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Wittstock/Dosse: Backstein, Kirchenbau und Stadtgrün

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Wittstock/Dosse verbindet markante Backsteinarchitektur mit Kirchenbau und grünen Parks. Die Stadtbefestigung, die St. Marienkirche und eine saisonale Führung bieten konkrete Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt, der sich für Stadtgeschichte und besondere Bauwerke interessiert.

Town Hall of Wittstock Dosse (6) Town Hall of Wittstock Dosse (6) Foto: Krzysztof Golik via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Eine Stadtbefestigung aus Backstein

Wittstocks Stadtbefestigung ist insgesamt 2.435 Meter lang. Sie setzt sich aus 1.999 Metern Stadtmauer, 264 Metern Amtsmauer und 172 Metern Burgmauer zusammen. Die Stadtmauer bildet damit den längsten Abschnitt. Bis auf einen kleinen Feldsteinsockel im Norden ist die Befestigung vollständig aus Backsteinen im Klosterformat gebaut. Die Längen und das Baumaterial machen die Anlage auch ohne eine lange Beschreibung greifbar: Backstein prägt den überwiegenden Teil der Befestigung, während die drei Mauerabschnitte unterschiedliche Längen haben.

Von Mai bis Oktober wird eine öffentliche Stadtführung durch Wittstocks historische Altstadt angeboten. Dabei werden Interessantes und Sagenhaftes aus der Stadtgeschichte vermittelt. Wenn die Führung zu Ihrem Aufenthalt passt, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Termine.

St. Marienkirche und Ostprignitzmuseum

Mit dem Bau der St. Marienkirche wurde im 13. Jahrhundert begonnen; sie ist ein Wahrzeichen der ehemaligen Bischofsstadt Wittstock. Der Turm der dreischiffigen Kirche ist 68 Meter hoch. Vom barocken Turm bietet sich ein weiter Blick über die Stadt und ins Umland. Zur Innenausstattung gehören ein Altaraufbau aus zwei Schnitzaltären, ein spätgotischer Sakramentsschrein, eine barocke Holztaufe, eine Madonna im Strahlenkranz, die Lütkemüller-Orgel und die Kanzel. So kommen unterschiedliche Formen der Ausstattung zusammen: geschnitzte Altäre, ein spätgotischer Schrein und barocke Arbeiten.

Ein weiteres Gebäude mit historischem Bezug ist die Bischofsburg: Dort befindet sich das Ostprignitzmuseum. Zusammen mit der Kirche und der Befestigung erweitert es die stadtgeschichtlichen Themen um einen Museumsstandort.

Parks an Mauer, Fabrik und Glinze

Auch Wittstocks Parks haben präzise Ortsbezüge. Der Park am Bleichwall liegt direkt an der historischen Stadtmauer und einer alten Tuchfabrik. Durch den Friedrich-Ebert-Park fließt die Glinze; zwei Holzbrücken überspannen den Fluss. Während am Bleichwall Mauer und Fabrik den Rahmen bilden, gehören im Friedrich-Ebert-Park Fluss und Brücken zu den beschriebenen Merkmalen. Wer neben den Bauwerken auch Grünräume in die Reiseplanung einbeziehen möchte, findet hier weitere konkrete Motive.

Landschaft und Wege im übergeordneten Reiseziel Ostprignitz-Ruppin

Im übergeordneten Reiseziel Ostprignitz-Ruppin prägen Weite und Stille, grüne Buchen- und Kiefernwälder, Wiesen, schattenspendende Alleen sowie zahlreiche Seen und Flüsse das Landschaftsbild. Das Ruppiner Seenland ist eines der Reisegebiete des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. Diese regionalen Landschafts- und Wegeangebote sind vom Stadtbild Wittstocks zu unterscheiden und ergänzen die Orientierung für eine Reise in der Region.

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Die Kyritz-Ruppiner Heide umfasst 12.000 Hektar auf dem Gebiet von Ostprignitz-Ruppin und gehört seit 2021 zum Naturpark Stechlin-Ruppiner Land. Sie ist eine der größten zusammenhängenden Heideflächen mit Calluna-Heide in Europa. Zahlreiche geschützte und gefährdete Tierarten finden dort Lebensraum, darunter mehr als 70 Vogelarten; seit 2008 gehört auch der Wolf dazu. Wer sich für Naturerlebnisse interessiert, kann die Heide mit elektrisch unterstützten Fatbikes auch auf unbefestigten, häufig sandigen Wegen erkunden und dabei die Tier- und Pflanzenwelt schonend erleben. Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land liegt teilweise auf dem Gebiet von Ostprignitz-Ruppin und lädt zum Wandern und Radfahren ein.

Eine weitere regionale Möglichkeit für aktive Reiseplanung ist die 108 Kilometer lange Bischofstour. Sie führt unter anderem durch Heiligengrabe und Wittstock und lädt zu einer Zeitreise ins Mittelalter durch die Landschaft der Prignitz ein. Die Route verläuft vollständig auf ausgebauten und beschilderten Radwegen. In Heiligengrabe und Wittstock bestehen Bahnanbindungen nach Berlin und Hamburg; prüfen Sie für Ihre Reise die aktuellen Verbindungen. Damit lassen sich die genannten Rad- und Landschaftsthemen von der Stadtgeschichte Wittstocks unterscheiden, ohne sie zu einem einzigen Ausflug zusammenzufassen.

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Weitere Reiseziele entdecken

Auch Berlinchen können Sie in Ihre Reiseplanung aufnehmen.

Weitere Reiseziele entdecken: Rheinsberg, Fehrbellin, Vielitzsee, Storbeck-Frankendorf, Neuruppin, Wusterhausen/Dosse, Temnitztal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostprignitz-Ruppin.