Steinhöfel: Landschaftspark und Gilly-Ensemble
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In Steinhöfel prägen ein ausgedehnter Landschaftspark und eine bemerkenswerte Baugeschichte den Charakter des Ortes. Schlosspark, Dorfkirche und das von der Familie von Massow angelegte Ensemble bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung. Sie können den Aufenthalt auf Parkgestaltung und Architektur ausrichten oder die Routen in den Blick nehmen, die durch Steinhöfel führen.
Landschaftspark und einheitlich angelegtes Ensemble
Der Schlosspark Steinhöfel entstand seit etwa 1790. Mit mehr als 40 Hektar zählt er zu den ältesten und, gemessen an seiner Größe, bedeutendsten Landschaftsparks der Mark Brandenburg. Zudem gilt er als erster im englischen Stil angelegter Landschaftsgarten in der gesamten Mark Brandenburg. Die Parkgeschichte ist eng mit der Gestaltung des Ortes verbunden: Ab 1790 ließ die Familie von Massow Schloss Steinhöfel mit dem ausgedehnten Park, dem Dorfanger, dem Amtshaus und einigen Wohnhäusern durch die Architekten und Baumeister David und Friedrich Gilly einheitlich anlegen. So lässt sich der Park nicht nur als Grünanlage betrachten, sondern auch als Teil eines umfassenderen baulichen Entwurfs.
Kirche, Patronatsloge und Tempelbibliothek
Die Dorfkirche Steinhöfel ist ein verputzter Feldsteinbau aus mehreren Bauepochen. Der Chor entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, Kirchenschiff und Turm im 14. beziehungsweise 15. Jahrhundert; der hölzerne Aufbau stammt aus dem Jahr 1778. Im Inneren befindet sich eine kunstvoll bemalte, heute restaurierte Patronatsloge. Balthasar Dietloff von Wulffen und Louise von Beerfelde stifteten sie um 1720/30. Die verschiedenen Bauphasen und die Loge geben dem Kirchenbesuch einen eigenen architekturgeschichtlichen Schwerpunkt. Für den Besuch erhalten Sie Schlüssel bei Brigitte Türk, Ulrich Voigt oder Burkhard Schmidt. Stimmen Sie die Schlüsselübergabe vor Ihrer Ankunft ab.
Auch die Bibliothek im Schlosspark setzt einen besonderen architektonischen Akzent: Sie ist als griechischer Tempel gestaltet und über den Kellern und Grundmauern zweier älterer Wirtschaftsgebäude errichtet. Im Zusammenspiel mit dem Park und dem Gilly-Ensemble zeigt sich damit eine weitere Facette der Ortsgeschichte, ohne dass dafür ein einzelner Baustil den ganzen Ort erklären müsste.
In der benachbarten ehemaligen Schlossgärtnerei hat der Verein LandKunstLeben Steinhöfel e. V. sein Domizil. Von dort aus veranstaltet er Kunstaktionen und Events mit internationalen Akteuren. Im Jahr 2021 wurde Schloss Steinhöfel weiterhin als Hotel sowie als Tagungs- und Veranstaltungsort für Kongresse, Events, Konzerte und lokale wie regionale Feste genutzt. Wenn Sie das Schloss heute für eine Übernachtung oder Veranstaltung erwägen, prüfen Sie die aktuellen Möglichkeiten vor Ihrer Planung.
Routen durch den Ort und die Wahl des Aufenthalts
Der Oderbruchbahnradweg und die Märkische Schlössertour führen durch Steinhöfel. Beide Namen geben Ihnen einen konkreten Ansatzpunkt, wenn Sie Ihre Reise mit einem Radweg oder einer Schlössertour verbinden möchten. Die Ortsgeschichte bietet einen anderen Schwerpunkt: Park, Dorfanger, Kirche und Bibliothek stehen für unterschiedliche Aspekte der Architektur- und Landschaftsgeschichte.
Weitere Perspektiven im Reiseziel Oder-Spree
Wenn Sie über Steinhöfel hinaus das Reiseziel Oder-Spree betrachten, kommen eigenständige Ziele mit anderen Schwerpunkten hinzu. In Bad Saarow verläuft die Lesser-Promenade etwa 1,5 Kilometer am Seeufer vom Kurpark bis zum Fontanepark. Der Barockgarten Neuzelle setzt einen anderen gartenhistorischen Akzent: Der fünf Hektar große Garten wurde nach Originalplänen aus dem Stiftsatlas von 1758 wiederhergerichtet und besitzt barocke Wegachsen, Wasserspiele und eine Terrassenanlage. Beide Beispiele gehören zu Oder-Spree und stehen für eigene Orte und Besuchsthemen. Sie können daher entscheiden, ob Ihre Reiseplanung beim Park- und Dorfensemble Steinhöfels ansetzt oder weitere Ziele des Reiseziels einbezieht.
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Weitere Reiseziele entdecken: Erkner, Neuzelle, Schöneiche bei Berlin, Siehdichum, Groß Lindow, Storkow (Mark), Eisenhüttenstadt, Jacobsdorf.
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