Lautern: Rundwanderweg und Industriegeschichte

File:Lautern (Lautertal), Mühlweg 4.jpg File:Lautern (Lautertal), Mühlweg 4.jpg Foto: Muck via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Lautern zwischen Rundwanderweg und Industriegeschichte

Lautern verbindet Bewegung in der Natur mit der Geschichte der Blaufabrik und des Trafoturms Blaufarbenfabrik. Der Ort steht dabei in einem größeren kommunalen Zusammenhang: Der digitale Rundwanderweg führt durch die Gemeinde Lautertal, während die Blaufabrik (Ciba Geigy Marienberg) und der Trafoturm Blaufarbenfabrik konkrete historische Bezugspunkte in Lautern sind. Die Standortgeschichte reicht vom weichen Quellwasser bis zur Ultramarinherstellung in Lautern.

Wandern mit digitaler Orientierung

Der 12-Dörfer-Rundwanderweg ist ein digitaler Wanderweg und in der Natur nicht ausgeschildert. Er verläuft stattdessen auf bereits bestehenden, gut markierten Wanderwegen, die sich mit digitaler Hilfe leicht finden lassen. Die Markierung vor Ort gehört zu den vorhandenen Wegen; die digitale Orientierung erschließt den Verlauf des Rundwanderwegs. Für die eigene Planung ist es deshalb sinnvoll, die Markierungen im Gelände und die digitale Wegführung als zwei zusammengehörige Elemente zu betrachten. Für die Orientierung zählt daher nicht die Suche nach einem eigenen Wegzeichen für die 12 Dörfer, sondern das Zusammenspiel von bestehender Markierung und digitalem Verlauf.

Eine Route durch alle zwölf Ortsteile

Der 12-Dörfer-Rundwanderweg ist gut 41 Kilometer lang und führt durch alle 12 Ortsteile der Gemeinde Lautertal. Die Distanz ist für die persönliche Zeitplanung die wichtigste konkrete Größe des Weges. Die zwölf Ortsteile geben der Strecke eine klare gemeindeweite Ausdehnung. Die Route richtet den Blick über Lautern hinaus auf die gesamte Gemeinde. Für einen Wandertag lässt sich die Länge als Gesamtumfang betrachten, ohne eine bestimmte Gehzeit vorzugeben.

Quellwasser als Standortfaktor

Das besonders weiche Quellwasser machte den Fabrikstandort Lautern für den Fabrikgründer August von Ploennies attraktiv. Das Wasser gehört damit zu den natürlichen Bedingungen, die mit der Wahl dieses Standorts verbunden sind. Für die Lauterner Industriegeschichte bleibt das Quellwasser ein eigener Standortfaktor neben dem Fabrikbetrieb.

Die Blaufabrik als Arbeitgeber

Die Blaufabrik (Ciba Geigy Marienberg) war zwischen 1852 und 1996 einer der wichtigsten Arbeitgeber im heutigen Lautertal. Die Arbeitgeberrolle ist damit ein eigener Aspekt der Fabrikgeschichte neben dem Herstellungsverfahren für Ultramarin.

Ultramarin aus Lautern

In der Blaufabrik in Lautern wurde erstmals durch Brennen eines Gemischs aus Kaolin, Schwefel, Glaubersalz und Kohle Ultramarin hergestellt. Für Kulturinteressierte steht bei diesem Thema nicht nur die Fabrik als Arbeitgeber, sondern auch das hergestellte Ultramarin im Mittelpunkt.

Der Trafoturm Blaufarbenfabrik

Zum historischen Bild gehört außerdem der Trafoturm Blaufarbenfabrik in Lautern. Er ist aus geschichtlichen Gründen ein Kulturdenkmal nach § 2 Absatz 1 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes; die Aufnahme in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen ist vorgesehen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lautertal (Odenwald).

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