Schwante entdecken: Dorfkirche, Skulpturenpark und Mühlensee
Schwante ist ein Ort, in dem Dorfgeschichte, Kunst und regionale Genusskultur aufeinandertreffen. Die Dorfkirche, das Schlossgut mit seinem Skulpturenpark, die Backtage am Holzbackofen und die Landschaft am Mühlensee eröffnen verschiedene Wege, den Ort kennenzulernen.
Dorfkirche und Kulturschmiede in Schwante
Die Dorfkirche Schwante ist ein kleiner barocker Saalbau aus dem Jahr 1780. Im Inneren bewahrt sie eine barocke Ausstattung mit Hufeisenempore, Patronatsloge und Gestühl. Außerdem befindet sich dort ein Triumphkruzifix aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Das Baujahr 1780 und das Kruzifix aus der Mitte des 15. Jahrhunderts markieren im Raum einen zeitlichen Kontrast. Für Besucherinnen und Besucher, die historische Details nicht nur über Fassaden, sondern auch über Innenräume und einzelne Ausstattungsstücke erschließen möchten, verbindet die Kirche Baugeschichte mit Zeugnissen verschiedener Epochen.
Die Kulturschmiede Schwante ist eines der ältesten Gebäude im Ort und wird heute auch für kulturelle Angebote genutzt. Damit steht neben der Dorfkirche ein weiterer konkreter Ort für Geschichte und Kultur in Schwante.
Kunst und Geschichte auf dem Schlossgut Schwante
Auf dem Schlossgut Schwante verweisen die Kellergewölbe des heutigen Schlosses auf einen Vorgängerbau, das sogenannte „Feste Haus“. Das Herzstück des Schlossguts ist der Skulpturenpark. Auf 15 Hektar umfasst er 30 Arbeiten nationaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler, darunter Tony Cragg, Hans Arp, Maria Loboda, Leiko Ikemura und Ai Weiwei. In der Ausstellung „Skulptur & Natur“ können Besucherinnen und Besucher außerdem 23 Außenskulpturen erleben. Die Kellergewölbe und die Kunstwerke unter freiem Himmel setzen auf dem Schlossgut unterschiedliche räumliche und zeitliche Bezugspunkte.
Backtradition und regionale Produkte in Schwante
Der traditionsreiche Obst- und Gemüseanbau prägt Schwante. Am Holzbackofen auf dem Dorfanger finden jeden Freitag und Sonnabend Backtage statt; dort werden Sauerteig-, Speck- und Kräuterbrote gebacken. Besucherinnen und Besucher aus der Umgebung können an diesen Backtagen ihr eigenes Kuchenblech in den Ofen schieben. Im Hofladen treten die Produkte des Schlossguts als eigener Teil der regionalen Genusskultur neben die Brote vom Dorfanger. Ergänzend gibt es im Hofladen im Backsteinhaus auf dem Schlossgut hausgemachte Marmeladen, eigenen Apfelsaft, Schnäpse, Baiser und Apfelkekse.
Zu Fuß am Mühlensee unterwegs
Die Landschaft des Mühlensees kann zu Fuß erkundet werden, wobei sich touristische Zielpunkte erreichen lassen. Der Mühlensee-Rundweg ist nicht markiert. Entlang der Strecke stehen Informationstafeln; zur Orientierung wird das Wandern nach Track empfohlen. Wer den Rundweg für die eigene Tagesplanung einplant, sollte die fehlende Markierung und die Orientierung nach Track von Beginn an berücksichtigen. Zum Weg gehört ein breiter, barrierefreier Holzsteg, der über das Wasser führt. Am südlichen Ende des Mühlensees befindet sich ein Weinberg, auf dem bis ins 19. Jahrhundert Wein angebaut wurde.
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