Friedrichsthal entdecken: Natur, Radwege und Dorfgeschichte

File:Kirche, Dorfstraße, Friedrichsthal.jpg File:Kirche, Dorfstraße, Friedrichsthal.jpg Foto: Florian Koppe via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Friedrichsthal verbindet die Landschaft des Unteren Odertals mit der geschlossenen Bebauung eines historischen Straßendorfs. Der Ort liegt am Rand des Nationalparks Unteres Odertal. Damit treffen in Friedrichsthal Naturbeobachtung, Radwege und Ortsgeschichte aufeinander. Der Oder-Neiße-Radweg und die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße führen durch oder bis nach Friedrichsthal.

Nationalpark, Bruch und Kraniche

Zur Gemarkung Friedrichsthal gehört die rund 46 Hektar umfassende Schutzzone I „Kleines Bruch“ des Nationalparks „Unteres Odertal“. Sie liegt in der Stadt Gartz (Oder), Gemarkung Friedrichsthal, Flur 4. Das Untere Odertal ist Deutschlands einziger Auennationalpark. Im Frühherbst dient das Untere Odertal Kranichen als Rastplatz.

Friedrichsthal mit dem Fahrrad erleben

Der Oder-Neiße-Radweg verläuft durch Friedrichsthal und folgt an der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße deren Verlauf. Die Wasserstraße führt auf 42 Kilometern parallel zur Oder bis zur Einmündung in die Westoder bei Friedrichsthal. Für die Routenplanung bietet diese Streckenangabe einen klaren Rahmen: Die 42 Kilometer beziehen sich auf die Wasserstraße und nicht automatisch auf die Länge einer individuellen Radtour. Tagesumfang und mögliche Pausen können deshalb unabhängig vom vollständigen Verlauf geplant werden, ohne zusätzliche Fahrzeiten oder Entfernungen vorauszusetzen. Die Wasserstraße liefert die feste Kilometergabe, während Pausen und Tagesumfang dem persönlichen Reisetempo überlassen bleiben. Eine individuelle Radtour muss daher nicht den gesamten Verlauf von 42 Kilometern umfassen.

Auch die Kranichradtour verläuft teilweise autofrei durch den Nationalpark Unteres Odertal. Aussichtstürme und Oderhänge entlang der Strecke bieten ideale Bedingungen zur Vogelbeobachtung. Von Friedrichsthal aus führt die Tour durch einen Kiefernwald in Richtung der Wildnisschule Teerofenbrücke des Nationalparks; auf dem Abschnitt nach Friedrichsthal verläuft sie entlang der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße. Die Route lässt sich dabei anhand ihrer Landschaftselemente gliedern: Kiefernwald, Wasserstraße, Aussichtstürme und Oderhänge bieten jeweils einen eigenen Bezug zur Fahrt und zur Vogelbeobachtung.

Historisches Straßendorf mit besonderer Ortsgeschichte

Friedrichsthal zeigt die geschlossene Bebauung eines historischen Straßendorfs. Rückwärtige Nutz- und Obstgärten schließen sich an die Bebauung an, danach folgen Feldfluren. Auch Hugenottenfamilien wurden in Friedrichsthal angesiedelt.

Zur Denkmalgeschichte gehören die Dorfkirche in Friedrichsthal, eine Meilensäule an der B 2 bei Kilometer 403,2 sowie eine Halbmeilensäule bei Kilometer 405,2 in der Nähe des Grenzhauses. Die Dorfkirche besitzt eine reich geschnitzte Kanzel aus dem Jahr 1700. Sie stammt aus der Marienkirche in Stettin und wurde 1834 in Friedrichsthal aufgestellt.

Ausflüge und Orientierung vor Ort

Busverbindungen verbinden Friedrichsthal mit Schwedt und Gartz. Im weiteren Umfeld bietet Gartz (Oder) einen historischen Stadtrundgang. In Gartz (Oder) und Mescherin finden jährlich Ende September und/oder Anfang Oktober Kranichtage statt. Die Kranichtage fallen in dieselbe frühe Herbstzeit, in der das Untere Odertal Kranichen als Rastplatz dient.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gartz (Oder).

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