Kemnitz: Dorfgeschichte, Gehöfte und Wanderwege entdecken
Kemnitz zwischen Dorfgeschichte und Feldflur
Die Siedlung Kemnitz liegt auf historischem Boden, nämlich auf einem slawischen Burgwall. Ihr Ortsbild wird durch denkmalgeschützte Gehöfte, die Dorfkirche Kemnitz und das Spiekerhus geprägt. Für Sie entsteht daraus ein Reiseziel, in dem sich Baugeschichte und Wege in die offene Landschaft als unterschiedliche Interessen verbinden lassen.
Gehöfte mit charakteristischen Details
In der Kemnitzer Hauptstraße 14 steht das Bauerngehöft Wüstenhagen, ein denkmalgeschütztes Ensemble aus Wohnhaus, Torhaus, linkem und rechtem Stallgebäude sowie Scheune. In der Hausnummer 15 befindet sich das Bauernhaus Richter mit Torhaus, ein denkmalgeschütztes Anwesen. Das denkmalgeschützte Gehöft in der Hauptstraße 13 besteht aus einem Wohnhaus und einer Scheune. In der Hauptstraße 22 befindet sich ein denkmalgeschütztes Wohnstallhaus als Mittelflurhaus mit zwei Stallgebäuden. In der Hauptstraße 27 stehen ein denkmalgeschütztes Mittelflurhaus und ein Taubenhaus. In der Wittbrietzener Straße 1 befindet sich außerdem ein denkmalgeschütztes Wohnhaus.
Kirche und Spiekerhus
Die Dorfkirche Kemnitz entstand zunächst als schlichter Saalbau aus Feldsteinmauerwerk in der Mitte des 14. Jahrhunderts. 1739 wurde sie nach Westen erweitert und erhielt einen schlichten, mit Schiefer gedeckten Dachturm. Das Spiekerhus ist eine Sehenswürdigkeit des Dorfes und eine besondere Form des märkischen Mittelflurhauses. Das denkmalgeschützte Fachwerkensemble Spiekerhus ist das letzte verbliebene Beispiel für den Haustyp des Nuthe-Nieplitz-Hauses. Das Nuthe-Nieplitz-Haus ist das älteste Gehöft der Gemeinde Nuthe-Urstromtal und wurde vollständig aus Fachwerk errichtet.
Wanderwege ab der Feldsteinkirche
Von Kemnitz aus können lange Wanderungen in ein ausgedehntes Waldgebiet unternommen werden. Zu den von der Feldsteinkirche in Kemnitz aus startenden Wegen gehören der 5,6 km lange Kemnitzer Rundweg, die 9,1 km lange Nieplitzroute, der 17,2 km lange Fuchsbergweg und der 19,2 km lange Wittbrietzener Rundweg. Der Fuchsbergweg ist eine schwierige Route. Er führt von Kemnitz über Wittbrietzen und Rieben entlang des Riebener Sees und des Waldgebiets „Nasse Heide“ und ist rund 17,2 km lang. Der Kemnitzer Rundweg führt über Lühsdorf entlang der Lühsdorfer Heide, die Nieplitzroute über Lühsdorf entlang der Nieplitz. Der Wittbrietzener Rundweg führt über Wittbrietzen und Rieben entlang der Lühsdorfer Heide und der „Nassen Heide“.
Wiesen, Nieplitz und saisonale Naturerlebnisse
Die Landschaft bei Kemnitz ist von weiten, ebenen Acker- und Wiesenflächen an den Ufern der Nieplitz geprägt. Von dort aus lässt sich die „Nasse Heide“, ein großes Waldgebiet, zu Fuß erkunden. In Kemnitz werden zur passenden Jahreszeit Pilzwanderungen unternommen. Wenn Sie ein Hotel oder eine andere Unterkunft in Kemnitz auswählen, können Sie zwischen einem Schwerpunkt auf denkmalgeschützter Dorfarchitektur, Kirchengeschichte, längeren Wanderungen oder saisonalen Naturerlebnissen abwägen. Die unterschiedlichen Streckenlängen erleichtern dabei die Orientierung an der eigenen verfügbaren Zeit. Die historischen Gebäude und die Wege sprechen damit unterschiedliche Arten der Tagesplanung an.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nuthe-Urstromtal.