Hohensaaten: Wasserwege, Radweg und Dorfgeschichte
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Foto: Leonhard Lenz via Wikimedia Commons, CC0
Hohensaaten zwischen Wasserstraßen und Oder
Bei Hohensaaten treffen mehrere Wasserstraßen aufeinander. Zwei moderne Schleusenanlagen verbinden die Wasserstraßen bei Hohensaaten mit der Oder. Diese Verbindung gehört zur Schifffahrtsgeschichte des Ortes, der zunächst Fischer- und später Schifferdorf war. Die Wasserwege gehören deshalb sowohl zur Landschaft als auch zur früheren Nutzung des Dorfes. Die modernen Schleusenanlagen stehen dabei neben der historischen Entwicklung des Ortes. Für einen Aufenthalt am Wasser lässt sich die Ortsgeschichte mit dem Verlauf der Wasserstraßen und der Oder verbinden. Die beiden Anlagen machen dabei die technische Seite des Wasserraums sichtbar. Zugleich verweist die frühere Entwicklung vom Fischer- zum Schifferdorf auf die Berufe, die mit den Wasserwegen verbunden waren.
Hohensaaten ist besonders bei zahlreichen Wassersportlern beliebt und lässt sich auf dem Wasserwege erleben. Für einen Aufenthalt mit diesem Schwerpunkt lässt sich die Verbindung von Wasserstraßen, Schleusenanlagen und Oder als durchgehendes Thema wählen. Für Wassersportler liegt der Schwerpunkt damit unmittelbar an den Wasserstraßen und an der Oder. Die Schleusenanlagen gehören zu diesem Wasserraum, während Kirche und Ausstellung einen Wechsel zu ortsbezogener Geschichte eröffnen. Die Dorfkirche und die Ausstellung des Heimatvereins bieten daneben einen Wechsel zu Baugeschichte und lokaler Erinnerung. Die Wasserlandschaft und die historische Nutzung des Dorfes lassen sich so in einem Aufenthalt gemeinsam berücksichtigen.
Dorfkirche und Heimatgeschichte
Einen architektonischen Akzent setzt die evangelische Dorfkirche in Hohensaaten. Sie wurde zwischen 1858 und 1860 im neugotischen Stil errichtet. Kulturinteressierte können hier einen eigenständigen Schwerpunkt zur Baugeschichte setzen. Ihre Bauzeit und der neugotische Stil geben dem Kirchenbau eine klar bestimmbare zeitliche und gestalterische Kontur.
Die Ausstellung des Heimatvereins Hohensaaten ist in einem ehemaligen Stallgebäude an der Dorfstraße in Hohensaaten untergebracht. Sie gibt Besuchern Einblicke in die Geschichte Hohensaatens als ehemaliges Fischer- und späteres Schifferdorf. Ein 90 Zentimeter großer Mammutknochen aus der Kiesgrube Hohensaaten ist das Highlight der Ausstellung. Das ehemalige Stallgebäude hält dabei den Bezug zur dörflichen Vergangenheit im Ausstellungsort fest. In derselben Ausstellung kommen die Geschichte des früheren Fischer- und späteren Schifferdorfs und der Fund aus der Kiesgrube Hohensaaten zusammen.
Radweg und umgebende Wälder
Der Oder-Neiße-Radweg führt von Hohensaaten in den Nationalpark Unteres Odertal weiter. Zu den Hohensaaten umgebenden Wäldern gehört die Lunower Bauernheide. Radreisende können den Nationalpark als weiteren Verlauf des Weges in ihre Streckenplanung aufnehmen. Für eine Fahrradtour lassen sich der weiterführende Weg und der Wald als getrennte Landschaftsbezüge berücksichtigen. Die Richtung in den Nationalpark Unteres Odertal kann dabei als Orientierung für die Weiterfahrt dienen. Für die Radplanung liegen damit zwei räumliche Bezüge vor: Die Weiterfahrt weist von Hohensaaten in den Nationalpark Unteres Odertal, die Lunower Bauernheide gehört zum Waldraum um Hohensaaten.
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