Falkensee: Gedenkort, Seen und Radwege
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Falkensee bietet sehr unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Reiseplanung: Orte des Erinnerns, Kunst und Stadtgeschichte stehen neben Ausflugszielen am Wasser und mehreren Radrouten. Welche davon Ihren Aufenthalt prägen, können Sie nach Ihren Interessen und der verfügbaren Zeit auswählen.
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Foto: Leonhard Lenz via Wikimedia Commons, CC0
Gedenkort, Stadtgeschichte und Kunst
Der Geschichtspark Falkensee zeigt in einer Open-Air-Ausstellung die Geschichte des ehemaligen KZ-Außenlagers Falkensee. Als Gedenkstätte erinnert er an die Opfer des Nationalsozialismus. Ein weiterer Ort für die Beschäftigung mit der Stadtgeschichte ist der Bürgermeistergarten: Die Dauerausstellung „Spurensuche: Mauer“ informiert über die Mauer, die Falkensee von Spandau trennte.
Im Museum und Galerie Falkensee spannt die Dauerausstellung einen weiten thematischen Bogen. Sie verbindet die Natur- und Tierwelt des Havellandes, Archäologie und die Geschichte Falkensees mit Leben und Werk der Lyrikerin Gertrud Kolmar (1894–1943). Hinzu kommen eine Galerie für zeitgenössische Kunst, Räume für Sonderausstellungen und Präsentationen aus dem eigenen Sammlungsbestand sowie der Gertrud-Kolmar-Rosengarten. Der Falkenhagener Anger setzt einen anderen Akzent: Der historisch bedeutende Dorfanger ist als städtebauliches Kleinod durch eine Erhaltungssatzung geschützt.
Seen und Zeit im Freien
Der Falkenhagener See und der Neue See sind Ausflugsziele in Falkensee. Rund um den Neuen See verläuft ein Rundwanderweg, auf dem Sie den See bei jeder Witterung umrunden können. An den Falkenhagener und Neuen Seen gibt es außerdem einen Spielplatz mit einem versunkenen Schiff, einer Matschanlage und einer Nestschaukel. Diese Ausstattung macht den Besuch besonders für Familien interessant.
Damit stehen unterschiedliche Formen eines Tages im Freien zur Wahl: eine Runde am See, Zeit auf dem Spielplatz oder eine längere Strecke mit dem Rad. Wenn Sie eine Unterkunft für Falkensee suchen, kann es hilfreich sein, zunächst zu überlegen, welche dieser Aktivitäten den Schwerpunkt Ihrer Reise bilden soll. Die Erlebnisse unterscheiden sich in Thema und Zeitplanung, ohne dass Sie sich auf nur eine Seite des Ortes festlegen müssen.
Radrouten mit verschiedenen Schwerpunkten
Der rund acht Kilometer lange „Radweg der Sympathie“ verbindet Falkensee mit Brieselang und dem Berliner Bezirk Spandau. Er führt durch Waldgebiete, Grünzüge, Wiesen, Gräben und ruhige Wohngebiete. Unterwegs verläuft die Route durch den Geschichtspark, am Gutspark des früheren Ritterguts Seegefeld vorbei und später durch das Naturschutzgebiet Bredower Forst. Damit lässt sich die Strecke mit Eindrücken aus Stadtgeschichte und Landschaft verbinden.
Eine andere historische Perspektive bietet der Berliner Mauerweg. Er quert Falkensee auf Höhe des Falkensees, führt über den Bürgermeistergarten in Richtung Spandauer Forst und wechselt an der Pestalozzistraße beziehungsweise am Maikäferweg wieder auf die Berliner Seite. Die Ausstellung „Spurensuche: Mauer“ im Bürgermeistergarten ergänzt diesen Bezug zur Geschichte der Teilung.
Für die Fahrradtour „Auf den Pfaden der Alten Hamburger Poststraße“ sollten Sie einen ganzen Tag einplanen; sie beginnt am Regionalbahnhof Falkensee. Ebenfalls dort startet die Tour „Kleingewässer, Feuchtbiotope – Erholung vor der Haustür“. Sie führt durch das Zentrum bis in die Kantstraße, wo sich ein Blick auf den Falkenhagener See und den Neuen See bietet. Die Routen unterscheiden sich damit sowohl in ihrer beschriebenen Zeitplanung als auch in den genannten Eindrücken: Die eine ist als ganztägige Tour eingeordnet, die andere verbindet den Weg durchs Zentrum mit dem Seeblick.
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