Staudach-Egerndach: Berge, Moor und Kirchen entdecken
Staudach-Egerndach verbindet Bergblicke, Moorlandschaft, Kirchen und abwechslungsreiche Wege rund um die Tiroler Ache. Der Ort liegt in der Nähe des 1.748 Meter hohen Hochgern, der Ache und des Hochmoors der Egerndacher Filze. So treffen aussichtsreiche Almenwanderungen auf ebene Wege durch die Filzen, kulturelle Ziele und Radrouten mit unterschiedlichen Themen.
Bergblicke und Almen
Die aus Natursteinen gemauerte Staudacher Alm liegt auf 1.150 Metern Höhe. Von dort reicht der Ausblick auf den Hochgern und die Zwölferspitz; außerdem werden in der Almhütte deftige Brotzeiten serviert. Der Rundweg Vorderalm – Brachtalm – Staudacher Alm ist eine Almenwanderung mit Blick auf den Hochgern von seiner markanten, wilden Nordseite. Er beginnt am Wanderparkplatz Holzlagerplatz im Mühlwinkel.
In der näheren Umgebung von Staudach-Egerndach steht die 1640 erbaute Schnappenkirche auf dem Schnappenberg in der Gemeinde Marquartstein auf 1.100 Metern Höhe. Sie gehört zur Pfarrei Staudach-Egerndach. Wanderwege führen von Staudach-Egerndach durch den Bergwald zur Kirche, von der aus man über den Chiemgau und den Chiemsee blicken kann.
Moorlandschaft mit ruhigen Stationen
Die Staudach-Egerndacher Filze sind ausgewiesene und geschützte Wiesenbrütergebiete. Der Kleine Moorrundweg verläuft durch die Egerndacher und Staudacher Filzen und umfasst verschiedene Stationen zum Thema Moor. An diesen Stationen gibt es Informationen über das Moor und ruhige Plätze zur Erholung. Der Weg verläuft eben und ohne nennenswerte Steigung, ist für ältere Menschen und kleine Kinder geeignet und mit dem Kinderwagen begehbar. Ein nahegelegener Moorerlebnispfad macht die Moorlandschaft auf mehreren Kilometern Länge erlebbar.
Radwege und Themenrouten
Der Dammweg an der Tiroler Ache eignet sich zum Wandern, Radfahren und Joggen. Der Planetenweg verläuft zwischen Staudach-Egerndach und Marquartstein und vermittelt Einblicke in unser Sonnensystem. Er wurde von Schülern des Gymnasiums Landschulheim Marquartstein verwirklicht. Die Route „Spielplatz und Schleckerrunde“ führt über den Achendamm, der ebenfalls den Namen Planetenweg trägt, zum letzten Spielplatz in Staudach-Egerndach.
Für Mountainbike-Fahrten führt die Tour MTB 31 Brachtalm von ihrem Start am Holzlagerplatz Mühlwinkl an der Kirche vorbei und auf dem Radweg in Richtung Bergen. Die Radtour „Achen-Achter für Gravel“ startet an der Brücke über die Tiroler Ache in Staudach und folgt zunächst dem Radweg entlang der Ache. Anschließend führt sie über Egerndach und entlang der Staudach-Egerndacher Filze.
Kirchen, Burg und Atelierfenster
Die Kirche St. Andreas in Egerndach wurde erstmals im Jahr 1260 urkundlich erwähnt. Die heutige katholische Pfarrkirche St. Andreas stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Eine Informationstafel an der Kirche gibt Gästen und Einheimischen einen kurzen Einblick in ihre Geschichte. Die Burg Hohenstein entstand im Laufe des 10. Jahrhunderts auf einem Höhenrücken des Schlossbergs.
Das Atelierfenster ist ein kleiner Ausstellungsraum in Staudach-Egerndach zur Förderung und Wertschätzung der Bildenden Kunst im Chiemgau. Nach Absprache sind dort auch Atelierbesuche möglich.
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