Rott a.Inn: Klostergeschichte, Wald und Ausee
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Rott a.Inn bietet Anknüpfungspunkte für ganz unterschiedliche Entdeckungen: Klostergeschichte und sakrale Kunst stehen neben einem Badesee, einem großen Waldgebiet und Wegen durch das nähere Umfeld. Wenn Sie für Ihre Reise Kultur, Natur und Wasser in den Blick nehmen möchten, können Sie diese Themen bei der Wahl Ihres Aufenthaltsortes gegeneinander abwägen.
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Foto: Renardo la vulpo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Klostergeschichte und Kunst in Rott
Die Kirche St. Marinus und Anianus ist Teil eines ehemaligen Benediktinerklosters aus dem 11. Jahrhundert. Ihre Architektur schuf Johann Michael Fischer; den Hochaltar und die Skulpturen gestaltete Ignaz Günther. Damit kommen in einem Bauwerk unterschiedliche künstlerische Beiträge zusammen – ein konkreter Schwerpunkt für alle, die sich für Kirchenarchitektur und Kunst interessieren.
Auch im zu Rott gehörenden Feldkirchen liegen Spuren der Klostergeschichte. Dort steht die frühere Marien-Wallfahrtskirche Unsere liebe Frau, die zum Besitz des Rotter Klosters gehörte. Abt Benedikt I. gab ihr im 16. Jahrhundert ihr heutiges Aussehen. In der Kirche befindet sich eine spätgotische Muttergottesfigur aus der Zeit um 1500.
Eine weitere Perspektive eröffnet die Rotter Achse, ein landschaftsplanerisches und geschichtsorientiertes Gesamtkunstwerk. Von einem freien Blick auf den Abt-Benedikt-Lutz-Brunnen führt die Blickfolge über den Kirchzugang und durch den linken Klosterflügel bis zur Zeitstele „ecclesia et mundus“ am Friedhofseingang. Im Klosterflügel befindet sich heute die Gemeindeverwaltung. Der Säkularisationsweg im Vorgarten des Gemeindehauses liegt auf dem ehemaligen Klostergelände: Neun Informationstafeln erinnern an die Säkularisation vor 200 Jahren.
Auch die Brautradition gehört zu den historischen Themen des Ortes. Eine Kältemaschine der Firma Linde aus dem Jahr 1904 erinnert an sie. Zusammen mit den kirchlichen Bau- und Kunstwerken erweitert sie den Blick auf Rotts Geschichte um ein Zeugnis der Technik.
Wald und Wasser als weitere Reiseinteressen
Der Rotter Forst ist ein Mischwald- und Feuchtgebietskomplex mit etwa 16 km² Fläche. Er ist das größte Waldgebiet im Landkreis Rosenheim vor den Alpen. Im Forst befinden sich Brutgebiete der Waldschnepfe. Wer Natur und Landschaft in seine Reiseüberlegungen einbezieht, findet hier neben den historischen Themen einen eigenen Schwerpunkt.
Der Rotter Ausee ist ein Badesee an der Gemeindegrenze zwischen Rott a. Inn und Schechen. Am See gibt es ein Beachvolleyballfeld und Sandkästen. Die Kombination aus ausgewiesener Badefunktion und diesen Freizeiteinrichtungen bietet verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt am Wasser, ohne dass dafür eine bestimmte Tagesplanung vorausgesetzt werden muss.
Wege im näheren Umfeld
Der Kapellenweg führt an vier Rotter Kapellen und an der Mariengrotte am Rockerl vorbei. Seine Länge beträgt etwa 6 km. Der Hofmarkweg richtet den Blick auf Rott und seine kulturellen Wurzeln; für den Weg ist eine Gehzeit von gut einer Stunde angegeben. Diese beiden Angaben geben eine konkrete Orientierung, wenn Sie einen kürzeren Weg oder eine Tour mit Bezug zur Ortsgeschichte in Ihre Planung aufnehmen möchten.
Auch der Entenweiherweg gehört zum Angebot im näheren Umfeld. Mit ihm verbunden ist ein Naherholungsgebiet, das aus einem früheren Torfabbau hervorgegangen ist. Der Entenweiher im Rotter Forst lädt zum Verweilen ein. So lassen sich bei der Beschäftigung mit Rott unterschiedliche Interessen berücksichtigen: historische Orte und Kunstwerke, eine Zeit am See oder Natur- und Landschaftsthemen.
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