tausendjährige Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner. Zu den Stationen gehören historische Gebäude wie die 1484 erbaute Pfarrkirche St. Andreas, das Humpelbräu und die Handwerkerhäuser. Auch Wolfratshausen eröffnet mit seinem Stadtrundgang einen Zugang zur Kulturgeschichte im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.
Die Unterkunftssuche an Ihrem Reiseplan ausrichten
Die genannten Orte und Wegbeschreibungen geben dafür unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte vor. So können Sie Ihre Suche an den Themen orientieren, die für Ihren Aufenthalt wichtig sind.
Weitere Orte im Zielgebiet
Für Ihre weitere Orientierung: Hechenberg, Linden.
Weitere Reiseziele entdecken
Sachsenkam, Greiling, Gaißach, Schlehdorf, Benediktbeuern, Bichl.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bad Tölz-Wolfratshausen.