Hohenberg an der Eger zwischen Burg, Porzellan und Egerauen
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Hohenberg an der Eger verbindet Burggeschichte, Porzellantradition und eine vielseitige Flusslandschaft. Wenn Sie ein Hotel oder eine andere Unterkunft für einen Aufenthalt mit Kultur, Natur und Bewegung suchen, finden Sie hier Anknüpfungspunkte für ganz unterschiedliche Reisepläne.
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Foto: PantheraLeo1359531 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Burg, Kirche und Hohenberger Geschichte
Die Burg Hohenberg an der Eger entstand zwischen 1170 und 1222 zum Schutz einer alten Handelsstraße. Diese führte von Osten über die Stadt Eger (Cheb) an Hohenberg vorbei. Auch die Kirche St. Elisabeth reicht in die Burggeschichte zurück: Sie entwickelte sich aus einer kleinen Kapelle, die zur Burg gehörte und ursprünglich der Pfarrei Arzberg unterstand. Eine Kirchenvisitation erwähnte sie 1508 erstmals als „Kapelle der seligen Jungfrau bei der Burg Hohenberg“.
Zur Innenausstattung von St. Elisabeth gehören ein 1949 von Marianne Wendt geschaffener Altar, eine Kanzel und ein Taufstein aus rötlicher Terrakotta sowie ein 1952 von Albert Sterr geschnitztes Flügelretabel aus Eichenholz. Das Porzellanikon befindet sich in der ehemaligen Villa von Carl Magnus Hutschenreuther und vermittelt die Geschichte der regionalen Porzellanindustrie. Im „Milchhof“ beherbergt die Stadt heute ihr Stadtarchiv, das zugleich als Lernort für die Geschichte Hohenbergs dient. Beim Besuch des Werksverkaufs können Sie die Besonderheiten des Dibbern-Porzellans unmittelbar kennenlernen.
Baudenkmäler und besondere Ortsbilder
Ein weiteres Baudenkmal befindet sich in der Hirtengasse 2. Das ehemalige, 1768 bezeichnete Forsthaus ist ein eingeschossiger Mansardhalbwalmdachbau mit verputzten Außenflächen, Fachwerkgiebel und Granit-Türrahmung. Am Übergang von Orts- zu Flusslandschaft steht außerdem die 2,40 Meter hohe Dudelsackpfeifer-Skulptur aus Muschelkalk. Sie wurde im November 1963 an der Egerbrücke bei der Pfeiffermühle aufgestellt und erinnert an die böhmischen Musikanten, die im 19. und im frühen 20. Jahrhundert im Sommer nach Bayern zogen. Entworfen wurde sie von Oswald Hoffmann, gefertigt von Ludwig Deller.
Eger, Quelle und Naturpark
Die Eger fließt auf deutscher Seite durch Weißenstadt, Röslau, Marktleuthen und Hohenberg an der Eger. Ihr Flusslauf bietet artenreiche Lebensräume mit unterschiedlichen Nährstoffgehalten; die Auen sind durch Flussablagerungen nährstoffreich. Westlich der Stadt erhebt sich der 653 Meter hohe Steinberg, der im Naturpark Fichtelgebirge liegt. Der Heiligenberg ist als geschütztes Geotop von hohem geowissenschaftlichem Wert ausgewiesen.
Die Carolinenquelle ist eine heilkräftige Mineralquelle auf der „Kuppelwiese“ im Naturpark „Kocherrangen“, nur wenige Meter von der Eger entfernt. Von einem Parkplatz führt eine Forststraße in die Egeraue hinunter; von dort ist die Quelle in fünf Minuten zu Fuß erreichbar. An der Quelle stehen weitere Schautafeln, unter anderem des Geoparks. Für eine Wanderung entlang des Flusses bietet sich der Themenweg „Kaiserweg“ an: Er beginnt in Hohenberg, verläuft entlang der Eger und erläutert auf Informationstafeln Geologie, Natur und Kulturgeschichte des Egertals.
Wanderwege mit unterschiedlichen Profilen
Der Rundwanderweg 1 folgt der Eger flussabwärts und führt über einen steilen Aufstieg durch den Naturpark Kocherrangen mit schönen Talblicken zurück zum Burgplatz. Der Rundwanderweg 7 führt am Wasserkraftwerk Hirschsprung vorbei und anschließend zu der Brücke in Richtung Gut Blumenthal, die auf die andere Uferseite zurückführt. Nach einer Abzweigung an der Brücke verläuft der Rundwanderweg 7 direkt am Ufer entlang in das Wellerthal. Damit lassen sich Flussufer, Talräume und Anstiege auf verschiedenen Wegführungen erleben.
Anreise, Grenzweg und weitere Ausflüge
Hohenberg an der Eger ist mit der Bahn über die Haltestelle Schirnding und mit dem Auto über die Bundesautobahnen A 9 und A 93 erreichbar. Wer seit dem 1. März 1996 den Grenzübergang bei der Hammermühle nach Tschechien nutzt, kommt vor der Überquerung der Egerbrücke am Confinhaus vorbei. Dabei handelt es sich um eine ehemalige Quarantänestation aus dem späten 18. Jahrhundert bei der Hohenberger Hammermühle. Ihr Obergeschoss ist in Fachwerk ausgeführt, das Satteldach wurde verändert.
Für Familien und mehrere Generationen ergänzt der Sakura-Aktivpark das Angebot: Der 2023 eröffnete Park bietet Spielgeräte für kleine Kinder sowie Fitnessstationen für Seniorinnen und Senioren. Während der Kirschblüte im April ist er besonders eindrucksvoll. Unter einer Eiche wurde 2005 die Fatima-Kapelle errichtet und noch im selben Jahr mit einer gestifteten Fatima-Madonna feierlich eingeweiht. Der Fatima-Gebetskreis trifft sich jeden Monat am 13. zu einer Andacht und betet den Rosenkranz nach den Bitten der Gottesmutter Maria.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hohenberg a.d.Eger.