Pittenhart: Salzgeschichte, Römerzeit und Kirchenkunst
Unterkünfte in Unterkünfte in Pittenhart
Pittenhart macht Geschichte an konkreten Orten und Details greifbar: Eine historische Salzstraße zieht sich durch das Gemeindegebiet, am Höhenberg finden sich römische Bezüge, und in der Pfarrkirche St. Nikolaus begegnet Ihnen Kunst aus verschiedenen Jahrhunderten. Dazu kommt eine Wallfahrt, die jedes Jahr Ende September stattfindet. So können Sie einen Aufenthalt nach ganz unterschiedlichen Interessen planen.
Landschaft und historische Wege
Der Verlauf der historischen „Güldenen Salzstraße“ lässt sich noch heute durch das gesamte Gemeindegebiet von Pittenhart verfolgen. Sie gibt dem Ort einen Bezug zur Geschichte des Salzhandels, der sich auf einer Reise gedanklich mit den weiteren historischen Spuren verbinden lässt. Auf dem Höhenberg bietet die als „Kanabe“ bezeichnete Erhebung einen schönen Blick auf den Chiemsee. Pittenhart liegt außerdem nahe dem Naturschutzgebiet Seeoner Seen und den Naturschutzgebieten der Eggstätter Seenplatte. Salzgeschichte, Aussicht und geschützte Landschaft bilden damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung.
Römische Spuren in Pittenhart
Vor dem Wirtshaus „Alte Zollstation“ weisen eine Skulptur eines Ochsengespanns mit Wagen und eine Informationstafel auf Pittenharts Lage an der Trasse der Römerstraße von Salzburg nach Augsburg hin. Auch die „Tafern von Pittenhart“ in der Alten Zollstation hat eine lange Geschichte: Ihr Alter reicht vermutlich in eine Zeit vor 1200 zurück. Am Höhenberg befindet sich ein römischer Kultort. Diese Bezüge geben der Ortsgeschichte verschiedene Facetten, vom Handel und Reisen bis zu religiösen Orten der Vergangenheit.
Eine weitere römische Spur ist in das untere Geschoss von Schloss Oberbrunn integriert: Dort befindet sich bis heute eine Römersäule. Sie lässt vermuten, dass an dieser Stelle einst ein römisches Kastell stand. Die vorsichtige Einordnung gehört zur Geschichte des Ortes; die Säule selbst ist der greifbare Bezugspunkt. Auch der Pittenharter Beitrag zum Gesamtprojekt „Römerregion Chiemsee“ hat einen Bezug zum Ortszentrum: Er wurde an der Kirche im Ortszentrum öffentlich übergeben.
Kirchenkunst und Wallfahrt
In der Pfarrkirche St. Nikolaus in Pittenhart befinden sich Figuren des heiligen Erasmus, die dem Meister von Seeon zugeschrieben werden und aus der Zeit um 1430 stammen. Ein späteres Kunstwerk ist der linke Seitenaltar: Johann Georg Lindt schuf ihn 1766. Zusammen zeigen die beiden Datierungen, dass sich beim Blick auf die Kirche Werke aus unterschiedlichen Jahrhunderten begegnen.
Jedes Jahr Ende September führt eine große Wallfahrt von Pittenhart nach Maria Eck. Die Pfarrgemeinde bezeichnet sie als eine seit vielen hundert Jahren bestehende Tradition. Wenn Sie Ihre Reise auf diesen Termin ausrichten oder an der Wallfahrt teilnehmen möchten, prüfen Sie Datum und Teilnahmedetails vorab. In der näheren Umgebung entstand 1634 der Pestfriedhof, ein weiterer historischer Bezug der Region.
Öffnungszeiten und Wahl des Reiseziels
In der Gemeinde Pittenhart ist der Hilgerhof von April bis Oktober jeden Sonntag von 14.00 bis 17.30 Uhr geöffnet. Prüfen Sie die Öffnungszeit vor einem geplanten Besuch noch einmal. Die Wallfahrt Ende September und die saisonalen Sonntagsöffnungszeiten des Hilgerhofs können für Ihre Terminplanung unterschiedliche Anhaltspunkte sein.
Bei der Wahl eines Aufenthaltsorts hilft es, die eigenen Interessen mit dem Charakter des Reiseziels abzugleichen. Pittenhart bietet dafür konkrete Themen: die Güldene Salzstraße und römische Spuren für Geschichtsinteressierte, Kirchenkunst und die Wallfahrt als religiöse Tradition sowie Aussicht und nahe Schutzgebiete als landschaftliche Bezüge. Überlegen Sie, welche dieser Seiten Ihren Reiseanlass am besten trifft, und nutzen Sie sie als Orientierung, wenn Sie Hotels in Pittenhart suchen.
Weitere Reiseziele entdecken: Kienberg, Tittmoning, Ruhpolding, Taching a.See, Schnaitsee, Inzell, Vachendorf, Reit im Winkl.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Traunstein.