Lehnitz am Lehnitzsee: Natur, Wege und Geschichte
File:Oranienburg-Lehnitz, Friedrich-Wolf-Straße 15.jpg
Foto: Jumbo1435 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
See und Wald am östlichen Ufer
Lehnitz liegt am östlichen Ufer des Lehnitzsees und ist von ausgedehnten Mischwäldern umgeben. Die Waldflächen reichen kilometerweit bis zu den benachbarten Orten Schmachtenhagen, Summt und Borgsdorf. Der Lehnitzsee ist ein schmaler Toteissee, 2,3 Kilometer lang und bis zu 450 Meter breit. Am östlichen Ufer treffen Ortslage, See und Wald in einem Landschaftsbild zusammen. Die Runde folgt dem Wasser, während der Wald bis zu den Nachbarorten reicht. In Lehnitz liegen Seeufer und Waldflächen daher als unterschiedliche Landschaftsräume nebeneinander.
Rundwanderung und Schleuse
Die Rundwanderung um den Lehnitzsee bietet Ausblicke auf den See sowie Rastmöglichkeiten an versteckten Buchten und Badestränden. An den Uferstellen lassen sich Pausen direkt am Wasser einlegen. Ein hervorgehobener Punkt der Runde ist die Lehnitzschleuse. Dort werden Güterschiffe, Sportboote und Ausflugsschiffe gleichermaßen geschleust. Am Seeufer steht damit die Landschaft im Vordergrund, an der Schleuse kommt die Schifffahrt hinzu. Für eine Pause am Wasser stehen sowohl geschützte Buchten als auch Badestrände zur Verfügung. Wer den Naturausflug mit mehreren Unterbrechungen plant, kann die Uferstellen und den Schleusenbereich als unterschiedliche Abschnitte der Runde vorsehen.
Historische Orte in Lehnitz
Das ehemalige jüdische Erholungsheim in Lehnitz wurde 1899 gegründet und diente bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten bedürftigen jüdischen Menschen als Erholungsort. Am Hafenbecken erinnert ein 2015 eingeweihter Gedenkort an die Opfer des KZ-Außenlagers „Klinkerwerk“. Für Kulturinteressierte gehören das ehemalige Erholungsheim und der Gedenkort am Hafenbecken zu zwei unterschiedlichen historischen Orten in Lehnitz.
Zur Ortsgeschichte gehört auch die Waldsiedlung Lehnitz-Nord, ein denkmalgeschütztes Siedlungsensemble in Lehnitz. Sie wurde im Oranienburger Forst während der Zeit des Nationalsozialismus von 1938 bis 1943 auf einer Fläche von sieben Hektar errichtet. Zu ihr gehören 20 Einfamilienhäuser, die für Testpiloten und Offiziere der Luftwaffe gebaut wurden.
Die Friedrich-Wolf-Gedenkstätte bietet Führungen durch das Haus in der originalen Wohnumgebung. Zu sehen sind dort Bücher, Bilder und erhaltene Zeitzeugnisse. Für alle Besucher ist die Gedenkstätte freitags von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Für einen Besuch am Freitag steht damit ein Zeitfenster zwischen 12 und 16 Uhr zur Verfügung.
ÖPNV zur Rundwanderung
Die ÖPNV-Verbindung zur Rundwanderung um den Lehnitzsee führt vom Berliner Hauptbahnhof mit dem RE5 oder der S1 nach Oranienburg und anschließend mit dem Bus 805 in Richtung Liebenwalde bis zur Haltestelle „Finanzamt Oranienburg“. Der Umstieg vom Zug auf den Bus erfolgt in Oranienburg. Die Anreise besteht damit aus einem Bahnabschnitt und einem anschließenden Busabschnitt. Für die Planung des Ausflugs sind die beiden Verkehrsmittel als aufeinanderfolgende Etappen zu berücksichtigen. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, plant für diese Verbindung einen Wechsel in Oranienburg ein.
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