Gonterskirchen: Horlofftal, Fachwerk und Wald
Gonterskirchen liegt im Tal der Horloff und ist von ausgedehnten Mischwäldern umgeben. Im Ort prägen historische Gebäude und Fachwerkbauten das Bild. Zur Ortsgeschichte gehören die evangelische Kirche und drei denkmalgeschützte Backhäuser. Für Kulturinteressierte stehen damit im Ortskern mehrere konkrete Bauwerke und Hausformen im Mittelpunkt. Horlofftal und Mischwälder bilden den landschaftlichen Rahmen des Ortes.
Historischer Ortskern und Fachwerk
Der historische Ortskern von Gonterskirchen wird durch die Kirche, das Pfarrhaus und die alte Schule auf einem Hügel geprägt. Entlang geschwungener Straßen stehen historische Fachwerkbauten. Mehrere schön restaurierte Fachwerkhäuser sind erhalten; früher waren es in der Regel Einhäuser. Die frühere Einhausform gehört dabei zur historischen Entwicklung des Ortsbilds, während die restaurierten Häuser bis heute im Ortskern erhalten sind. Die geschwungenen Straßen und der Hügel geben einem Rundgang durch den Ortskern unterschiedliche Blickrichtungen.
Die evangelische Kirche von Gonterskirchen weist frühgotische Bauformen auf und entstand vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Ihre Bauformen und die vermutete Entstehungszeit verleihen dem Kirchenbau einen eigenen Platz innerhalb der Ortsgeschichte. Kulturinteressierte richten hier den Blick auf frühgotische Formen.
Backhäuser mit heutiger Nutzung
Gonterskirchen verfügt über drei denkmalgeschützte Backhäuser. Das dritte denkmalgeschützte Backhaus wird unter anderem als standesamtliches Trauzimmer genutzt. Neben dem Denkmalschutz hat dieses Backhaus damit auch eine heutige örtliche Nutzung. Für Kulturinteressierte verbindet das Gebäude historische Bausubstanz mit einer gegenwärtigen Funktion. Das Trauzimmer ist dabei dem dritten Backhaus zugeordnet.
Ein ebenerdiges, in einfachem Fachwerk errichtetes Backhaus entstand vermutlich im späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert und ist als Kulturdenkmal geschützt.
Wanderwege zwischen Horloff und Naturschutzgebiet
Für aktive Tage führt die Horlofftalschleife Laubach durch das Wochenendgebiet von Gonterskirchen zur Horloff und dort zu einer Furt. Bei der Planung einer Wanderung mit Flussbezug orientiert sich der Verlauf am Wochenendgebiet, an der Horloff und an der dort liegenden Furt. Die Furt setzt am Wasser einen konkreten Orientierungspunkt.
Am Wegweiser „Gonterskirchen – Am Küchenberg“ zweigt die Vulkanring-Etappe1 in ein unter Naturschutz stehendes Tal ab. Der Abzweig führt in den geschützten Talraum. Der Abzweig am Wegweiser und das unter Naturschutz stehende Tal gehören dabei unmittelbar zu diesem Verlauf.
Geologische Eindrücke in der Umgebung
In der näheren Umgebung von Gonterskirchen liegt der Steinbruch bei Laubach-Gonterskirchen. Vom Rand aus sind im oberen Bereich plattige Absonderungen und auf den unteren Sohlen steil stehende Strukturen zu erkennen. Für geologisch Interessierte richtet sich die Beobachtung damit auf zwei räumlich getrennte Formen: plattige Absonderungen im oberen Bereich und steil stehende Strukturen auf den unteren Sohlen. Die oberen Bereiche und unteren Sohlen liegen dabei auf unterschiedlichen Höhen.
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