Börnicke entdecken: Kirche, Geschichte und Luchlandschaft

File:Dorfkirche Börnicke (Nauen) 2019 ENE.jpg File:Dorfkirche Börnicke (Nauen) 2019 ENE.jpg Foto: Hans G. Oberlack via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Börnicke verbindet Baukultur, Erinnerung und Landschaft zu einem Reiseziel mit mehreren deutlich unterschiedlichen Zugängen. Die Dorfkirche, die Geschichte des frühen Konzentrationslagers und die Lage zwischen Havelländischem Luch und Ländchen Glien geben dem Ort ein Profil, das kulturelle Interessen ebenso anspricht wie den Wunsch nach ruhigen Wanderungen durch Wald und Luch. Für Sie lohnt sich deshalb ein Blick auf die einzelnen Seiten Börnickes, bevor Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts festlegen.

Die Dorfkirche und ihre Ausstattung

Die Dorfkirche Börnicke ist ein spätgotischer Backsteinbau mit einem charakteristischen Blendgiebel; ihr Turm wurde Anfang des 18. Jahrhunderts angebaut. Im Kirchenraum zeigt die Kanzel Bilder der Evangelisten. Auf der Westempore befindet sich eine Gesell-Orgel aus dem Jahr 1850. Der Renaissancealtar der Kirche in Börnicke stammt aus dem Jahr 1604 und wurde 1739 restauriert. Für Sie entsteht damit ein konkreter kultureller Schwerpunkt: Architektur, Bildprogramm, Orgel und Altar lassen sich als unterschiedliche Details desselben Kirchenbaus betrachten.

Erinnerung an das Jahr 1933

Zur Geschichte Börnickes gehört auch ein schweres Kapitel. Das frühe Konzentrationslager Börnicke wurde Mitte Mai 1933 von der SA-Standarte 224 auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik an der Straße nach Tietzow errichtet und entwickelte sich während seines dreimonatigen Bestehens zur zentralen Haftstätte für das Osthavelland. Seit 1975 erinnert dort ein Gedenkstein an die Opfer dieses Teils der Geschichte Börnickes. Für eine historisch ausgerichtete Beschäftigung mit dem Ort ist diese Vergangenheit daher ebenso bedeutsam wie die sichtbaren Baumerkmale.

Luch, Wald und Deutsche Alleenstraße

Börnicke liegt an der Grenze zwischen dem Havelländischen Luch und dem Ländchen Glien. Rund um Börnicke laden der Wald und das weite, ruhige Luchgebiet zu ausgedehnten Wanderungen ein. Damit kommt neben der Ortsgeschichte eine landschaftliche Perspektive hinzu, die Sie auf längere Fußstrecken einstimmen kann. Außerdem liegt Börnicke an der Deutschen Alleenstraße. Wer den Ort in Verbindung mit dieser Alleenstraße betrachtet, kann den landschaftlichen Routenbezug neben den Wanderungen berücksichtigen. Die Kombination aus Luchgebiet, Wald und Alleenstraße setzt dabei einen klaren landschaftlichen Akzent.

Das Vierseitgehöft in der Mitteldorf

In der Mitteldorf 6 umfasst das Vierseitgehöft ein Wohnhaus, zwei Ställe und Scheunen. Das Wohnhaus ist ein klassizistischer Bau aus der Zeit um 1870/80.

Börnicke nach Interesse planen

Für Ihre Reiseplanung lassen sich daraus zwei unterschiedliche Schwerpunkte ableiten. Wer sich für Kirchen und Baugeschichte interessiert, findet in Dorfkirche, Renaissancealtar, Kanzel und Gesell-Orgel mehrere konkrete Anknüpfungspunkte. Wer Natur und Bewegung vorzieht, richtet den Aufenthalt auf Wald, das weite, ruhige Luchgebiet und ausgedehnte Wanderungen aus. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie diesen Schwerpunkt zum Ausgangspunkt nehmen. Auch für einen kürzeren Aufenthalt lässt sich so ein klarer Akzent setzen: entweder auf die Kirche und die historischen Spuren oder auf die Landschaft und das Wandern.

Zur weiteren Orientierung können Sie auch Ribbeck ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nauen.

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