Zum Inhalt

Kaisermühl zwischen Kanalgeschichte und Natur

Unterkünfte in Unterkünfte in Kaisermühl

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Kaisermühl ist durch den Friedrich-Wilhelm-Kanal geprägt, der heute Oder-Spree-Kanal heißt. Im Ort stehen historische Gebäude, eine Fußgänger- und Radwegbrücke sowie die frühere Fährstelle mit ihrem Rastplatz. Die „Friedenseiche“ ist in Kaisermühl als Naturdenkmal geschützt. Der Wasserweg gehört zugleich zur Ortsgeschichte und zu den Radrouten.

File:Eiche Muellrose Kaisermühl.JPG File:Eiche Muellrose Kaisermühl.JPG Foto: J.Rzadkowski via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de

Historische Häuser und Erinnerungsorte

Zu den historischen Besonderheiten von Kaisermühl gehört ein Gutshaus mit Park, das im Volksmund „Schloss“ heißt. Es wurde zwischen 1790 und 1800 erbaut. Ein denkmalgeschütztes Kolonistenhaus aus dem 18. Jahrhundert zeugt von der Ansiedlungszeit. Das Hotel und Restaurant „Kaisermühle“ wurde erstmals im Jahr 1604 erwähnt.

Das Fachwerkhaus und heutige Hotel und Restaurant „Kaisermühle“ gilt als ältestes Haus von Kaisermühl. Das Hotel Kaisermühle wurde auf dem Fundament des ältesten Hauses des Ortes errichtet. Auch die „Alte Eiche“ gehört zu den historischen Bezugspunkten. Sie wurde am 2. Mai 1872 gepflanzt und steht neben einem Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Kaisermühler. Damit reicht das bauliche und erinnerungsgeschichtliche Spektrum von der Ansiedlungszeit bis ins 20. Jahrhundert.

Der Kanal als historische Verbindung

Die Siedlungsgeschichte von Kaisermühl ist eng mit dem Friedrich-Wilhelm-Kanal, dem heutigen Oder-Spree-Kanal, verbunden. Der Kanal wurde zwischen 1662 und 1668 als etwa 27 Kilometer lange schiffbare Verbindung mit 13 Schleusen fertiggestellt. Seine Entstehung reicht damit in das 17. Jahrhundert zurück.

Mit etwa 27 Kilometern und 13 Schleusen ist der Kanal dabei mehr als eine lokale Querung. Seine historische Funktion als schiffbare Verbindung reicht über den einzelnen Ort hinaus; in Kaisermühl verbindet sich diese Geschichte des Wasserwegs mit der späteren Fährstelle und der heutigen Brücke. So treffen am Wasser frühe Infrastruktur und Nachkriegsgeschichte aufeinander.

Anzeige

Nach der Sprengung der früheren Brücke im April 1945 bestand dort ab 1945 eine Fähre. Sie beförderte Personen bis 1990 ganzjährig und von 1990 bis November 1999 nur noch saisonal über den Kanal. Im Sommer 2007 verband eine neue Fußgänger- und Radwegbrücke die beiden getrennten Teile von Kaisermühl wieder. Die frühere Fährstelle wurde zu einem Rastplatz am Kanal umgestaltet. So liegt an der historischen Querung heute ein konkreter Ort für eine Pause am Wasser.

Radtouren durch das regionale Umfeld

Bei der Mönchstour wird in Kaisermühl der Oder-Spree-Kanal überquert. Im regionalen Umfeld von Kaisermühl verläuft die NEB-Ausflugstour vom Bahnhof Müllrose auf einem mit rotem Balken markierten Rad- und Wanderweg am Friedrich-Wilhelm-Kanal entlang nach Groß Lindow. Die historische Kaisermühle an der Schlaube lädt dabei zur Einkehr ein.

Natur am Wasser

Der Friedrich-Wilhelm-Kanal bei Kaisermühl wirkt heute wie ein verwunschenes Refugium für Pflanzen und Tiere. In Kaisermühl steht außerdem die „Friedenseiche“. Sie ist als Naturdenkmal geschützt und gehört zur Art Quercus robur.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Müllrose.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.