Zum Inhalt

Neulewin: Dorfgraben und Heimatgeschichte

Unterkünfte in Unterkünfte in Neulewin

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Neulewin zeigt seinen dörflichen Charakter im Verlauf des Dorfgrabens: Er schlängelt sich durch den Ort, begleitet von etwas zurückgesetzten Häuserreihen auf beiden Seiten. Dazu kommen die Heimatstube in einem ehemaligen Arbeiterhaus und ein Gründungsstein, der an das entbehrungsreiche Leben der ersten Siedler erinnert. Wer sich für Ortsgeschichte interessiert, findet hier konkrete Anknüpfungspunkte – vom vertrauten Alltag bis zu den Anfängen der Siedlung.

File:Friedhof Karlshof (Neulewin) 02.JPG File:Friedhof Karlshof (Neulewin) 02.JPG Foto: Picture taken by Marcus Cyron via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Dorfgraben und Ortsbild

Der Dorfgraben ist ein prägendes Element des Ortsbildes. Seine Führung durch Neulewin und die zurückliegenden Häuserreihen geben dem Dorf eine erkennbare räumliche Ordnung. Statt eines einzelnen Bauwerks steht hier das Zusammenspiel von Wasserlauf und Bebauung im Mittelpunkt. Das macht Neulewins Charakter besonders dort anschaulich, wo der Blick auf den Verlauf des Grabens und die Häuser beiderseits fällt.

Auch der Gründungsstein gehört zu den Erinnerungszeichen des Ortes. Er hält das entbehrungsreiche Leben der ersten Siedler fest und ergänzt den Blick auf die bauliche Gestalt um eine historische Perspektive. Zusammen mit der Heimatstube ergibt sich ein Zugang zu zwei unterschiedlichen Seiten der Ortsgeschichte: dem Leben im Dorf und den Bedingungen seiner Besiedlung.

Heimatstube in einem ehemaligen Arbeiterhaus

Die kleine museale Einrichtung befindet sich in einem ehemaligen Arbeiterhaus, das um 1875 für zwei Familien erbaut wurde. In der Heimatstube Neulewin werden Möbel, Gegenstände und Geräte aus dem früheren Alltag ausgestellt. Das Haus und seine ursprüngliche Nutzung geben dem Blick auf diese Dinge einen konkreten Rahmen: Die Ausstellung ist nicht nur eine Sammlung alter Gegenstände, sondern steht in einem Gebäude, das selbst von einer früheren Wohnform erzählt.

2018 wurde die Heimatstube mit dem Kulturerbesiegel ausgezeichnet. Für die eigene Reiseplanung lässt sich dieser Besuchsgedanke gut mit dem Gründungsstein verbinden: Beide Orte lenken die Aufmerksamkeit auf Geschichte, jedoch aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Heimatstube widmet sich Gegenständen des Alltags; der Stein erinnert an die ersten Siedler und ihr entbehrungsreiches Leben.

Weitere Kultur im übergeordneten Reiseziel Märkisch-Oderland

Wer den Aufenthalt über Neulewin hinaus im übergeordneten Reiseziel Märkisch-Oderland plant, kann weitere kulturelle Themen einbeziehen. In Buckow ist das Brecht-Weigel-Haus seit 1977 ein Museum. Das Literaturmuseum veranstaltet ganzjährig Lesungen, Konzerte, Gespräche, Diskussionen, Filme, Ausstellungen und Sonderführungen; das einzelne Programmangebot kann variieren. Schloss Neuhardenberg ist ein weiterer Kulturort der Region. Zum Programm gehören Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen und Lesungen; außerdem gibt es dort Hotel, Restaurants und Veranstaltungsräume.

Auch das alte Kolonistendorf Neulietzegöricke im Oderbruch gehört als Ortsteil zur Gemeinde Neulewin. Es wurde vollständig unter Denkmalschutz gestellt. Diese geschützte Dorfgeschichte ist ein eigener regionaler Aspekt und ergänzt die Neulewiner Ortsbezüge, ohne mit dem Dorfgraben oder der Heimatstube gleichgesetzt zu werden. Märkisch-Oderland bietet darüber hinaus Schlösser und Herrenhäuser, Fachwerkhäuser in historischen Stadtkernen sowie Museen.

Anzeige

Wege und Aktivitäten in Märkisch-Oderland

Für aktive Ausflüge bietet das übergeordnete Reiseziel Märkisch-Oderland unterschiedliche Landschafts- und Routenperspektiven. Die Märkische Schweiz lässt sich auf dem 17 Kilometer langen Natura Trail und der knapp 21 Kilometer langen zertifizierten Naturparkroute Märkische Schweiz erkunden. Die Längen geben einen konkreten Vergleich für die Planung; prüfen Sie die Routenbedingungen vor Ort. Der Oderbruchbahn-Radweg führt durch die stille Landschaft des Oderbruchs und verbindet Naturerlebnis mit der Geschichte des Eisenbahnverkehrs und den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Seine Hauptroute führt von Fürstenwalde/Spree oder alternativ von Müncheberg nach Wriezen.

Auch Radtouren entlang des Oder-Neiße-Radwegs sind in Märkisch-Oderland möglich. Wer lieber wandert, findet im Oderlandweg schattige Waldwege, sonnendurchflutete Laubwälder, enge Täler und kleine Wasserflächen. Der Unterschied liegt vor allem in der Aktivität: Radfahren auf dem Oder-Neiße-Radweg oder Wandern auf dem Oderlandweg.

In Bad Freienwalde können alle Sprungschanzen der Sparkassen Ski Arena im Sommer und im Winter genutzt werden. Spezielle Matten und witterungsunabhängige Anlaufspuren ermöglichen ganzjähriges Skispringen; die tatsächlichen Betriebsbedingungen sollten Sie vor einem Besuch prüfen. Ein weiterer regionaler Anlass ist das Bergfest in Rüdersdorf bei Berlin: Seit der Wiederbelebung des bergmännischen Brauchs wird es jedes Jahr am ersten Juli-Wochenende gefeiert. Programm und genaue Termine können von Jahr zu Jahr variieren.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

Falkenberg, Petershagen/Eggersdorf, Gusow-Platkow, Bleyen-Genschmar, Altlandsberg, Zeschdorf, Vierlinden, Neuhardenberg

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Märkisch-Oderland.