Neustadt (Dosse): Pferdestadt mit Geschichte
Unterkünfte in Unterkünfte in Neustadt (Dosse)
Neustadt (Dosse) erzählt von Pferdetradition und ungewöhnlichen Bauwerken: Die Stadt trägt den Beinamen „Stadt der Pferde“, und ihre Geschichte zeigt sich ebenso in einem der letzten erhaltenen Zeugen der europäischen Gaserzeugung wie in einer Kirche mit achteckigem Grundriss. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, begegnen Ihnen hier konkrete Ortsmotive, die sich von den Landschafts- und Routenthemen des übergeordneten Reiseziels Ostprignitz-Ruppin unterscheiden.
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Foto: Hans G. Oberlack via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Neustadt (Dosse), die Stadt der Pferde
Seit mehr als 200 Jahren wird Neustadt (Dosse) von Deutschlands größter Gestütsanlage geprägt. Der Beiname „Stadt der Pferde“ bringt diese lange Verbindung auf den Punkt. Auch im übergeordneten Reiseziel Ostprignitz-Ruppin ist das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt Neustadt (Dosse) ein besonderer Anziehungspunkt für Reitsportlerinnen und Reitsportler. Die Kleeblatt-Städte-Tour beginnt in Neustadt (Dosse) auf dem Hauptgestüt.
Im übergeordneten Reiseziel Ostprignitz-Ruppin ist der 160 Kilometer lange Gestütsweg zwischen den Gestüten Redefin und Neustadt (Dosse) ein Thema für Reitsportinteressierte. Zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern bildet der Gestütsweg einen überregionalen Reitwegeverbund. Für Ihre Reiseplanung können Sie damit zwischen der langjährigen Gestütstradition des Ortes und dem größeren Blick auf ein regionales Reitthema unterscheiden.
Industriegeschichte und besondere Architektur
Das Gaswerk in Neustadt (Dosse) ist einer der letzten erhaltenen Zeugen der mehr als 150-jährigen Geschichte der Gaserzeugung in Europa. Es steht für ein anderes Kapitel der Ortsgeschichte als das Gestüt und macht Neustadt auch für Reisende interessant, die sich für Industriegeschichte interessieren.
Die 1696 fertiggestellte Kreuzkirche setzt einen architektonischen Kontrast. Ihr Grundriss ist gleichseitig achteckig und besitzt vier rechteckige Kreuzarme. Sie war der erste kirchliche Zentralbau in der Mark Brandenburg. Die klare geometrische Form und die historische Einordnung bieten einen konkreten Zugang zur Baugeschichte des Ortes, ohne dass dafür ein allgemeiner Überblick über Kirchenarchitektur nötig ist.
Ostprignitz-Ruppin: Landschaften und Wege als eigener Blickwinkel
Im übergeordneten Reiseziel Ostprignitz-Ruppin prägen Weite und Stille, grüne Buchen- und Kiefernwälder, Wiesen, schattige Alleen sowie zahlreiche Seen und Flüsse die ländliche Region. Das Ruppiner Seenland ist eines der Reisegebiete des Landkreises Ostprignitz-Ruppin.
Auch die Kyritz-Ruppiner Heide gehört in diesen regionalen Zusammenhang. Sie umfasst 12.000 Hektar auf dem Gebiet von Ostprignitz-Ruppin und gehört seit 2021 zum Naturpark Stechlin-Ruppiner Land. Als eine der größten zusammenhängenden Heideflächen mit Calluna-Heide in Europa bietet sie zahlreichen geschützten und gefährdeten Tierarten Lebensraum, darunter mehr als 70 Vogelarten und seit 2008 auch dem Wolf. Mit elektrisch unterstützten Fatbikes lässt sich die Heide auf unbefestigten, häufig sandigen Wegen erkunden; so können Besucherinnen und Besucher die Tier- und Pflanzenwelt schonend erleben. Der 15 Meter hohe Heideturm auf dem Heinz-Sielmann-Hügel bietet einen weiten Blick über die abwechslungsreiche Landschaft von Ostprignitz-Ruppin.
Wer Wandern oder Radfahren in den Blick nimmt, findet im übergeordneten Reiseziel weitere eigenständige Themen: Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land liegt teilweise auf dem Gebiet von Ostprignitz-Ruppin und lädt zu beiden Aktivitäten ein. Der Ruppiner-Land-Rundwanderweg verläuft teilweise auf dem Europäischen Fernwanderweg E 10. Der Fontane-Radweg führt zu Orten und Landschaften, die Theodor Fontane in seinem Werk „Die Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschrieben hat.
Die 108 Kilometer lange Bischofstour führt unter anderem durch Heiligengrabe und Wittstock und lädt zu einer Zeitreise ins Mittelalter durch die Landschaft der Prignitz ein. Sie verläuft vollständig auf ausgebauten und beschilderten Radwegen. In Heiligengrabe und Wittstock bestehen Bahnanbindungen nach Berlin und Hamburg.
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Weitere Reiseziele entdecken: Heiligengrabe, Temnitztal, Neuruppin, Fehrbellin, Storbeck-Frankendorf, Vielitzsee, Märkisch Linden, Kyritz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostprignitz-Ruppin.