Marquartstein: zwischen Tiroler Ache und Hochplatte
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In Marquartstein treffen die Kiesbänke der Tiroler Ache auf die Gipfel der Chiemgauer Berge. Die Hochplatte ist der Hausberg des Ortes und ein Ausgangspunkt für Almwanderungen. So stehen Natur und Bewegung neben einer Ortsgeschichte, die sich auch an den Kirchen ablesen lässt. Für die Wahl Ihres Reiseziels bietet Marquartstein damit verschiedene Anknüpfungspunkte: Berglandschaft, Wege und kulturelle Stationen.
Bergbahn, Wege und Naturrodelbahn
Die familienfreundliche Doppelsesselbahn Hochplattenbahn bringt Besucher von Marquartstein auf 1.040 Meter Höhe. Oben beginnen gleich mehrere beschriebene Wege: Der Bergwalderlebnisweg Staffen ist ein leichter, vier Kilometer langer Rundweg, der an der Bergstation startet. Im Sommer führen von dort abwechslungsreiche, gut gekennzeichnete Wandertouren zur Piesenhauser Hochalm. Die unterschiedlichen Angaben – Rundweg, Länge und Schwierigkeit auf der einen Seite, saisonale Wanderziele auf der anderen – helfen Ihnen, die Art des geplanten Ausflugs einzuordnen. Für die Touren sind dabei die jeweils genannten Ausgangspunkte und Bedingungen maßgeblich.
Auch im Winter gibt es eine eigene Routenoption: Die rund 3,5 Kilometer lange Naturrodelbahn beginnt an der Bergstation der Hochplattenbahn auf 1.040 Metern. Sie führt durch den verschneiten Bergwald hinunter zur Talstation. Länge und Verlauf geben einen konkreten Eindruck von der Strecke; Schnee und Betriebsbedingungen können jedoch variieren. Bei der Hochplattenbahn können außerdem die Betriebstermine saisonal wechseln – prüfen Sie diese vor Ihrer Planung.
In Marquartstein gibt es zudem ein Netz an Rad- und Wanderwegen. Der Bergwalderlebnisweg und die sommerlichen Touren zur Piesenhauser Hochalm zeigen zwei unterschiedliche Möglichkeiten, sich an Wegen rund um die Hochplatte zu orientieren. Die Naturrodelbahn ergänzt diese Auswahl um eine winterliche Aktivität mit eigenem Startpunkt und Ziel an der Talstation. So können Sie bei der Reiseplanung zunächst entscheiden, ob ein Rundweg, eine Sommerwanderung oder eine winterliche Abfahrt besser zu Ihren Interessen passt.
Erlebnispark und Ortsgeschichte
Der Märchen-Erlebnispark Marquartstein verfügt über eine Sommerrodelbahn. Außerdem gibt es dort einen Streichelzoo mit Ziegen sowie ein Wildgehege mit Rotwild und Damwild. Wer sich für Tiere interessiert, findet damit im selben Park zwei verschiedene Tierbereiche; die Sommerrodelbahn ergänzt das Angebot um eine weitere Attraktion. Öffnungszeiträume können variieren, deshalb lohnt sich vor einem Besuch ein Blick auf die aktuellen Termine.
Im Ortszentrum steht die katholische Pfarrkirche „Zum kostbaren Blut“. Sie wurde 1936 erbaut und enthält im Innenraum Malereien des Kunstmalers Werner Schön, der aus dem Ortsteil Piesenhausen stammte. Bauzeit, Lage und die Herkunft des Künstlers verbinden sich hier zu einem konkreten Einblick in die Ortsgeschichte. Eine andere kirchengeschichtliche Station ist die Schnappenkirche auf dem Gemeindegebiet von Marquartstein. Sie entstand zwischen 1637 und 1640 im Auftrag der Pröpste des Klosters Herrenchiemsee nach Plänen des Traunsteiner Stadtbaumeisters Wolfgang König. Von dort reicht der Blick über die Chiemgauer Bergwelt bis zum Chiemsee.
Auch Richard Strauss ist mit einem datierten Ereignis in der Ortsgeschichte verbunden: Er heiratete am 10. September 1894 in der Burgkirche St. Veit die Sängerin Pauline de Ahna. Zusammen mit den beiden Marquartsteiner Kirchen eröffnet dieser Bezug eine kulturelle Perspektive neben den Wegen und Naturerlebnissen. Welche Seite Sie bei Ihrer Reise in den Vordergrund stellen, lässt sich so an konkreten Themen festmachen – von der Berglandschaft und den saisonalen Aktivitäten bis zu Kirchenbau und Musikgeschichte.
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